PCO-Syndrom: Schuld sind die männlichen Hormone

5. Jänner 2012, 10:59

Mit der richtigen Therapie können die Beschwerden des polyzystischen Ovarialsyndroms auf ein Minimum reduziert werden

5 bis 10 Prozent der Österreicherinnen leiden am Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) ohne es zu wissen: Starke Körperbehaarung, Übergewicht und unregelmäßige Monatsblutung können Hinweise auf die Hormonerkrankung sein. Das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz in Wien startet daher eine Aufklärungsoffensive über das PCO-Syndrom. „Die Frauen befinden sich in einem Teufelskreis des PCO-Syndroms, der ohne Behandlung ihr ganzes Leben negativ beeinflusst. Je früher dieser Teufelskreis unterbrochen wird, desto milder ist der Krankheitsverlauf", betont die Leiterin der PCOS-Ambulanz im Kinderwunschzentrum Dijana H. Pekić.

PCOS ist die häufigste hormonelle Störung bei Frauen im Alter von 13 bis 50, jede zehnte bis zwanzigste Österreicherin ist davon betroffen. Schuld an allem sind zu viele männliche Hormone, die bei diesen Frauen in den Eierstöcken gebildet werden. „PCOS ist zwar nicht heilbar, aber mit einer richtigen Behandlung können die Beschwerden auf ein Minimum reduziert werden. So erreichen wir, dass die Lebensqualität der Betroffenen Frauen kaum noch beeinträchtigt wird", erläutert Pekić.

Überschüssiges Insulin

Übergewicht ist eines der häufigen Symptome von PCOS, Grund ist der in vielen Fällen erhöhte Blutzuckerspiegel. Das überschüssige Insulin kann die Hormonproduktion und die Eizellreifung negativ beeinflussen, der Eisprung bleibt aus und führt zu einem weiteren Anstieg männlicher Hormone. Eine verstärkte Körperbehaarung, Haarausfall, Akne, Müdigkeit, eine unregelmäßige Monatsblutung bis zu temporärer und dauerhafter Unfruchtbarkeit sind mögliche Folgen.

„Das Thematisieren der Beschwerden ist der erste Schritt zur Diagnose, die für die korrekte Behandlung notwendig und für die Reduzierung der Folgerisiken wichtig ist", erklärt Andreas Obruca, Leiter des Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz. Frauen mit PCOS haben durch die Störung des Blutzuckerspiegels und der Gebärmutterschleimhaut auch ein erhöhtes Risiko an Altersblutzucker und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Das Ziel muss deshalb ein vorbeugendes Handeln sein.

Wöchentliche Sprechstunden

In Österreich hat sich das Kinderwunschzentrum Goldenes Kreuz in Wien auf die Behandlung von PCOS-Patientinnen spezialisiert und bietet wöchentliche Sprechstunden dazu an. Die Therapie wird abhängig von den Beschwerden und ob aktuell ein Kinderwunsch vorhanden ist, individuell entwickelt. Die umfassende Beratung zu Risikominimierung und Umgang mit der Erkrankung ist der erste Teil der Behandlung. Drei Viertel der Betroffenen sind übergewichtig bis adipös, in diesen Fällen ist die Änderung des Lebensstils eine wichtige erste Maßnahme. Bereits eine Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent und regelmäßiger Sport können zu einer eindeutigen Besserung der Beschwerden führen.

 

 

Am 2. Februar 2012 veranstaltet das PCOS-Zentrum einen kostenlosen Informationsabend für PCOS-Patientinnen im Goldenen Kreuz.

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„Diabetes der bärtigen Frauen"

Was soll dieser Artikel?

Handelt es sich da womöglich um Werbung der übelsten Art? Denn der Inhalt ist wohl so neu auch nicht, dass es erwähnenswert wäre, außer man braucht Patientinnen um eine Ambulanz zu füllen oder eine Studie durchzuführen. Was auch immer. Information im Sinne eines objektiven und informativen Journalismus ist das nicht!

Würde gerne wissen, wie viel Provision das Goldene Kreuz für diese Werbe-Einschaltung bezahlt hat?

Der Artikel suggeriert ja unsinnigerweise, dass PCO nur in dieser Privatklinik behandelt werden könnte. In der Hormonambulanz vom AKH sind Ärzte, die kennen sich genau so gut wenn nicht besser aus. Üblicherweise bekommen wir im AKH dann jene Fälle, wo in der Privatklinik was schief gelaufen ist, und sie dort nicht mehr weiter wissen. Aber wer sich dadurch besser fühlt, der möge gerne im Goldenen Kreuz ablegen... manche Leute haben eh zu viel Geld.

Absolut richtig! Im ersten Artikel werden Patientinnen als "bärtige" Monstren stigmatisiert. In diesem Beitrag geht es wiederum ausschließlich um Werbung für eine neue Praxis. Die Gesundheits"redaktion" ist mir nicht mehr wurscht...

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