Nach "Presse"-Bericht über gekippten Beitrag richtet TV-Chefredakteur Leserbrief an Fleischhacker: "Entscheidungen darüber, was in der Zeit im Bild eine Geschichte ist, fallen in der ZiB-Redaktion"
"Die Presse" behauptet in ihrer Ausgabe von 5. Jänner, im September 2011 soll ein "ZiB"-Beitrag über Werner
Faymann und Asfinag-Inserate
gestrichen worden sein, angeblich habe die SPÖ interveniert, etat.at berichtete. ORF-Redakteurssprecher Dieter
Bornemann und Chefredakteur Fritz Dittlbacher erklären unisono dem STANDARD,
diese Story sei falsch.
Am Donnerstag richtete TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher einen Leserbrief an "Presse"-Chefredakteur Michael Fleischhacker. Darin heißt es: "Entscheidungen darüber, was in der Zeit im Bild eine Geschichte ist,
fallen in der ZiB-Redaktion - und zwar ausschließlich in der Redaktion.
Über die 'profil'-Vorabmeldung, dass ein ASFINAG-Zeitungsinserat an die 'Kleine Zeitung' offenbar direkt aus dem Büro des damaligen
Verkehrsministers Werner Faymann beauftragt worden ist, haben wir an
diesem Tag auf Meldungsebene in der ZiB um 13.00 Uhr, in der ZiB um
17.00 Uhr, in der ZiB 1, in der ZiB 20 sowie in der Spät-ZiB berichtet.
In der am selben Tag produzierten 'Presse am Sonntag' findet sich die
von Ihnen wortreich als 'in der ZiB verhinderte' Geschichte als
Einspalter auf Seite acht wieder. Gesamtlänge des 'Presse"-Berichts:
Zehn Zeilen. Na hoffentlich hat es da keine Intervention gegeben."
Und weiter: "Unabhängigkeit, journalistische Professionalität und Glaubwürdigkeit
sind die zentralen Aufgaben öffentlich-rechtlicher Nachrichten. Diese
Werte zu verteidigen, da kämpfen Redaktion und Chefredakteur des
Aktuellen Dienstes Seite an Seite." (red)