Katholik sei "moralischer Sieger" bei Vorwahl in Iowa, unterlag aber dem Mormonen Romney knapp
Vatikan - Die vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano"
hat sich anerkennend über den republikanischen Bewerber für das Amt
des US-amerikanischen Präsidenten, Rick Santorum, geäußert. Dieser sei
als "moralischer Sieger" aus der Urwahl im US-Bundesstaat Iowa
hervorgegangen, berichtete die Zeitung am Donnerstag. Der einstige
Senator aus Pennsylvania sei ein erklärter Anwalt für den Schutz des
Lebens und der Familie.
Während dem Besuch in einem christlichen College in Sioux Center stellte sich Santorum am Anfang dieser Woche den Fragen einiger Studenten und ließ dort unter anderem verlauten, dass seiner Ansicht nach noch kein Amerikaner aufgrund des Gesundheitssystems der USA gestorben ist. Studien aus Harvard zeigen allerdings, dass sich in den USA jährlich bis zu 45.000 Todesfälle durch eine bessere Gesundheitsversicherung vermeiden lassen würden.
Der praktizierende Katholik Santorum hatte die Abstimmung der
republikanischen Wähler in Iowa über den künftigen
Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei zusammen mit seinem
Mitbewerber Mitt Romney gewonnen. Beide erhielten jeweils 24,5
Prozent der Stimmen. Romney lag aber mit acht Stimmen vor Santorum.
Santorum hatte seinen Wahlkampf auf die Themen Glaube und Familie
konzentriert. (red/APA)