Leader Graz überlegt Teilnahme in Slowenien - Nach Innsbruck könnte auch Tabellenführer abwandern
Graz - Nach dem HC Innsbruck sieht sich ein weiterer österreichischer Eishockey-Zweitligist wegen der Ungewissheit über die Nationalliga-Saison 2012/13 im Ausland nach Alternativen um. Der ATSE Graz überlegt eine Teilnahme an der slowenischen Meisterschaft. Das gab der Tabellenführer der Nationalliga am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Innsbruck hat zuletzt bereits einen Aufnahmeantrag in die italienische Serie A1 gestellt.
Dornbirn soll laut Angaben der Grazer im Hintergrund an einer Teilnahme an der höchsten Spielklasse, der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL), arbeiten. Dazu steht die Schaffung einer Junior EBEL im Raum, die Farmteams in der Nationalliga obsolet machen könnte. "Dass die Nationalliga zu zerbröseln droht, scheint jedoch niemanden bei Verband oder Liga wirklich zu tangieren", kritisierte ATSE-Graz-Geschäftsführer Fritz Maier.
Sollte das Zustandekommen der Nationalliga-Saison 2012/13 nicht demnächst absehbar sein, werden sich die Grazer laut eigenen Angaben nach einem Plan B umschauen. "Wir werden in den nächsten Tagen Gespräche mit dem slowenischen Verband führen und die Möglichkeiten einer Teilnahme an deren Meisterschaft ausloten", erklärte Maier. Derzeit liegt der ATSE vier Punkte vor Innsbruck auf Platz eins. Dritter ist die VEU Feldkirch. (APA)