Kritik an bisher erfolgloser Mission zur Beendigung der Gewalt
Kairo - Die Arabische Liga hat am Freitag 44 weitere
Beobachter nach Syrien geschickt, wo sie für ein Ende des
Blutvergießens sorgen sollen. Der Gruppe gehören Beobachter aus
Algerien, Saudi-Arabien, Kuwait und Ägypten sowie zwei Mitarbeiter
einer arabischen Menschenrechtsorganisation an. Ein Mitglied der
Gruppe sagte vor der Abreise am Flughafen Kairo, damit erhöhe sich
die Zahl der Beobachter auf 134. Außerdem sollten noch in der Nacht
25 Beobachter aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten von
Jordanien aus nach Damaskus fliegen.
Die Beobachtermission der Liga war unter Beschuss geraten, weil
die Sicherheitskräfte nach Angaben von Aktivisten weiter mutmaßliche
Regimegegner töten. Die Opposition bestreitet auch, dass das Regime
von Präsident Bashar al-Assad eine große Anzahl politischer
Gefangener freigelassen habe, wie dies von der Liga gefordert worden
war.
In Kairo wird am Samstag General Mohammed al-Dabi erwartet, der
Leiter der Beobachtermission in Syrien. Er soll den arabischen
Diplomaten einen ersten Lagebericht übergeben, damit sie am Sonntag
über die Fortsetzung des Einsatzes beraten können. Die Liga-Staaten
hatten im Dezember erklärt, sie wollten das Syrien-Dossier den
Vereinten Nationen übergeben, sollte der Beobachtereinsatz keinen
Erfolg bringen. Dies will Assad verhindern. (APA)