Caspar, Melchior und Balthasar, Sterndeuter

    5. Jänner 2012, 17:00
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    Naturphänomen oder Phantasiegebilde. Was auch immer die Heiligen Drei Könige zur Krippe führte - unterwegs waren sie vermutlich per Karawane

    "Der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war", steht bei Matthäus, 2, 9. Ob der Halley'sche Komet, eine Supernova oder ein erfundenes Phänomen die Heiligen Drei Könige zur Krippe führte, weiß man nicht so genau. Als großangelegtes antikes Leitsystem überstrahlt der Stern von Bethlehem aber alle anderen Navigationssysteme.

    Die weisen Heiden waren vermutlich per Karawane unterwegs, immerhin mussten hunderte Wüstenkilometer, vielleicht aus Persien oder Südmesopotamien, zurückgelegt und Gold, Weihrauch und Myrrhe transportiert werden. In Spanien bringen heute noch die Heiligen Drei Könige die Weihnachtsgeschenke. Heute müssen bei Dreikönigsumzügen da und dort noch Pferde herhalten. Und jene musikalisch hochbegabten Jungkönige, die sich bis in den Newsroom des STANDARD vorwagten, waren überhaupt zu Fuß unterwegs.

    Der neutestamentliche Ausflug der Bibel-Könige begründete ihr Amt als Schutzheilige über Reisende und Pilger. Ihre letzte Reise führte ihre mutmaßlichen Gebeine in den Kölner Dom, wo sie bis heute liegen. (Alois Pumhösel/DER STANDARD/Automobil/5./6.1.2012)

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      Heute bewegen sich die Heiligen Drei Könige auf unterschiedlichste Art und Weise. Einst waren sie wahrscheinlich mit einer Karawane unterwegs.

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