Finanzskandal

Ex-Chef von Olympus gibt auf

6. Jänner 2012, 09:55

Woodford will seinen Vorstandsposten nicht mehr zurück - Entlassung hatte Finanzskandal ins Rollen gebracht

Der frühere Chef des japanischen Elektronikriesen Olympus, der Brite Michael Woodford, will seinen Posten nicht mehr zurückerobern. Er stelle sein Bemühen ein, einen alternativen Vorstand zu bilden, erklärte Woodford am Freitag. Als Grund nannte er einen Mangel an Unterstützung der japanischen Olympus-Aktionäre, aber auch die Belastungen, die seine Ehefrau seit seiner Entlassung habe durchmachen müssen. Woodford kündigte an, er werde Olympus wegen seiner Entlassung auf Entschädigung verklagen.

Finanzskandal ins Rollen gebracht

Woodfords Entlassung im Oktober hatte einen riesigen Finanzskandal bei Olympus ins Rollen gebracht. Dem Briten wurde ein "unangemessener" Arbeitsstil vorgeworfen. Woodford konterte mit der Anschuldigung, sein Rauswurf gehe auf seine Fragen nach Gründen für umstrittene Zahlungen zurück.

Verluste verschleiert

Olympus soll Verluste in Höhe von ingesamt 134,8 Milliarden Yen (knapp 1,3 Milliarden Euro) verschleiert haben. Die Konzernführung von Olympus gab Anfang November zu, seit den 1990er Jahren in der Bilanz hohe Verluste aus Finanzgeschäften verheimlicht zu haben. Vertuscht wurden die Verluste mit Hilfe undurchsichtiger Beraterhonorare und von Abschreibungen auf vier Firmenkäufe. (APA/AFP)

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