Sparpaket

ÖVP will bei Pensionen, ÖBB und Förderungen kürzen

5. Jänner 2012, 15:24

Volkspartei denkt aber nicht über neue Steuern nach - Will bis 2016 14,5 Milliarden einsparen

Die Politische Akademie der ÖVP liegt im Bezirk Meidling, an der Grenze zum Schloss Schönbrunn. Hierhin haben sich die ÖVP-Regierungsmitglieder am Donnerstag zu einer Klausur zurückgezogen. Thema der Sitzung: Das ÖVP-Papier für die Verhandlungen zum Sparpaket mit der SPÖ. 

Große Neuigkeiten hatte aber Parteichef Michael Spindelegger, flankiert von seinen Regierungskollegen und Beamten-Chef Fritz Neugebauer bei der Pressekonferenz nicht zu präsentieren. Wie bisher schon bekannt, will die ÖVP ohne eine Steuererhöhung die in den nächsten fünf Jahren notwendigen Einsparungen von 10 Milliarden erreichen. Deswegen habe man über Steuerfragen erst gar nicht geredet - so Spindelegger. "Wir übererfüllen mit unserem Paket die 10 Milliarden Einsparungen", sagt der Außenminister, ohne jedoch auf Nachfrage genauere Zahlen bekannt zu geben. Diese Berechnungen will die ÖVP zunächst dem Koalitionspartner SPÖ vorlegen.

Einsparen will die ÖVP vor allem in sechs Bereichen: Bei den Pensionen, bei der ÖBB, im Bereich der Förderungen und der Gesundheit, sowie bei der Verwaltung und beim Beamtendienstrecht. Laut den Berichten von "Krone" und "Kurier" ortet die ÖVP allein im Bereich der Pensionen 2,6 Milliarden Euro Einsparungspotenzial, insgesamt wolle die ÖVP bis zum Jahr 2016 14,5 Milliarden Euro einsparen, so die Tageszeitungen.

Pension, Bahn und Subventionen

Bei den Pensionen will Spindelegger der SPÖ insgesamt 25 Maßnahmen zur Kostensenkung präsentieren. Primäres Ziel ist, das tatsächliche an das gesetzliche Pensionsantrittsalter heranzuführen. Bis 2020 will Spindelegger das tatsächliche Pensionsantrittsalter um vier Jahr angehoben wissen. Reduzieren will die ÖVP die Ausnahmen und Sonderregelungen, ein System soll weitestgehend für alle gelten. Zusätzlich fordert Spindelegger: "Es muss auch ein Bonus-/Malus-System geben." Straffere Regelungen will die ÖVP auch bei der Invaliditätspension.

Einsparungen fordert die Volkspartei auch bei der ÖBB. "Wir brauchen auch für die ÖBB eine Schuldenbremse", so der Parteichef. Die Volkspartei will auch bei den Infrastrukturprojekten der Bundesbahn "Redimensionierungen" vornehmen. Welche Bauvorhaben jedoch genau überdacht gehören, wollte Spindelegger nicht sagen.

Im Bereich der Förderungen sieht Spindelegger "Effizienzmöglichkeiten". Im Bereich der Subventionen hält Spindelegger eine Kürzung von 15 Prozent für möglich. Dies soll auch den Agrarbereich betreffen. Vor allem auf die Transparenzdatenbank setzt Spindelegger hier große Hoffnungen, es bräuchte eine "Neue Förderpyramide", so Spindelegger.

Verhandlungen bis Februar

Bei den Beamten hält Spindelegger am Ziel des Aufnahmestopps fest, besonders bei den ausgegliederten Bereichen sieht er Einsparungspotenzial. Jedes Ressort solle nun überprüfen, wo Einsparungen möglich seien. Damit zeigte sich auch Neugebauer zufrieden. Zu überprüfen ob Einsparungen über den gültigen Stellenplan hinaus möglich seien, sei durchaus üblich, meinte der zweite Nationalratspräsident.

Im Gesundheitsbereich will die ÖVP auch einsparen, hier ortet Spindelegger vor allem Potenzial bei den Spitälern, Krankenhäusern und Ambulanzen. Im Bereich der Verwaltung sieht Spindelegger im Bereich der Lohnverrechnung, der Personaladministration und der Schaffung einer gemeinsamen Verwaltungshochschule Möglichkeiten die Effizienz zu erhöhen.

Die Volkspartei will nun möglichst rasch mit dem Koalitionspartner SPÖ verhandeln. Spindelegger: „Wir brauchen ein Gesamtpaket bis Ende Februar." Auf einen genauen Zeitplan wollte sich der Vizekanzler aber nicht festlegen. (seb, derStandard.at, 5.1.2012)

Kommentar posten
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Herr Mag. Quasi Modo
01
also bauern mit einem ..

... bewirtschafteten landbesitz von ca 114 hektar - pauschalieren ihren "gewinn" - entsprechend zahlen die herrschaften halt defacto zero steuern ... plus die bauernkinder kriegen serienmässig höchststipendium ...

... übrigens der 8. bezirk in wien hat 109 hektar - nur so als relation ..

libera
01

die politiker sollen sich ihre eigene pension derart kürzen, daß sie erst nach 40 jahren in der politik und 40 beitragsgedecten jahren pensionsberechtigt sind
und dann in der höhe der ö. durschnittspensionen
denn leisten tun sie ja nicht einmal durchschnittliches

fredi 1990
01
26.1.2012, 12:05
SCHWINDELEGGER wir glauben dir nicht!!!!

Sparen - ja! Aber nur bei den anderen!

erxxich
02
Dear Friends !!!

Spart bei Eurem Klientel, bei den Parteien, Politikern und Beamten (sowohl Bund als Gemeinden) aber lasst die Hände von den ASVG'lern, den wir wurden als EINZIGE schon genug geschröpft und werden und wehren !!!

s füdla voll arbat
02

Vor lauter Wollen versäumen sie noch das Sparen. Nullen, lauter Nullen!

EuroExpert
64
bahn

ist auch richtig, es gehört bei den öbblern endlich mal was getan. ich kenne etliche fälle die mit 45 (!!!) in frühpension gingen ! sowas kanns ja wirklich net sein !

libera
01

und bei der post ebenfalls
und warum? damit sich die pülcher vom dadurch erschlichenen gewinn die millionen nach liechtenstein, cayman inseln, zypern, etc gegenseitig zuverschieben können!

super cat
01

Es wäre aber angebracht oben anzufangen, nicht unten. z. B. bei Lichtgestalten wie diesen Huber, der eine ÖBB Immobilie an seine eigene Ehefrau verkaufte und dann um ein vielfaches zurückkaufte.

KTC
03
Natürlich muss da hingegriffen werden ...

aber die große Schweinerei sind die Agrarsubventionen mit 3600 Millionen (siehe unten) aber da willst du nicht hingreifen, weil Du aus dem VP-Stall bist, stimmts?

erxxich
00
ImJahre 2010 zahlten 170.000 Bauern 45 Millionen Einkommenssteuer !!!! Noch Fragen !!!????

Quelle: Der 'grüne Bericht'
-
Zusatzinfo: Für 3,2 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Grundfläche (ohne Wald) war das Grundsteueraufkommen € 27 Millionen

libera
00

durchschnittlich steigen die einkommen der bauern um das mindestens 3fache im vergleich mit den arbeitnehmern
uns gehts guit - höre ich immer wieder

erxxich
01
Auch die Steuerprivilegien der Bauern gehören dazu !!!

Curd Hombre
07
stimmt

Lustigerweise gibts das bei den Bauern auch zu Häufig.

Android1337
20

Richtig, von den Bauern ist ja bekannt, dass sie ein besonders gemütliches Leben führen. Sie stehen erst am späten Vormittag auf und legen sich dann in die Sonne. Die meiste Zeit verbringen sie überhaupt im Urlaub auf den Malediven.

Curd Hombre
00
Nein - schau....

....wenn jemand derart bedient ist, dann soll er in die Frühpenion gehen - ob bauer, ÖBB ler oder sonstwas!

Es gibt auch bei den ÖBB echet Sch**+ hackn (Verschub bei gewitter usw)

Nur ebenso wie bei den ÖBB hat sich da in der Landwirtschaft ein system breitgemacht, was so nicht sein soll.

Da wird der Hofbesitzer einfach frühpenioniert und wirtschaftet muter unter dem Namens eines Nachfolgers weiter!

KTC
02
Du sollst nicht alles glauben was der Onkel Erwin so erzählt!

Die große Schweinerei sind die Agrarsubventionen mit 3600 Millionen (siehe unten) aber da willst du nicht hingreifen, weil Du aus dem VP-Stall bist, stimmts?

horseoncowboy
00
es sind keine politiker mehr sondern mangelverwalter

die uns regieren. einzig ihren lobbys verpflichtet ideologisch am rechten rand und ohne visionen wie die zukunft gestalltet werden soll. eine loosertruppe die nur im politischen ränkespielen und intrigen geübt ist
und denen verantwortungsvolles politisches handeln fremd ist.

SIM
015
Die Bauern mit 3,6 Mrd Euronen subventioniert!!!!

Der Wert aller ihrer Produkte und Leistungen zum BNP beträgt nach Weltmarktpreisen aber nur 2,3 Milliarden Euro!

Wir könnten also auf unsere Furchenprinzen und ihre "Arbeit" komplett verzichten, gleich viel in der Regalen haben und noch1,3 Mrd Euro einsparen!

Und die größte Frechheit:

Wir subventionieren diese Leute mehr als ihre Produkte überhaupt wert sind und müssen dann noch einmal für das Klumpert in den Geschäften zahlen!!

Das heißt, wir zahlen den 2,5fachen Preis des tatsächlichen Wertes (Subventionen+Kaufpreis)

Und da wollen nun die Schwarzen um 15% reduzieren !

Dann zahlen wir nur den 2,35fachen Preis!!

Toll, die ÖVP weiß wie man der ehrlich arbeitenden und Steuer zahlenden Bevölkerung das Fell über die Ohren zieht!

J. Reichhart
09
die övp denkt nicht über neue steuern nach ...

jaja, ausser kirchensteuer für konfessionslose oder orf-zwangsgebühren für jeden, egal ob er den dreck empfängt oder nicht!

övp eben.

vincent preis
11
schüssel hat schon die pensionen gekürzt

jetzt kommt der nächste övpler daher, der weiterkürzt.
wenn, dann müsste der gerechtigkeit halber auch in die altpensionen rückwirkend eingegriffen werden.

Lösungsfreund
00
Ich habe es befürchtet ...

Der Budgetentwurf für 2012 sieht ein Defizit von 9 Mill. EUR in EINEM Jahr vor. Die Spitze der ÖVP freut sich, gleich am Jahresbeginn diskutierbare (Neugebauer!) 14 Mill EUR in FÜNF Jahren gefunden zu haben und glaubt damit das Problem schon gelöst zu haben.

Mein großes Beileid,
Du vielgeliebtes Österarm

takashimaya
03

Natürlich läßt sich Geld bei den Pensionen einsparen.
Aber das wird halt auf Kosten der Arbeitslosenversicherung gehen. Zwischen der niedrigen Arbeitslosenrate und dem niedrigen Pensionsantrittsalter gibt es halt einen Zusammenhang.

Jowanni
00
das beste daran, es ist kein nullsummenspiel

da kann echt geld gespart werden. denn das ams zahlt nicht ewig, bald schon ist man auf mindestsicherung und kann sich alle paar wochen anmaulen lassen warum man noch keinen job hat.
und mindestsicherung ist viel billiger als pension. ev. auch noch die höhe der tatsächlichen pension dadurch vermindert (ein 2. mal gespart).
und der druck am arbeitsmarkt wächst, die löhne werden sinken, die gesellschaft entsolidarisiert sich (super jetzt kann noch einiges andere eingespart werden, da keiner mehr wegen anderen auf die straße geht)
und wer gewinnt? das gesundheitssystem? nein. die bildung? nein. övp klientel? ja.

Stbo
 
02

Ganz meine Meinung. Man kann die nicht zu beschäftigenden Leute nur früher pensionieren (hs. Beamte und ÖBB) oder in die Arbeitslose schicken.
Aber wie wäre es, wenn Unternehmen 40-Jährige nicht schon zum alten Eisen zählen und beschäftigen würden. Viele wollen haupts. 25Jährige mit kleinem Gehalt aber den Kenntnissen eines 50-Jährigen. Aber dann sind natürlich die Arb.Nehmer schuld und die Roten!!

Chris-08
04
Wieso keine Verwaltungsreform?

Aber eine ordentliche: So wie Dänemark - keine Gemeinde unter 20.000 Einwohner. Damit würden bei uns auch die Bezirke weg fallen.

Damit der Weg zum Bürgermeister nicht so weit ist: "Ortskümmerer" einführen, meinetwegen wählbar aber poltisch keine Macht (braucht auch keine Partei).

Meiner Meinung nach würde ein so radikaler Ansatz besser funzen als ein kleiner, weil damit eben alle umdenken müssen und nicht Gemeinde A an B "angeschlossen" wird.

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