Katastrophengebiet

Japan plant von Robotern bewirtschaftete High-Tech-Farm

5. Jänner 2012, 14:30

Vollautomatisierter landwirtschaftlicher Betrieb in der vom Tsunami besonders schwer betroffenen Präfektur Miyagi

Tokio - Japan plant in dem vom Erdbeben und Tsunami vom März verwüsteten Gebiet eine futuristisch anmutende High-Tech-Farm: Automatisierte Traktoren bestellen die Felder, Roboter ernten Weizen, Obst und Gemüse und verpacken die Lebensmittel in Kisten. Noch in diesem Jahr solle mit den ersten Planungsarbeiten vor Ort für das "Dream Project" in der Präfektur Miyagi begonnen werden, sagte ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums am Donnerstag. In den kommenden sechs Jahren sollen demnach vier Milliarden Yen (40 Millionen Euro) in das Projekt fließen.

Durch das Erdbeben und den folgenden Tsunami am 11. März kamen nach neuesten Angaben mehr als 19.000 Menschen ums Leben. Riesige Gebiete im Nordosten Japans wurden verwüstet, Miyagi war eine der besonders betroffenen Präfekturen. Rund 24.000 Hektar Ackerland wurden durch Salzwasser oder Öl verschmutzt oder in Folge der Atomkatastrophe von Fukushima verseucht. Die Katastrophen waren daher auch für die japanische Landwirtschaft ein schwerer Schlag.

Neue Perspektiven

Mit der 250 Hektar großen High-Tech-Farm will das Agrarministerium den Bauern des Landes neue Perspektiven bieten. Örtliche Bauern sollen die landwirtschaftliche Arbeit leiten. Mit an Bord geholt werden sollen auch Technologiekonzerne wie Panasonic, Fujitsu, Hitachi und Sharp. Die Wirtschaftszeitung Nikkei berichtete, zähle man private Investoren hinzu, könne das Projekt eine Größenordnung von umgerechnet 100 Millionen Euro erreichen.

Die Farm soll auch eine umweltfreundlichere Landwirtschaft ermöglichen. Laut Nikkei sollen von den Arbeitsmaschinen ausgestoßenes Kohlendioxid aufgefangen und den Pflanzen zugeführt werden, um deren Wachstum zu beschleunigen. Damit ließe sich auch der Einsatz von Düngemitteln reduzieren. (APA, red)

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Dr. Ehrlich
00
16.1.2012, 17:18
ist dort alles so verstrahlt, dass kein mensch mehr arbeiten kann?

Burgess Shale
01
12.1.2012, 12:46

Auch ein zukunftsweisendes Konzept für den Alpenraum, siehe Piefkesaga 4. Teil ;)

kassandra86
10
40 mio euro. Wenn das in österreich wäre

Dann würde das gleiche 400 mio kosten weil die ösis zu dumm sind und weil alle freunderln mitschneiden wollen.

Hans-Peter Dollhopf
00
Japan wird seinen technologischen Vorsprung

auf den Gebiet der Robotertechnik damit weiter ausbauen. Nicht die Agrarerzeugnisse, sondern die "Roboterbauern" sind für den Weltnarkt.

WRN
52

Ja klar... die örtlichen Bauern betreiben das ganze ?!?!

Wird wohl eher so aussehen dass 20 örtliche "Quotenbauern" an einen PC gesetzt und eingeschult werden um dieses Versprechen einzulösen währrend die anderen dann eh keine Bauern mehr sind und schon gar nicht mehr "örtlich". Woher sollen die bauern denn die Ausbildung nehmen um neuste SOTA-Roboter zu betreiben?

Eine unglaubliche Ausbeutung der Gegend und ein wahnsinniges Horror-Szenario für die Welt an sich.

Nur weil wir etwas tun KÖNNEN heißt das noch lange nicht dass wir es auch sollten. Wenn wir Bauern zu 99% durch Roboter ersetzten können... wann kommen die Bauarbeiter, die Techniker, die Ingenieure, die Polizisten?

...und was sollen wir Menschen dann noch machen?

Franz Josef Lolinger
11

Der Mensch wird dann die Maschinen reparieren und überwachen oder putzen - und die Arbeit wird anstrengend und schlecht bezahlt sein. Diejenigen wenigen, die dann von der Arbeit den Profit einstreichen sitzen nur faul auf ihren Jachten und vertreiben sich die Zeit mit N***** und Schnaps. Also eingentlich wie schon seit Urzeiten...

unschuldsvermuter
00
N*****

Nikotin?

Franz Josef Lolinger
00

*utten!

Shadow
05
...und was sollen wir Menschen dann noch machen?

was immer uns beliebt.

das war eigentlich mal der sinn von technologie, dem menschen die arbeit zu erleichtern.
es braucht schon jetzt für die meisten manuellen arbeiten keine menschen mehr. allerdings hat auch hier die technische entwicklung nicht mit der geistigen mitgehalten. wir sehen zwar alle das die arbeit von maschinen erledigt wird, aber die konsequenz zu akzeptieren das der mensch dann andere dinge machen kann, ist nach wie vor unmöglich.

solange man arbeit als selbstzweck betrachtet ist die zunehmende automatisierung natürlich eine bedrohung. hoffentlich schaffen wir es rechtzeitig umzudenken.

Herr Plumm
00
13.1.2012, 16:17

es muss halt dann alles mal gratis, jedem zur verfügung stehen.

worry1
33
Radioaktives Öl-Salzgemüse ist ja sicher urgesund!

Die Atomlobby leistet in den letzten Monaten ja wieder tolle arbeit zur Verblödung der Massen.
Die gehen echt über Leichen für ihren Gewinn.

erebos
00

kraftstoffe? rohstoffe? ....

khaleb
03
na die Roboter bauen an, die Roboter ernten und ..

die Roboter fressen das Zeug auch !

Gerhard Ingolf
06
Informieren

Man könnte sich schon informieren, bevor man Blödsinn schreibt! Die radioaktive Kontaminierung spielt in einem Küstenabschnitt von vielleicht 20km eine Rolle, verwüstet wurde aber eine Küstenlinie von einigen hundert km. Natürlich gehört es zu den ersten Aufgaben, die Verseuchung der Böden mit Meerwasser und den ach so gesunden Ölrückständen zu bekämpfen. Bisher konnte nur auf ca. 20% der Fläche überhaupt der Schutt weggeräumt werden - hat im Großteil der Gebiete absolut nichts mit den Reaktoren zu tun!
Oder denken Sie auf Böden, die von Salzwasser mit Ölrückständen überflutet wurden kann man sofort wieder anbauen, nur bei radioaktiver Kontaminierung muss man dekontaminieren?

unschuldsvermuter
00

das hört die anti-atom lobby jetzt aber nicht gerne.

Darius Minor
03
Das war fuer den durchschnittlichen westlichen Zeitungsleser

schon 90% zuviel Information. Wo bleibt denn da der Skandal?!?

e_Neutrino
 
50
Natürliche biologische Entsorgung über,...

.
(un)freiwillige Probanden, äh... (vorwiegend) an japanischen Konsumenten, was die noch verbleibende Radioaktivität der vor Ort geernteten Lebensmittel über solche Roboterfarmen erwarten lässt,... welches nunja, statistisch gesehen nahezu harmlos erscheinen lässt,... ein Japaner hält halt viel aus und neue Erkenntnisse über die Lebensmittelproduktion mittels solcher High-Tech-Roboterfarmen braucht die Menschheit nun mal, und kommt auch bald nach Europa,.. ist versprochen,...;-)

Miyagi, der ideale Ort für eine fette Ernte?: http://you-measure.com/index.php... ort=Miyagi

Maps of Radiation (Japan): http://blog.safecast.org/maps/
http://www.targetmap.com/viewer.as... ortId=4870

... muss wohl ein dreistes Experiment sein, oder?

hirn mit ei
 
41
waere es nicht besser

nach so einer katastrophe den leuten arbeit zu geben statt zu nehmen?

Fredl Huber
17

genau! stürmt die maschinen! wie viele neue arbeitsplätze könnte man schaffen, wenn z.b. alle mähdrescher abgeschafft und massenweise sensen verteilt würden!

Franz Josef Lolinger
00

Sensen find ich stressig! Dann lieber Mähdrescher putzen!

Michael Palomino
50
Wo sind die Strahlen-Babys?

Das ist doch alles unbedenklich, sagt die Regierung, so lange die Strahlen-Babys fehlen. Aber die Strahlen-Babys von Fukushima (analog zu den Strahlen-Babys im Irak durch die Uranmunition), diese Strahlen-Babys fehlen bis jetzt eben in Fukushima. Wieso denn wohl? Ist da ein Informationsverbot?

Wer will das wissen?
00
verstehe ich jetzt nicht...

wie geht denn das: das gebiet ist sowohl durch salzwasser, öl als auch radioaktiv verseucht. was wächst denn da, und vor allem: wer soll diese lebensmittel essen, egal wie die produziert werden? müssen die nicht zwangsweise auch verseucht sein?

ANNOnymus
27

Radioaktiv verseucht , sie sind mir einer die Strahlung ist minimal und mal abgesehen von dem gebiet das in einem radius von 2 km vom reaktor ist würde ich dort sicher auch gerne Pilze essen.

zumal ddie schäden in spätestens 2 Jahren alle Verschwunden sind (vermutlich wesentlich früher ) die Japaner sind was das angeht ein wunder an sich .

Ich finde die Idee mit der Roboterfarm super , ich kann mich an eine Diskusion in einem Astronomieforum errinern bei der Berechnet wurde das man mit einem Hochmodernen state of the art Agrarbetrieb theoretisch 5-15 mal so Flächeneffektiv sein könnte wie normale Farmen .

Thats the Future !

what shells
00
Und was mach ich dann mit dem ganzen Zeugs?

Heute schon ist in Ö das Bewirtschaften teurer als sich das Korn einfach zu kaufen.
Deshalb ja die EU Förderungen, damit nicht jeder Landwirt seine Felder verludern lässt und sich das billigere Getreide einfach kauft.
Also wenn heute schon zu viel von dem Getreide da ist, und wir es weder verheizen dürfen (weil moralisch bedenklich) noch jemand den Transport in die dritte Welt finanziert (weil wo kommen wir denn da hin) ... was machne wir dann mit den so effizient produzierten Gütern ?!?

ANNOnymus
00

Weniger fürs Endprodukt Zahlen ?
Mehr Raum für Siedlungsflächen schaffen ?

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