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vergrößern 645x431Foto-Credit: Yellow.Cat/flickr.com unter cc-Lizenz
vergrößern 500x480Gesamtgehzeit 2½ Stunden, unerhebliche Höhendifferenz. Keine Raststätte an der Strecke oder in Markthof. ÖK25V Blatt 5327-Ost (Hainburg an der Donau), Maßstab 1:25.000
Der hoch über die Marchmündung aufragende Felsen von Theben (Devin), welcher die Reste einer einst mächtigen Burg trägt, faszinierte immer schon die Donaureisenden, von denen einer - Ludwig Bechstein - 1839 in einem viel beachteten Werk schrieb: "Schon von fern sieht man einen Felsthurmriesen über die Fluth ragen, der wie ein mächtiger Grenzwächter sein schier unnahbares Gipfelhaupt erhebt." Dies nachzuempfinden fällt keinem Betrachter schwer, der vom österreichischen Ufer der Marchmündung zu der beeindruckenden Felswand mit den Mauerresten aufblickt.
Die wahrscheinlich im 9. Jahrhundert errichtete Festung widerstand allen Anstürmen, sie wurde kampflos Napoleon übergeben, der sie bis auf wenige Relikte schleifen ließ, um jegliche Gefahr zu beseitigen. Der Name leitet sich aus dem Ungarischen ab und bedeutet "jungfräulich", "andeutend die unbefleckte, unüberwindliche Veste", wie Bechstein zu berichten wusste.
Noch immer erzählt man sich von Geheimnissen um das Marchkastl - wie die Mündung der March in die Donau auch bezeichnet wird -, in dem große Schätze versenkt worden sein sollen; zuletzt während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges.
Sicher hingegen ist, dass bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts es in diesem Bereich keinen Ruß- und auch keinen Stempfelbach gab. Die beiden Gewässer wurden im Zuge der Donauregulierung und des Baus des Marchfelddammes verlängert; der Rußbach zur Donau, der Stempfelbach zur March. Was die Grundwasserverhältnisse im Marchfeld stark beeinflusste.
Eine früher beliebte Route von Stopfenreuth zur Marchmündung ist leider nicht mehr begehbar, da man den Steg über den Rußbach abgerissen hat; weshalb eine Runde zum Marchkastl nun ein wenig kompliziert wird, mithilfe der Bundesamtskarte aber ohne weiteres zu bewältigen ist.
Nur ein kleiner Teil des Weges ist markiert, in dem übersichtlichen Terrain macht aber die Orientierung keine Schwierigkeiten. Ein Fernglas sollte man mit haben, denn es gibt einiges zu beobachten, wie etwa Grau- und Silberreiher, Seeadler oder Kormorane.
Die Route: Von Markthof wandert man auf der roten Weitwandermarkierung bis zum Rußbach, überschreitet diesen aber nicht, sondern geht am linken (östlichen) Ufer flussabwärts bis zum Marchfelddamm. Man schwenkt auf diesen nach links ein, verlässt ihn aber sehr bald nach rechts, um auf einem Feldweg das Ufer der Donau nahe der Rußbachmündung zu erreichen. Am Rande eines schmalen Au-Streifens, der noch zum Nationalpark gehört, geht es weiter zu einer alten Zollhütte und von dieser auf schmalem Pfad zur Mündung der March in die Donau. Gehzeit ab Markthof 1½ Stunden.
Zurück zur Zollhütte und weiter auf einem Güterweg nach Norden bis zum Marchfelddamm, wo eine Kapelle an den Abschluss der Donauregulierung im Jahre 1905 erinnert. Im nahen Markthof gelangt man wieder an den Ausgangspunkt der Tour. Gehzeit ab Marchkastl eine Stunde. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/07.01.2011)
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und ist durchgängig auf eigene Gefahr von Langenzersdorf bis zur Mündung gegenüber Hainburg mit dem Kanu befahrbar. Wehre und Hindernisse müssen umtragen werden. Der Mündungdbereich in die Donau ist durch starke Strömung und starkes Gefälle besonders gefährlich! Im Übrigen ist es eine Schande, dass die Brücke über den Russbach bei der Einmündung in die Donau (absichtlich?) nicht mehr hergestellt wird. Möglicherweise sollen die Wanderer (bewusst?) am Betreten des demokratiepolitisch interessanten Nationalparks Donauauen gehindert werden. Immerhin handelt es sich um historischen Boden, denn genau in diesem Bereich fand im Dezember 1984 die legendäre Aubesetzung durch 3000 Bürger statt, wodurch die Schaffung des Nationalparks erwirkt wurde.
Und wer Gusto auf die Burg bekommt: Ist gleich außerhalb von Bratislava, leicht zuerreichen. Und ist sehenswert. Ist nämlich viel größer als man von herüben sieht. Und der Blick Richtung Schloßhof ist es alleine schon wert, denn da weiß man, warum Schloßhof genau dort steht, wo es steht...
Und wenn man in Bratislava oder DevinskaNova Ves samt Rad einen Zug nach Marchegg nimmt, dann kann man von Marchegg wieder nach Gänserndorf radeln, wo es die Schnellbahn nach Wien oder einen großen Parkplatz gibt. In Gänserndorf könnt so ein Tour beginnen...
Das mit dem Zug Bratislava-Marchegg ist deshalb, weils da nur eine Eisenbahnbrücke gibt. Einstweilen...
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