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Bauernbund-Vorschlag "Kultusbeitrag" findet keinen Anklang

5. Jänner 2012, 12:04

FP-Haimbuchner: "Verpatzter Aprilscherz" - Auch Hiegelsbergers Parteikollege LH Pühringer ablehnend

Linz  - Der Vorschlag des oberösterreichischen Bauernbund-Obmannes Max Hiegelsberger, von jenen, die aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, einen Kultusbeitrag einzuheben, stößt auf Ablehnung und erntet Häme. FP-Landeschef Manfred Haimbuchner sprach in einer Aussendung am Donnerstag von einem "verpatzten Aprilscherz". Auch LH Josef Pühringer (ÖVP) äußerte sich gegenüber der Tageszeitung "Österreich" ablehnend. Für den BZÖ-Abgeordneten Gerald Grosz ist der Vorstoß "an Schwachsinnigkeit kaum zu überbieten".

Hiegelsberger hatte erklärt, es sei nicht gerecht, dass jene, die aus der Kirche austreten, keinen Beitrag im Kultusbereich leisten müssen. Stifte, Klöster und Kirchen seien Wahrzeichen des Landes Oberösterreich und der Kirchenbeitrag werde auch zum Erhalt dieser Bauten verwendet.

Diözese sieht Vorschlag als Anregung zur Diskussion

FP-Landesparteiobmann Haimbuchner betonte, dass das christlich kulturelle Erbe Österreichs sehr wohl von Bedeutung sei. Mit einer Zwangskirchensteuer werde jedoch genau das Gegenteil von dem erreicht, was Hiegelsberger bezwecken wolle. Die VP sollte lieber aus dem mit 150 Mio. Euro "überdimensionierten Kulturbudget" Mittel aufbringen und zur Verfügung stellen, um die sakralen Kulturdenkmäler zu erhalten, so Haimbuchner.

Auch der Landeshauptmann goutiert die Anregung Hiegelsbergers, der auch Agrar- und Gemeindelandesrat ist, nicht. In der jetzigen Steuerdebatte habe das Thema nichts verloren, ließ er in "Österreich" wissen.

Die Diözese Linz versteht den Vorschlag einen Kultusbeitrags als Anregung zu einer Diskussion über die Verantwortung für den Schutz und Erhalt von Kulturgütern. Generalvikar Severin Lederhilger erklärte, dass das Anliegen grundsätzlich unabhängig vom Kirchenbeitrag zu sehen zu sehen sei.

Küng: "Interessant und diskussionswürdig"

Der St. Pöltner Diözesanbischof und Vorsitzende der Finanzkommission der Bischofskonferenz, Klaus Küng, hat prinzipielle Dialogbereitschaft zum Vorschlag des oberösterreichischen Bauernbunds, einen allgemeinen "Kulturbeitrag" einzuheben, gezeigt. Küng erschien dies zumindest "interessant und diskussionswürdig", berichtete die "Kathpress".

"Steht nicht zur Debatte"

Eine allgemein verpflichtende Steuerabgabe im Sinne eines Kultur- und Sozialbeitrages mit der Möglichkeit der Zweckwidmung an die Kirche - ähnlich der Regelung in Italien und Spanien - erschien Küng interessant, denn in beiden Ländern habe man "durchwegs positive" Erfahrungen gemacht. Der Bischof räumte aber ein, dass etwa das italienische Modell nicht ohne weiteres auf Österreich übertragbar ist. Zudem stehe dieses Modell aktuell "nicht zur Debatte". Jedenfalls bedürfe es bei einem solchen Schritt einer gründlichen Prüfung der Rahmenbedingungen und der Machbarkeit, so Küng.

Grüne: "Schnapsidee"

Der BZÖ-Mandatar Grosz meinte in einer Aussendung, der Erhalt der Baudenkmäler in Österreich sei Sache der jeweiligen Eigentümer und auch der öffentlichen Hand: "Dass die Steuerzahler mit dem ÖVP-Vorschlag diesbezüglich doppelt zur Kasse gebeten werden, grenzt angesichts der angespannten Situation unserer Haushalte an Mundraub."

Die Grünen können wenig mit dem Vorstoß anfangen:  "Der ÖVP-Vorschlag, dass auch Ausgetretene und nichtreligiöse Menschen Kirchenbeitrag an die katholische Kirche zahlen sollen, ist eine klassische Neujahrs-Schnapsidee, nicht durchdacht und zudem diskriminierend", meldete sich am Donnerstag der Nationalratsabgeordnete Harald Walser via Aussendung zu Wort. "Zwangsabgaben für Nichtreligiöse kommen für uns nicht infrage." (APA)

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meinrad
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zahlt der bauernbund-dodel eigentlich geld für die erhaltung von moscheen und synagogen? schließlich drückt sich der sicher auch davor, moslem und jude zu sein!

Dr.Eisenbart
01
Rudas wird sich freuen

Es gibt auch innerhalb der ÖVP lächerlichen Schwachsinn, nicht nur in der Bundes-SPÖ

Kann es sein, dass Politiker immer schlichter werden ? Hängt das vielleicht mit dem Klimawandel zusammen und die Polit-Hirne sind zuwenig gekühlt ?

Kremser
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na ja, bis da ein ausgleich geschaffen ist dürfen noch viele bauern dumme vorschläge machen!

MAGOS
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... haltet den Dieb!

Ein geradezu lächerlicher Vorschläge einer ( subventionierten) Interessenvertretung (subventioniert ebenso ein großer Teil der Mitglierder). Und diese Mitglider fangen ja schon bei 40 € p.a. Zum jammern an ...

elizabeth
00
arme Kirche:

googelt mal Kirche & Grundbesitz & Immobilien. speziell in OÖ

Karma Thrinley
02

Warum soll ich einen Kultusbeitrag an die kath. Kirche zahlen?
Die sollen ihre Immobilien dem Staat überschreiben wenn sie diesen nicht mehr erhalten können.
Selber schuld wenn ihnen die Leute davon rennen.

Also ich würde sicher nichts zahlen und würde bis zum EuGH gehen.

Isolde Löblich
00

Dabei ist Oberhummer doch ein typischer Bauernname...

Cuchullain
01
Er ist -wie er immer süffisant erklärt- ...

... der Sohn des OBERlehrers OBERhummer aus OBERtauern!

Kremser
00

das habens aber jetzt nicht verstanden, gell?

Der 41-vierhundertdreier
00
Ich bin Atheist !!!!!

Bevor irgendeine geistliche Institution von mir
nur 1 schwer erarbeiteten Cent bekommt, und das
noch unfreiwillig, schenkt ich die Marie einer
satanistischen Sekte ! Die solln das Geld dann am
besten öffentlich verbrennen, und das Prozedere dann ins u-tube
stellen !!!!

bluebeard's 8th wife.
00
das traurige, lieber kollege, ist aber,

dass die religionsgemeinschaften bereits reichlich von ihren und meinen steuereuros profitieren - allein die "lebende subvention" der lehrer an konfessionellen schulen (für deren besuch die eltern dann nochmal schulgeld zahlen!) kosten sie und mich und alle anderen (in sparzeiten!) eine runde milliarde (!).

Kremser
00

tuns nicht übertreiben sondern rechnen. sofern sie steuern zahlen, wieviel tausendstel cent von ihrer steuer fallen da auf den unterhalt der religionslehrerInnen?

diese art der betrachtung empfehle ich allerdings auch in anderen zusammenhängen, immer dann wenn sich manche gar so gscheit vorkommen und meinen sie mit ihrem steuergeld würden weiß gott was alles erhalten!

dennoch gebe ich ihnen recht, es ist nicht in ordnung dass der staat die religionslehrerInnen zahlt!

Der 41-vierhundertdreier
10
gerade deshalb, sehe ich nicht ein,

hier nochmal zur Kasse gebeten zu werden, nur
weil ich aus einem Verein austrat, dem ich als
Säugling, daher unmündig, begetreten wurde !
Herr Hiegelsberger soll aufpassen, daß nicht jemand auf die Idee kommt, ihn auf BSE zu untersuchen.
Die damals positiv getesteten Tiere wurden getötet und verbrannt.

tignosa
00
jetzt wirds aber derb

wer Creutzfeld- Jacob ("BSE beim Menschen, "B" bedeutet ja "bovine") hat, wird ja auch nicht hingerichtet, ist aber trotzdem kein schöner Tod. Ich bin froh, dass man Menschen nicht notschlachten darf.

Der 41-vierhundertdreier
00
...gerade deshalb, sehe ich nicht ein,

AbdA
03
Da bleibt nur Eines, Herr Hiegelsberger

RÜCKTRITT!

Kremser
00

dem schlösse ich mich gerne an würde ein rotes oder grünes pedantInnen auch zurücktreten, damit das gleichgewicht gewahrt bleibt!

aana
01
Kirche ist sowieso ein riesiges schwarzes Geldloch

Voraussetzung für so eine Debatte ist nicht gegeben, das wäre nämlich, dass die Kirche Transparenz übt, wo welches Geld überhaupt hingeht! Das wäre auch für unsere derzeitigen 1,2 Milliarden Steuergelder notwendig und richtig. Die Kirche ist ein riesiges schwarzes Geld loch.

seppl absmui
03
...und dann auch noch der Küng!

Mit wem will er denn einen Dialog führen? Mit den Bauernbündlern? Völlig unnötig - die sind doch eh alle auf Ihrer erzreaktionären Linie.
Und warum muß das Würschtl eigentlich dauernd seinen Senf absondern?
Lästig als wie eine Sackratte!

Der Unterhund
01
Hihi,

dass sogar der ehem. Reli-Lehrer Pühringer nix davon hält, sollte dem Herrn Hiegelsberger zu denken geben.

Baltasar König
04
Ach isser nicht süß, der Küng!

Es ist "bereit", daüber zu "reden", ob man ....

So ein abgekartetes Spiel!

Der Bauer eröffnet die Partie und der Bischof, ganz überrascht, erklärt sich "gesprächsbereit", abzukassieren.
Abkassieren ja, aber nur wenn´s gar nicht anders geht - oder?

byron sully
00

in dieser form eine schwerst bedenkliche schnapsidee. eine kultussteuer für alle, aus der der erhalt des kulturerbes (also v.a. auch des in öffentlicher hand befindlichen) finanziert wird, wäre hingegen eine überlegenswerte idee.

daemeth
01

was heißt vor allem.

die renovierung von besitzgütern muß der eigentümer zahlen.

Lex
04
Ich fühl mich schlecht

meine Meinung deckt sich mit der Meinung der FPÖ und des BZÖ...

IGITT....

Danke Bauernbund, dass ich das erleben muss

tignosa
00
geht mir genauso

das ist echt spuky... ich muss gleich kotzen

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