Herren-Weltcup

Hirscher meistert die Piste in Zagreb am besten

5. Jänner 2012, 18:26

Dritter Saisonsieg für den für 22-jährigen Salzburger beim Slalom am Hausberg von Lokalmatador Kostelic, der Dritter wurde

Zagreb/Kroatien - Nach zuletzt drei sieglosen Antreten haben Österreichs Skiherren den Bärenberg in Kroatien zurückerobert. Marcel Hirscher verteidigte am Donnerstagabend bei schwierigen Verhältnissen dank "Freerider"-Qualitäten seine Halbzeitführung und setzte sich vor dem Deutschen Felix Neureuther (0,29 Sek. zurück) und dem Kroaten Ivica Kostelic (0,48) durch. Für Hirscher war es der dritte Saisonsieg sowie der sechste Erfolg im Weltcup überhaupt, er übernahm wieder die Führung im Gesamtweltcup.

Startnummernrennen

Im ersten Duchgang auf weicher Piste ein absolutes Startnummernrennen, waren die Verhältnisse im Finallauf eine Spur besser. Hirscher hielt dem Sturmlauf der Konkurrenz stand. Ivica Kostelic musste sich am 30. Geburtstag seiner Schwester Janica vor den Augen des kroatischen Präsidenten Ivo Josipovic, Premierminister Zoran Milanovic und 18.000 Zuschauern nach drei zweiten Plätzen dieses Mal mit Rang drei begnügen.

Der 22-jährige Hischer setzte eine große Attacke - und die machte sich bezahlt. "Es war ganz schön heftig zu fahren und am Limit zum Ausfallen. Aber das Risiko hat sich gelohnt. Ich gehe gerne Geländefahren und Tiefschneefahren, von dem her kommt mir das schon ein bisschen zu Gute", sagte der Salzburger, der das Rennen mag. "Es ist eine große Party, ich bin aber leider nie gut gefahren, das passt jetzt auch. Mir war klar, dass ich Vollgas geben muss", meinte Hirscher, der als Letzter am Start um die guten Leistungen von Kostelic und Neureuther wusste.

Im Gesamtweltcup hat Hirscher als Erster 525 Punkte auf dem Konto, der Norweger Aksel Lund Svindal folgt mit 456. Im Slalom ist Hirscher (260) hinter Kostelic (305) Zweiter. "Ich wollte heute gewinnen, auch die Pistenverhältnisse waren gut für mich. Aber heuer ist es schwer, ganz oben zu sein. Es gibt drei, vier schnelle Läufer, die immer vorne sind. Zum Gewinnen muss man diese Leute schlagen", sagte Kostelic. Den Druck beim Heim-Event verglich er mit einem Schladming-Rennen mit nur einem Österreicher am Start. Der zweitplatzierte Neureuther kam nicht ohne Fehler ins Ziel: "Es waren viele Löcher drinnen, da hat man lockere Haxn gebraucht. Marcel ist ein verdienter Sieger."

Großes Loch

Hirschers Coolness verhinderte ein ÖSV-Debakel. Mario Matt schied nach dem siebenten Halbzeitrang im Finale aus. Er hatte schon nach dem ersten Lauf gehadert: "Es ist brutal weich, ein paar Mal bin ich direkt eingebrochen. Nach Nummer drei hattest du nicht mehr viele Chancen. Es ist schon komisch, wir haben jetzt auch zwei Tage bei solchen Bedingungen trainiert, die Piste gespritzt und gesalzen, und bei uns ging es gut."

Manfred Pranger (Halbzeit-13.) und Benjamin Raich (14.) fielen im zweiten Durchgang noch weiter zurück, belegten ex aequo Rang 19. Raich sah "keine Chance" bei diesen Bedingungen, er erreichte aber die beste Platzierung in dieser Disziplin seit dem Comeback nach seinem Kreuzbandriss im Februar. "Es ist, wenn du nicht ganz vorne fährst, nicht so viel drinnen. So schlecht habe ich meine Fahrt nicht gefunden, aber die Zeit stimmt einfach nicht", erklärte der Pitztaler.

Beim den Damen-Rennen am Dienstag hatte die mit Salz behandelte Piste erstaunlich gut gehalten, bei den Herren brach sie im ersten Durchgang allerdings bereits mit Startnummer eins. Die Top-Vier nach dem ersten Durchgang hatten auch die Startnummer eins bis vier, ein Gewaltlauf gelang nur dem US-Amerikaner Ted Ligety, der mit 17 auf Rang sechs brauste.

"Er muss abnormal gefahren sein. Mit einer Startnummer unter fünf hat er Bestzeit", glaubte Reinfried Herbst, der nach Platz 15 im ersten Lauf versuchte, "das Beste daraus zu machen". Am Ende wurde es nach einem schweren Patzer im Finale unmittelbar hinter Christoph Dreier der enttäuschende 27. Rang. Ligety fiel auf 14 zurück.

Nicht ins Finale geschafft hatten es von den Österreichern Patrick Bechter (51.) und Marc Digruber (54.) sowie Rainer Schönfelder und Wofgang Hörl (beide ausgeschieden). Der Herren-Weltcup-Tross übersiedelt für Technikrennen nun nach Adelboden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 85
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Fernando Castro
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Das nächste Mal gewinnt der Fuchs vorm Wolf

und da Hirsch wird nur 3.er.

1116er
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Hirschers Coolness verhinderte ein ÖSV-Debakel.

doch benni wurde zweitbester!

die marlies wird ihn schon aufbauen: wenn du dir ein bisserl was bei mir abschaust und wenn der hirscher mal ausfällt, dann bist du wieder die nummer 1.

Poldi Schrumpl
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ich dachte der schönfelder wurde endlich aus dem kader gestrichen?

Wo woar mei Leistung?
03

Ich glaube, er ist inzwischen ein besserer Sänger als Schifahrer.

Schönfelder ist der sichtbarste Ausdruck dafür, wie das Slalom-Team inzwischen beieinander ist.

Pintinho
00

Jetzt kommen erst die steilen Hänge - die liegen dem Herbst/Pranger/Raich/Matt besser.

skip it
00
die oesterreichische schiwelt kann froh sein,...

...dass der knabe nicht fuer holland startet ;-)

donnydarko
 
00

Lass ihn erstmal 32/33 werden und wenn er dann kein Siegfahrer mehr ist dann wird er so wie Albrecht auch die Nation wechseln.

Tyler Durden
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bis dahin...

...sollte MH bereits soweit ausgesorgt haben, dass er das nicht mehr notwendig haben wird.
Ich halte ihn - in einer anderen Zielgruppe - für ähnlich gut vermarktbar wie Maier.

Und Albrecht war sein Leben lang kein Siegfahrer... ;-)

Der Sportexperte
 
00

Ich will ja nichts sagen, aber ... na ja.

Wo woar mei Leistung?
00

Cannondale27

Kontrahent1
02
Die erste Vernünftige

Absonderung Ihrerseits!

Björn Borg
03

na sind wir froh, dass ihnen endlich mal nicht mehr als "naja" auskommt.
Bei 2 österreichischen Slalomsiegern innerhalb von 2 Tagen nur zu verständlich.

captivity of negativity
10

Ich glaube Kostelic hat zu sehr angst auszuscheiden vorm Heimpublikum, als er umbedingt den Sieg will. Die paar Zehntel hätte er wohl bei jedem anderen Rennen wettgemacht.

gabren
00

DAS ist der andere Nick vom Sportexperten! :D

Pintinho
33

netter, erfrischender typ, der frei von hinterwälderischem, nationalen oldschool mief ist.

zukunft
18

Im Zentrum
das Giebelkreuz
vor leuchtendem Hintergrund

Poldi Schrumpl
00

paranoide zustände können mittlerweile recht gut behandelt werden.

zukunft
00

"paranoide zustände"

.... manche glauben noch immer
es geht ums Schifahren

steinibeini
 
52

depp

IncontinentIceweasel
01
Da hamma a Marcel ghabt!

frontside
04

Bravo Marlies ... Äh Marcel

Joe Dalton1
53

Ui, da werden die Preissn sauer sein - Österreicher schnappt dem Felix den Sieg weg. Die raunzen ja eh schon, dass beim Schispringen alles von den Österreichern geschoben ist.

dieter tafel
00

Der neureuther ist doch ein Bayer oder?

QUMI
31

Es denken nur die Österreicher, dass das Skifahren die allergrößte Weltsportart ist, auf die jeder neidisch ist.

Ist aber nicht so. Sie sollten mal aus Ihrem Loch rauskommen, dann würden Sie sich wundern, wie egal das der Mehrheit der Welt ist!

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