Kontaktaufnahme

Hunde erkennen "Vorboten" menschlicher Kommunikation

8. Jänner 2012, 20:15

Experimente zeigten: Fähigkeit der Vierbeiner ist ähnlich gut entwickelt wie bei Kleinkindern

London - Ungarische Forscher haben in einer Reihe von Experimenten nachgewiesen, dass Hunde "Vorboten" menschlicher Kommunikation ähnlich gut erkennen wie kleine Kinder dies tun. Die Vierbeiner reagieren nach einer Kontaktaufnahme über Sprache und Blicke stärker auf einen mit den Augen gegebenen Hinweis, berichten die Wissenschafter im Fachjournal "Current Biology".

Jozsef Topal und Erno Teglas von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest spielten insgesamt 61 Hunden verschiedene Videos vor. In einem wandte sich eine Frau demonstrativ dem Hund zu, sagte mit hoher Stimme "Hallo Hund" und blickte dabei direkt in Richtung ihres "Zuschauers". In einem zweiten Video fehlte die betonte Hinwendung, die Frau grüßte mit tiefer Stimme und ohne Augenkontakt. In allen Videos blickte sie anschließend auf einen von zwei Behältern, die rechts und links von ihr auf einem Tisch standen.

Blick und Ansprache entscheidend

Die Forscher erfassten die Augenbewegungen der Hunde. Diese folgten vor allem dann dem Blick der Frau auf den Behälter, wenn sie zuvor direkt angeschaut und mit hoher Stimme angesprochen worden waren. Andernfalls sahen sie mit gleicher Wahrscheinlichkeit zu den Behältern. Entscheidend sei die Art der Ansprache und der direkte Blick gewesen, berichten die Forscher. Ohne diese Faktoren erregte selbst eine bunte Signalscheibe am Kopf der Frau kaum die Aufmerksamkeit der Hunde. Ein Teil der Hunde ließ sich für keinen der Videofilme begeistern.

Ganz ähnliche Versuche seien bereits mit Kindern im Alter von etwa einem halben Jahr durchgeführt worden - mit den gleichen Ergebnissen. Auch kleine Kinder folgten der Blickrichtung eines Erwachsenen viel eher, wenn sie zuvor direkt angesprochen wurden, schreiben die Forscher. Hunde erkennen also menschliche Zeichen, die einer Kommunikation vorausgehen, ähnlich gut wie kleine Kinder, so die Schlussfolgerung der Forscher. (APA, red)

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Posting 1 bis 25 von 31
1 2
Bitte Bitte
00
13.1.2012, 23:29
Jetzt weiss ich endlich wie "Adressierung" richtig heißt:

Vorbote der Kommunikation.

Funktioniert auch bei Vorträgen. Sie fesseln zuerst das Publikum durch Augenbindung, falls nötig jeden einzeln und wenn Sie sie dann haben, schauen Sie einfach Richtung Fenster und der ganze Saal schaut mit.

Funktioniert auch mit der Polizei: Augenbindung herstellen und auslenken. Aber die haben natürlich NLP d'rauf.

Wenn ich dann auch noch die Stimme vorboten-der-kommunikationsgerecht einsetzen darf, dann brauche ich ja nur mehr: "Hallo Dienstmann" rufen.

... und dass ich einen Hund adressieren kann, nachdem er genetisch seit ca. 100.000 Jahren und sozial von der 5-12 Woche an auch im Umgang mit fremden Menschen geprägt ist und er sich auch mit dem Wort "Hund" angesprochen fühlt, nehme ich schon auch an.

holzdieb
21
12.1.2012, 13:26

katzen sind blöd.

caracal
00
17.2.2012, 22:00

wie bitte?

higgs - wozu?
13

hunde sind telepatisch talentierter als wir - werden auch nicht von ihrem intellekt blockiert, wie wir das werden, sondern bestehen nur aus bewußtsein bzw. instinkt - rupert sheldrake hat da interessante versuche gemacht

woifee 0.0
11
10.1.2012, 11:57

Yep, kann ich bestätigen, wenn ich sturz betrunken bin werde ich auch nicht durch meinen Intellekt behindert und folge auch meinen Urinstinkten. In diesem Zustand habe ich mich schon des öfteren mit unseren Hund telepatisch unterhalten. Dabei habe ich herausgefunden er mag die Farbe #ff2259, er mag Apfelmus und steht auf HipHop.

<\Ironie>

Ihnen dürfte es sogar nüchtern möglich sein telepatisch eine Unterhaltung mit Hunde zu führen, sei es nur eine Frage des Intellekts :D

trollkind
01
10.1.2012, 10:24
empathisch?

... scheint mir der bessere ausdruck zu sein ...

lg
dein trollkind

der junge unter den blättern
01
10.1.2012, 12:00

nein, telepatisch passt meiner meinung nach ganz gut. :)

aber sicher
 
00

in ungarn wird gerade der hund neu erfunden...

Lilith Boessse
 
71
immer wieder eine wohltat,

hunde und kinder auf eine stufe zu stellen!

opryde
01
10.1.2012, 10:39

hier werden kinder und hunde nicht auf eine stufe gestellt, sondern deren auffassungsgabe was sprache angeht. da ich "beides habe" kann ich das oben geschriebene vollinhaltlich unterschreiben.

Maria Lacina
15
du ..

.. weisst aber schon, dass du (wie jeder Mensch) zu 98,7% die gleiche Erbsubstanz wie ein Schimpanse hast?

Zinsenfeger
21

...und Sie kommunizieren deshalb mit den Kindern im selben Wortlaut?
*Platz* sag ich da nur.

trollkind
01
10.1.2012, 10:26
wohl kaun,

aber hunde und (menschen)kinder brauchen klare regeln, liebe und dürfen niemals geschlagen oder angebrüllt werden.

lg
dein trollkind

Maria Lacina
03
klar, ..

funktioniert hervorragend!

opryde
09

... und jeder hundehalter wird jetzt mit der schulter zucken und sagen "und? was ist daran neu?"

-Lachsfilet-
02

Mensch auf der einen und Tier auf der anderen Seite ist ganz klar Schwachsinn. Ich finde sowieso, dass der Werkzeuggebrauch bzw. Heimbau mancher Tiere mit unserer steinzeitlicher Entwicklung zu vergleichen ist.
Aber zum Thema:
Was die Kommunikation zwischen Mensch und Tier angeht ist sicher wesentlich mehr dahinter, als viele sich eingestehen wollen.
Meine Katzen können mir auf eine Hand voll Fragen mit "Ja ich will" (Miauu-maunz-bruu) oder "nein, jetzt nicht, aber danke" (kurzes Aufhorchen und vielleicht ein bisschen schmiegen) beantworten. Stark vereinfacht natürlich...
In die andere Richtung funktioniert die Kommunikation sogar noch besser ;)

Neuer Nick neues Glück
42

Das mit deinen Katzen ist reine Einbildung.

-Lachsfilet-
02

Nope, unter garantie nicht.

Neuer Nick neues Glück
31

Deine Katzen verstehen also Deutsch.
Aha.

-Lachsfilet-
03

Ja, die paar Begriffe, die ich in bestimmten Situationen benutze schon.
Terrasse?, Hunger?, Nein!
So wie ich die Aufforderungen für Terasse, Hunger und "Bitte lass mich ins Schlafzimmer" auf Kätzisch verstehe.
Das sind ganz primitive Verständigungsformen, aber es ist dennoch Kommunikation zwischen Mensch und Tier.

mad as hell
00
(Teil 1)

Da sollte man aber nicht zuviel hineininterpretieren. Das sind bestimmte Verhaltensformen, die sich als wirksam erwiesen haben und deshalb wiederholt werden, um unmittelbaren Bedürfnissen nachzugehen.

Eine Form von Informationsaustausch ist es schon, aber extrem primitiv. Egal ob die Katze raus, etwas fressen, Zuwendung, etc. haben will, wendet sie dieselben Verhaltensmuster an, die sie sich eingeprägt haben. Ob sie dazu Laute von sich gibt, oder sich einfach nur direkt vor den Fernseher, oder auf die Zeitung die man gerade liest setzt, ist exakt derselbe Ausdruck, um etwas zu erwirken (was Mensch dann oft erst herausfinden muss, was sie eigentlich will).

-Lachsfilet-
02

Ad Teil 1:
Sie schildern Situationen in denen die Katze etwas durch erlernte Verhaltensmuster erreichen will. (Katzen unter sich miauen nebenbei wesentlich weniger als wenn sie unter Menschen sind).
Ich schildere allerdings Situationen in denen ich der Katze etwas anbiete.
Das ist z.B. Morgens die Frage (mit höher gestellter Stimme) "Terasse?!"
Beide Katzen (die eine mehr als die andere) wissen, dass ich ihnen anbiete die Terassentür zu öffnen. Bei Interesse wird zur Tür gelaufen, bei desinteresse eben nicht.
Fakt ist, dass zwischen "Terasse?!" und "Hungi!?" unterschieden wird. Sie verstehen was ich meine.
Klar kann das als Konditionierung abtun. Man kann es aber auch als eine frühe Form von Intelligenz verstehen.

opryde
00
10.1.2012, 10:43

in diesem fall hat es eher weniger mit "verstehen" zu tun, denn mit "das ist sonst auch so, ich erwarte es, der kann auch 'gackifurz' sagen, ich will jetzt raus!".

mad as hell
11
(Teil 2)

Sie anthropomorphisieren da eben dieses Verhalten. Für Sie bedeutet es sicher "Ja ich will", oder "nein, jetzt nicht, aber danke". Für die Katze aber nicht, die denkt sich das nicht und man kann das Verhalten der Katze dann nicht einfach in Menschensprache übersetzen. Die Katze bräuchte ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und eine Sprache, um solche komplexen Begriffe wie "Ich", "jetzt (nicht)", "Bitte", oder "Schlafzimmer" verwenden zu können.

Wenn sie das könnten, hätten sie schon längst eine eigene Kultur und kein triebgesteuertes Verhalten mehr. Es sei denn, sie sind so intelligent, dass sie sich dachten "Warum die Mühe? Halten wir doch Menschen als Haustiere, die sich um alles kümmern, uns füttern, pflegen und Zuwendung geben." ;)

-Lachsfilet-
04

Ad Teil 2
Die verhältnismässig komplexen Begriffe wie "Danke", "Bitte", "Jetzt nicht" habe ich eigentlich gewählt um meinem Text ein wenig Würze zu verleihen. Mir ist selbstverständlich klar, dass eine solche Interaktion definitiv nicht möglich ist.
Genauso wie klar ist, dass "Terasse" für die Katzen eben nicht Terasse in unserem Sinne bedeutet. Auch hat "Hungi" für die Katze nichts mit Hunger als Bedürfnis zu tun, sondern letztlich irgendwas mit Nahrung.. Die intensivität der Reaktion der Katze hängt aber letztlich doch von ihrem Hunger ab.
Verstehen sie mich also nicht falsch - Ich behaupte nicht mit Tieren sprechen zu können.
Ich beharre allerdings fest auf dem Standpunkt, dass es Grauzonen zwischen dem Mensch-Sein und Tier-Sein gibt.

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