Was das neue Jahr für Radfahrer bringen soll

Ansichtssache | 9. Jänner 2012, 10:04

"Micky-Maus"-Radstreifen den Garaus machen - Vom Erdöl unabhängiger werden - Nie wieder "Aktion scharf" gegen Radfahrende - Wünsche der Lobbys und Aktivisten für 2012

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foto: derstandard.at/tin/pid heintschel

Wien zur Velo-City machen

"Ich möchte im Jahr 2012 einen guten Schritt weiterkommen, Wien zu einer Velo-City zu machen", plant der Wiener Radverkehrsbeauftragte Martin Blum. "Ein Ziel der Radagentur ist es Lust aufs Radfahren zu machen, die Wiener dazu einladen immer öfter auch das Fahrrad für die alltäglichen Wege zu nehmen. Als Anlaufstelle zum Radfahren wird es im Jahr 2012 von April bis Oktober das 'Rad-Haus' gleich gegenüber vom Rathaus geben. Wir werden dort Informationen, Workshops, Themenwochen und Fahrradflohmärkte anbieten. Das Miteinander und ein entspanntes Klima im Straßenverkehr ist mir ein großes Anliegen im Jahr 2012. Wenn wir im Straßenverkehr den anderen öfter mal ein Lächeln schenken, wäre das schon ein großer Beitrag."

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Veränderung ist bereits erkennbar..

da schon zweistellige Umsatzrückgänge bei den Erdölfahrzeugen feststellbar sind und die Anzahl an Elektrofahrrädern zunimmt. So dürfte auch der Spritpreisanstieg eingebremst sein, obwohl der Eurokurs wieder im Fallen ist.
Diejenigen, welche sich Sorgen machen, wegen des benötigten Stromes für EVs, sollten lieber daran denken, dass sie sich den Sprit bald nimmer leisten können!

Ich wünsche mir ferner...

eine zeitgemäße Adaption der STVO zum Thema Kindertransport auf dem Fahrrad. Die Beschränkung auf "hinter dem Fahrer" ist nicht mehr zeitgemäß. Es gibt eigene Transport-Fahrräder, in der die Kinder in einer Kiste bzw. Kabine vor dem Fahrer mitgeführt werden:

http://velocompany.de/produkte/bakfiets/
http://velocompany.de/produkte/... la/family/
http://velocompany.de/produkte/triobike/
http://velocompany.de/produkte/winther/

Das der Kindertransport mit solchen Fahrrädern hier in Österreich verboten ist, ist ein Zeugnis für die Engsichtigkeit/Rückständigkeit unserer Gesetzgeber.

Ich wünsche mir...

eine radfahr-freundliche Verbindung zwischen Karlsplatz und Kennedybrücke:

* konsequente Trennung von Radfahren und Fußgängern,
* keine endlose Rotphase bei der Reinprechtsdorferbrücke,
* kein Zick-Zack-Kurs mit starkem Fußgänger-Verkehr bei der U-Bahn Station Längenfeldgasse,
* keine endlose Rotphase bei der Fabriksbrücke (Ruckergasse)
* und wieder mal: kein Zusammenpferchen von Radfahrern und Fußgängern in Höhe Fabriksgasse
* Ausbessern des Bodenbelags der Rechten Wienzeile zwischen der Rotenmühlgasse und der Grünbergstraße,
* abermals kein Zusammenpferchen von Radfahrern und Fußgängern zwischen Grünbergstraße und Schloßallee

Diese Punkte zeigen mir als Radfahrer, dass ich von der Stadtverwaltung bisher nicht ernst genommen wurde...

Fehlt noch:

Fahrradkompatible Bim/U-Bahn auch zu Stoßzeiten
Freifahrt für das Rad!

Eine funktionierende Kombination Öffi+Rad könnte m.E. viele zum Umsteigen bewegen!

Bim * Fahrrad

Wozu mit dem Radl in die Bim? Wennst' nicht selber fahren kannst, kannst ja das Radl zu Hause lassen.
Ich finde die Typen in der Ubahn schon immer recht asozial, die da - auch zu Stosszeiten - locker so viel Platz verstellen wie 5 Leute.

darf ich mir als fußgänger auch was wünschen?

die radfahrer sollen die verkehrsregeln beachten.

ja, ...

das ist auch mein Wunsch und auch Nummerntafeln und Führerschein für Radfahrer.

und dann bitte auch gleich für fußgänger...

und ..

... vice versa -
gibts halt überall trotteln ...

und.....schon erfüllt! :-D

Ja gerne,

sobald die Fußgänger die Verkehrsregeln beachten.

Kilometergeld für Radfahren

in ähnlicher Höhe wie für PKW, was dem Staat real nichts kostet, da Umwelt und Gesundheitsbelastungen des MIF verringert würden
Steuerbonus für Firmen die im Nahverkehr Lastenräder einsetzen.
Boni für Firmenangehörige die ihren Arbeitsplatz per Fahrrad anfahren, zur Verfügungstellen passender Infrastruktur (Duschen, Fahrradparkplatz) zahlt sich auch selber aus vermindeten Parkplatzkosten..

wien darf frankfurt werden

radwege gegen jede einbahn, rechtsvorrang auch fuer fahrraeder wird von autos respektiert, ...
hier ist radfahren im stadtgebiet immer schneller als autofahren und deswegen werden auch jetzt im winter so viele wege mit dem rad zurueckgelegt

Workshops wären gut - z.B. Handzeichen, Ampelfarben und Verkehrszeiichen deuten für Anfänger

was das jahr für radfahrrer bringen soll?

die kenntnis der straßenverkehrsordnung!

Kenntnis

Ich glaube, dass viele die StVO kennen, sie ist manchen aber schlicht egal.
Keiner, der eine rote Ampel ignoriert macht das aus Unwissenheit.
Manche Regeln koennte man aber anpassen: An vielen Ampeln koennte man rechtsabbiegen fuer Radler bei Rot erlauben (mit Zusatztafeln und mit absolutem Nachrang)

das Radfahren als erste Wahl der Fortbewegung aus der Subkultur holen und es für jedeN zu einer ganz alltäglichen Sache machen. Da müssen sich aber auch die Fahrradlobbies und -enthusiastInnen am Krawattl packen und auf eine Weise agieren, dass sich "ganz normale" Bürgerinnen und Bürger mit alltäglichem Fahrradfahren identifizieren können. Schön beschrieben auf Copenhagenize (http://www.copenhagenize.com/2012/01/o... its.html): "an entire generation has been given the impression that cycling is something that a few people do for sport or recreation and not much else. (...) Regular citizens are hardly inspired to join such groups.(...) focus on marketing urban cycling as a normal activity for regular citizens."

Mikael, der Gründer von copenhagenize.com, hat im Gegensatz zu den österreichischen Raddlobbys verstanden wie man Radfahren bewerben muss um einen Wandel zu erzeugen. Der Umweltgedanke zieht bei den Menschen nicht. Jeder weiss, dass Radfahren gut für die Umwelt ist und das es gesünder ist aber deswegen lässt niemand sein Auto stehen. Man muss kommunizieren, dass Radfahren die schnellste, einfachste und günstigste Alternative ist und noch dazu chic ist. www.copenhagencyclechic.com

Wenn Radfahrer als stilvoll wahrgenommen werden werden mehr Menschen umsteigen. Jeder Radfahrer kann dazu beitragen in dem er/sie keine Funktionskleidung oder grelle Helme trägt. Fürs Radfahren muss man nicht anders gekleidet sein als fürs Auto- oder Öffifahren.

hat der was mit diesem hipster-applebike zu tun?

http://senseable.mit.edu/copenhagenwheel/

vllt den radlern die bedeutung eines schutzweges aufs hirn tatowieren

hab immer geglaubt die radler leiden auch unter rücksichtslosen autofahrern und wären deshalb bessere verkehrsteilnehmer, aber anscheinend ist der %-satz an a-löchern bei jeder fortbewegung gleich

anders kann ich mir die de..en nicht erklären, die einen ansehend am zebrastreifen über die füße fahren und noch d*** grinsen...aber aufregen wenns autofahrer mit ihnen so machen

Stimmt schon. Aber fairerweise muss man auch dazusagen, dass es auch unter den Fußgängern immer wieder Deppen gibt, die bei Rot über die Straße latschen, OBWOHL sie sehen, dass ein anderer Verkehrsteilnehmer, der grade Grün hat (wurscht ob Autofahrer oder Radler), daherkommt. Noch besser sind diejenigen, die zwischen parkenden Autos hervorspringen und/oder an einer Stelle über die Straße marschieren, wo weder Schutzstreifen noch Ampel vorhanden sind. Aber ich glaub, das sind sowieso dieselben Menschen, die mit dem Rad am Gehsteig fahren oder am Steuer eines Autos mit dem Handy telefonieren. Deppen halt.

wers nicht im Kopf hat, hats halt in den Beinen ;-)

Umkehrung verkehrspolitischer Werte

Aus der autogerechten Stadt Wien eine fahrradgerechte machen. Der Stauraum Stadt muss wieder zum Lebensraum werden. Anstelle des sozialen Wohnbaus für Autos (Hochgaragen) wünsche ich mir mehr zeitgemäße Abstellplätze für Fahrräder. Auf den Fahrbahnen und nicht auf Gehwegen errichtet.

Die Mariahilferstr. endlich radfreundlich gestalten!

Das ist echt eine Katastrophe dort!

Maria hilf!

Die Mariahilferstrasse bietet sich, AFAIS als *Fussgaengerzone* an.

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