Wechsel des Wiener Rathauses von A1 zu T-Mobile gerichtlich aufgehoben

6. Jänner 2012, 08:49

Verwaltungsgerichtshof: T-Mobile Angebot lag unter Marktpreis

Als 2007 das Wiener Rathaus vom teilstaatlichen Handynetzbetreiber A1 (Telekom Austria) zu T-Mobile gewechselt ist, war bei Marktführer Telekom der Katzenjammer groß. Er klagte beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) die Preisangemessenheit des T-Mobile-Angebotes ein. Nun haben die Richter des VwGH den Vergabeakt des ursprünglich 6,5-Mio.-Euro-Auftrages in mehreren Punkten wegen Rechtswidrigkeit aufgehoben, berichtet der "Kurier".

Weit unter den eigenen Preisen

T-Mobile war nämlich mit nur 3,08 Mio. Euro weit unter den eigenen Preisen eingestiegen. Das Angebot hätte vom Vergabekontrollsenat wegen "spekulativer Preisgestaltung" ausgeschieden werden müssen. Der Senat wird sich nun mit dem Akt neu auseinandersetzen müssen, heißt es in dem Bericht.

Keine Änderung

An den Telefonnummern der Rathaus-Mitarbeiter werde sich vorerst aber nichts ändern. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 203
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Nirvanacharly
 
00
11.1.2012, 07:12
ein witziges phänomän ist ja,

das firmentarife meist überhöht sind als private billigschienen, die bussines kunden werden abgezockt das ist das schöne weil sie in der traumwelt sind, das nur weil bussines drauf steht, auch billiger drinn ist.

Achmo Ledbid
00
11.1.2012, 11:21
die business-kunden

sind aber ein anderer use-case für die firmen. wenn zb eine internet-leitung beim privatkunden ausfällt, dann hast du von 1000 kunden 100 in der warteschleife der hotline. bei business-kunden hast du von 1000 kunden genau 999 und nicht weniger in der warteschleife. auch das "fair-use" wird anders ausgereizt als bei privat-kunden, und das klagsrisiko ist wesentlich höher wenn dir als diensteanbieter ein fehler passiert. abgesehen davon lassen sich business-kunden mit klaren abgegrenzten service nicht abspeisen, die haben tausend zusatzwünsche, was individuelle betreuung, produkt-angebot und und individuelles billing erfordern.

Nirvanacharly
 
00
15.1.2012, 05:05
danke das sie mich bestätigen,

alles andere ist eine mogelpackung, als ob eine breifrechnung nicht komplexer ist als eine einfache sap verknüpfung.

Kris99
01
10.1.2012, 16:05
achja zum "teilstaatlichen Handynetzbetreiber"

sollte man vielleicht noch erwähnen, dass 15% der deutschen Telekom dem Bund gehören, und damit natürlich auch (indirekt) T-mobile Austria.

Somit müsste es folgerichtig -
"Als 2007 das Wiener Rathaus vom teilstaatlichen Handynetzbetreiber A1 (Telekom Austria) zur (etwas weniger) teilstaatlichen T-Mobile gewechselt ist,... "
heißen.

RAGE
00
10.1.2012, 16:36

weitere 17 % der deutschen telekom sind im besitz
der kfw (die zu 80 % dem bund und zu 20 % den
ländern gehört). mfg

Klaus Kurz1
21
10.1.2012, 14:27
Österreich wird immer komischer.

Nimmst das billigste Angebot um Steuergelder, gibts an Bahö.
Hättens damals das fast doppelt so teure genommen, hätte es auch an Bahö gegeben.
Eine klassische Lose-Lose-Situation.

delija999
 
00
ok no einmal langsam für mich

t-mobile ist zu billig erfüllt jedoch jede anforderung?
die stadt soll jetzt mehr ausgeben?

Achmo Ledbid
00
10.1.2012, 11:45
für die eine ausschreibung...

..ist ein verzicht auf ein so günstiges angebot natürlich ein geldverlust. insgesamt ist es aber für den öffentlichen dienst ein gewinn, wenn man bei ausschreibungen achtet dass lieferanten mit kalkulierten verlusst andere lieferanten rausboxen und somit eine marktmacht rausholen. weil irgendwann holen solche lieferanten sich das geld zurück wenn sie ihre leere kriegskasse für die nächste derartige schlacht raufholen. wobei mir der mobilfunkmarkt in österreich äusserst suspekt ist.

Briefmarkenkleber
00
NA das hätte was gegeben...

...wenn die Stadt Wien den Bestbieter zugunsten von A1 abgewiesen hätte. VERSCHWÖRUNG!

RAGE
00

Verwaltungsgerichtshof

Entscheidungsdatum : 22.11.2011

Geschäftszahl 2007/04/0201

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente... 22X00.html

mfg

Dexter-M-
10
Kommentar

bitte besser lesen !

DAS ist ja der Knackkpunkt dabei - das wird nur als Rechtfertigung gebraucht um bessere Konditionen für Endkunden zu gewähren, die
keine Absicht haben "Werbung" für A1 zu machen!!!

PS. der Konzern heißt jezt A1 Telekom, falls sich das noch nicht rumgesprochen hat.

Und wer hat von verschenken von mobiles bzw. von Lieferanten und Einzelhändler gesprochen??

Nirvanacharly
 
00
11.1.2012, 08:41
das spricht sich deshalb nicht herum

weil man aus der telekom-affaire keine a1 affaire machen will, so richtig sind die nicht durchgestartet in der bewerbung des labels a1 als festnetzanbieter und teilmonopolist.

Dexter-M-
21
Typisch A1 Telekom

Die tausenden KMUs und Großkunden werden von der TA mit unzulässigen WKZ (Werbekostenzuschuss) gesponsert damit sie unter dem reguliertem Entgelt bleiben! Das ist ein offenes Geheimnis in der Branche, ist schwer nachzuweisen und wird vom Regulator geduldet! Aber kaum ist die Politik im Spiel macht das medial die Welle. In Summe sprechen wir hier von größeren Beträgen die hier den Alternativen entgehen. Aber das ist natürlich ganz was anderes....

Kris99
00
ein Werbekostenzuschuss wird für Werbemaßnahmen vereinbart,

also z.B. Aufsteller in Geschäften, gemeinsame TV-Kampagnen, etc.

Das ist also kurz gesagt immer die Vereinbarung zwischen einem Lieferanten und einem Einzelhändler.

Wie genau soll das also mit "tausenden KMUs" funktionieren? Verchecken die alle A1 Handies? Nein? Eben.

Bumo1
20
ahnungslos oder A1 Mitarbeiter

Die TA (heute A1) hat sich über Jahre Kunden gekauft, durch

-) Angebote unter dem regulierten IC Tarif
-) Werbekostenzuschuß (und zwar egal ob Schlachthof, Spedition,...)
-) Herschenken von Telefonanlagen,,,

und noch vieles mehr

Kris99
01
10.1.2012, 16:10
weder, noch...

Deshalb nochmal die Frage, du "Auskenner":

Wie gibt man einem Schlachthof einen "Werbekostenzuschuss"??? Wenn man ihm Hardware - egal ob Handy, Telefonanlage, sonstwas dazu gibt - dann gibt's das auch bei jedem Privatkunden - siehe die "0-Euro-Handies". Kann schon sein, dass Business-Kunden mehr Rabatte in der Form kriegen, weil sie in Summe ja wohl auch mehr Umsatz machen...

Angebote "unter dem regulierten IC Tarif". Ahja, genau. Und der jeweils unterlegene Anbieter wird nicht zum Regulator gelaufen sein... Träum weiter und verbreite hier nicht krause Verschwörungstheorien...

Adolf Ogi
23
halbstaatliche Telekom

so lange die Republik über die ÖIAG größter Einzelaktionär bei der Telekom Austria ist, sollten alle staatlichen Behörden und Institutionen bei A1 bleiben. Wieso sollte man der piefkinesischen Konkurrenz von der eigenen heimischen Mobilfunkfirma ein Geschäft zukommen lassen.

Weltfremd ?
00
Wird dafür

etwas für den privaten Kunden billiger, nein. Also was soll das. Die Telekom macht die gleichen ungerechtfertigten Aktionen wie die Privatanbieter. Hier möchte ich an das Serviceentgelt erinnern, das als Eingriff in bestehende Verträge zu betrachten ist, unabhängig davon, was sonst darüber behauptet wird.

Mornaguia
00

es kann niemand einen bestehenden vertrag ändern - ändern die einen passus, haben sie ein sonderkündigungsrecht - keiner zwingt sie also, den vertrag weiterzuführen!

Weltfremd ?
00
Ja, das ist mir bekannt,

nur ist dies genauso eine unzumutbare Regelung, da damit jede Zusage eigentlich fragwürdig wird.

Clerence
00

wenn ich genug Geld hätte, würde ich auch einige Sachen gerichtlich aufheben lassen.

BK W. Shoyssel
03
völlig krank

Das komplizerte Vergabeunwesen gehört sofort abgeschafft. DAS wäre ein Beispiel für Verwaltungseinsparung!

Öffentliche Auftraggeber können nur mehr mit einem Riesenaufwand Vergaben durchführen und das mit langen Vorlaufzeiten. Das verteuert natürlich jeden Beschaffungsvorgang.

Und wenn es ein öffentlicher AUftraggeber endlich einmal schafft, ein Schnäppchen an Land zu ziehen, dann hebt das das Gericht auf? Das ist ja völlig krank!

Auch lustig
20
Genau! Freihändige Vergaben sollen wieder her...

damit uns so Sachen wie Buwog nicht mehr passieren. Damit man sich das unter Freunden wieder gut ausmachen kann.

BK W. Shoyssel
00
www.wien.gv.at/wirtschaf... derung.pdf

so lange das solche Blüten treibt und das ist nur ein winzigkleiner Teil der dabei entstandenen Bürokratie, ist es mir lieber es wird freihändig vergeben.

1. werden die Aufträge sowieso dem vergeben, der gewünscht ist. Es ist nur viel, viel aufwändiger. Da müssen erst kunstvoll die Leistungsdefinition, die Vergabekriterien und deren Bewertung maßgeschneidert werden.

2. Da sind auf beiden Seiten unzählige Sachbearbeiter damit beschäftigt, diese Camouflage und deren Bürokratie zu bewältigen. Dann ganze nur dafür geschaffene Institutionen, wie z.B. der Vergabekontrollsenat.

3. All das kostet viel Geld und: Zeit! Flexible Vergaben im Sinne von kurzfristig um einem dringenden Bedarf oder einer günstigen Marktsituation zu folgen sind unmöglich

Liberaler Atheist
11
???

In Österreich kann ein Gericht entscheiden, dass ein Anbieter zu billig anbietet? Soll das eine Anti-Dumping-Maßnahme sein?

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