Nach Prostesten

Kärnten streicht NS-Opfer-Weihnachtszuwendung nun doch nicht

5. Jänner 2012, 09:55

Nach Gespräch von LH Dörfler (FPK) mit zuständigem Parteikollegen Sozialreferent Ragger

Klagenfurt - Die vom Kärntner Sozialreferenten Christian Ragger (FPK) Ende 2011 gestrichene Weihnachtszuwendung für Opfer des NS-Terrorregimes wird nun doch weiter ausbezahlt werden. Das gab sein Parteikollege LH Gerhard Dörfler am Donnerstag per Aussendung bekannt. Die Zahlungen würden rückwirkend an die 300 Betroffenen aus dem Budgetposten "Hilfe in besonderen Lebenslagen" angewiesen und werde für die Zukunft sichergestellt, so Dörfler.

"Auch wenn wir in Kärnten einen strikten Sparkurs einhalten müssen, dürfen Zahlungen an Opfer jeglicher Gewaltverbrechen nicht zur Diskussion gestellt werden", sagte Dörfler nach einer Besprechung mit Ragger, bei der man sich auf die Fortzahlung der 75-Euro-Unterstützungsleistung geeinigt habe.

Nach Protesten von SPÖ und Grünen

SPÖ und Grüne hatten massiv gegen das Vorgehen des Sozialreferenten protestiert. SP-Chef Peter Kaiser bezeichnete das Vorgehen als "politisch letztklassig und menschenunwürdig". Er kritisierte die "maximalen Einsparungen von 22.500 Euro". "Wir sitzen in Kärnten bei diesem Thema im Glashaus und da wird mit Steinen geworfen - ganz Europa beobachtet solche Schritte", kritisierte der Grün-Landtagsmandatar Rolf Holub das Vorgehen Raggers.

Der selbst hatte wiederum schon im Rahmen der Entscheidung zur Streichung betont, dass "bedürftige NS-Opfer nun um 'Hilfe in außergewöhnlichen Lebenslagen' ansuchen können und dann 100 statt der bisherigen 75 Euro erhalten". (APA)

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Posting 1 bis 25 von 37
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Luky Pozzo
01
13.1.2012, 10:54
Jegliche Gewaltverbrechen, jedermanns Gewaltverbrechen

"'Zahlungen an Opfer jeglicher Gewaltverbrechen dürfen nicht zur Diskussion gestellt werden', sagte Dörfler."

Wie sie sich immer gleich beeilen, die genuinen Gewaltverbrechen der Nazis, Rechtsextremen, des Faschismus in einem diffusen Nebel des Allgemein-Kriminellen aufgehen zu lassen.

Passiert ein typisches rechtsextremes Verbrechen, heißt es bei BZFKKFPÖVP immer: "Wir verurteilen jede Gewalt, egal ob sie von links oder rechts kommt."

Oder in den Worten der gegenwärtigen Finanzministerin: "Ich halte nichts von diesen GEGENSEITIGEN Provokationen."

Nationale und Konservative können Faschismus nur im Reflex wahrnehmen - als Reflex gegen "die Linken", ihr ureigentliches obsessives Feindbild.

Schlaumonster
31
Engel des Vergessens, von Maja Haderlap

Obiges Buch habe ich gelesen. Da kommen eigentlich nur Slowenen vor, die alle Partisanen sind. Beides ist halt offenbar an sich natürlich.

Daß es Menschen anderer Muttersprache-z.B. deutsch-gibt, die auch legitime Interessen haben, in Klagenfurt, Wien oder sonst wo immer, kommt praktisch nicht vor.

Sage mir also niemand, die Slowenen in Zelezna Kapla hätten für ÖSTERREICH und die Demokratie gekämpft.

Irgendwelche Reflexionen über das Vorgehen ihrer Kollegen südlich der Karawanken gegenüber der deutschen Bevölkerung in Tüchern/Teharje, Sterntal/Sternisce Liescha oder Huda Jama kommen bei Frau Haderlap und ihren Freunden und Familienmitgliedern natürlich auch nicht vor.

the photographer
14
Das Problem ist...

..der landesübliche OPFERBEGRIFF.
In jedem kleinen Weiler gibt es ein KRIEGERDENKMAL oder einen HELDENFRIEDHOF.
Jene, die gegen das menschenverachtende verbrecherische Naziregime ihre Stimme oder eine Waffe erhoben und die Grundlage dafür schufen, dass Österreich seinen Staatsvertrag bekam, die passen in Kärnten (wohl auch anderswo in Ö) nicht unter den Opferbegriff.
Der "Landesfürst" macht lieber einen Urlaubstag, als das KZ am Loiblpass auf Einladung Präsident Fischers zu besuchen, sein Vize Uwe Scheuch geht lieber Bartgeier auswildern.
Das sind die BEWUSST GESETZTEN SIGNALE an das Wählerklientel. So hat es auch der verblichene große Meister gemacht.
Jetzt aber kommt GEGENWIND, noch dazu von einer betagten Kaffeehausrunde. Das irritiert.

Kralj Matjaz
02
pravzaprav/eigentlich

sollte man nicht vom Naziland Kärnten berichten, sondern es sind ja nun die Kinder und Enkel der Alt-nazis...und die haben sie in diesem Land überall in die Posten hineingehoben...ihr Wirken erkennt man (aufgrund ihrer inneren neurotischen Zerrissenheit) daran, entweder mit Zuckerbrot oder Peitsche zum Ziel zu gelangen....so etwas wie Selbstreflexion,Rücktrittskultur , empathische Fähigkeit..etc...ist einfach nicht vorhanden...wie in diesem Fall eben.....

Wein Franzpolter
01

Eine der wenigen guten Entscheidungen von G. Dörfler. Wenn er jetzt noch die Asylwerberquote Kärntens erfüllen und die Scheuchs absägen würde, dann besteht glatt noch Hoffnung für seine Amtszeit.

wildkater
00
Warum darf der überhaupt noch was entscheiden?

Ist doch unzurechnungsfähig?

Wein Franzpolter
00

Diese Frage stellen sich in Kärnten Viele...

chinaman_a1
42
berichtenswert?

es gab 4 Artikel zum selben Thema in einer (e-)Ausgabe des Standards. (unter verschiedene Rubriken)
Heute gibt es einen weiteren Artikel dazu, dass es dann doch nicht so gekommen ist.
Der ansonst Pfui-gack-dumm LH hat zu Gunsten der 300 Betroffenen entschieden.

Was bleibt?
Das die € 75 nicht genug sind?
Das die anderen Bundesländer gar nichts machen? Das man versucht hat, die € 75 unter einem anderen Titel (nach Ansuchen) auf € 100 aufzufetten?

Was bleibt? Kärntner - Na*i -Bashing?
Ein sachlicher Artikel schaut anders aus.

erkelteter tiger
00
was bleibt?

dass die blauen nazisympathisanten ein zeichen setzen wollte für ihre hintermänner und für ihre braun-affine wählerschaft

selbst doofie dörfler hat das erkannt

chinaman_a1
00
10.1.2012, 11:29
danke

Sie bestätigen mir nur, was ich mir zu diesen (5x) Artikel gedacht habe. Irgend was wird schon hängen bleiben, irgendwas...

erkelteter tiger
00
10.1.2012, 16:14

die wahrheit bleibt hängen, aber leider nur bei leute die es eh schon wissen

parteigänger dieser bande haben halt ein gestörtes verhältnis zu einfachen zusammenhängen und zur realität

Litschi Monster
31

http://www.dass-das.de/

Deutsch lernen vorm Echauffieren!

the photographer
02
@Litschi Monster

Was machen Sie, wenn Ihnen irgendjemand den Rotstift abnimmt?

tschamba fii
31
Der selbst hatte wiederum schon im Rahmen der Entscheidung zur Streichung betont, dass "bedürftige NS-Opfer nun um 'Hilfe in außergewöhnlichen Lebenslagen' ansuchen können und dann 100 statt der bisherigen 75 Euro erhalten"

ma, es roten und grünen heuchler. in wien ist es doch zb. so, dass nur der hkz bekommt, der sich den regeln des mindesteinkommens unterwirft, selbst dann, wenn er mit seinem einkommen unter diesem liegt, is des soziel?. es
o....l...er!

solidarnosc
21

wenn du nicht weisst worum es hier geht, dann informiere dich bevor du irgendwelchen unsinn postest der sowas von nichts mit dem artikel zu tun hat.

tschamba fii
10
Der selbst hatte wiederum schon im Rahmen der Entscheidung zur Streichung betont, dass "bedürftige NS-Opfer nun um 'Hilfe in außergewöhnlichen Lebenslagen' ansuchen können und dann 100 statt der bisherigen 75 Euro erhalten"

ma es roten und grünen heuchler, in wien ist es doch so, dass nzr die jenigen hkz bekommen, die sich den regeln des mindeseinkommens unterwerfen - ist des sozial???, es o....l...er

peter schmidt
 
66
bevor hier alle auf nazikärnten hinhauen ersuche ich um auskunft ob es eine solche zuwendung auch in anderen bundesländern gibt?

mir scheint in der steiermark war da mal was aber ansonsten?

Cielito Lindo
10
Nazikärnten?

Ja.
Wenn Sie mit dem Begriff nichts anfangen können, helfe ich Ihnen gerne auf die Sprünge.
" Redet gefälligst Deutsch! Wir sind in Österreich."- sind Schikanen von Schülern während der Busfahrt, die das Renner-Gymnasium in Klagenfurt im aktuellen Schuljahr besuchen und die Angepöbelten sind Schüler des BRG für Slowenen.
Hitler ist nicht mehr an der Macht, sein Gedankengut aber sehr wohl lebendig.

the photographer
01
Das Motiv...

...für dieses Verlangen der EINSPRACHIGEN könnte aber auch sein, dass sie verstehen wollten, was die ZWEISPRACHIGEN sagen.
Man kann ZWEISPRACHIGKEIT auch als ÜBERLEGENHEITSKEULE schwingen. Die EINSPRACHIGEN erleben dann eine Demonstration ihrer Unterlegenheit oder noch schlimmer, vermuten konspirative Gespräche.
Die der zwei Sprachen Mächtigen hätten sich ja genauso gut auf Deutsch unterhalten können. Das wäre dann auch HÖFLICH gewesen.

Cielito Lindo
00
Ja und nein

Das Prinzip der Höflichkeit gilt für mich, wenn ich mich gezielt in eine gemischtsprachige Gesellschaft begebe, um mit ihr zu kommunizieren.
Ihrer These zur Folge dürfte ich dann in Kärnten Slow. ausschließlich in meiner Familie, in meiner Verwandtschaft oder in meinem Dorf (falls alle Slow. können) sprechen, aber niemals außerhalb dieser Kreise, da immer einer darunter ist, der die Sprache nicht versteht.
Das wiederum kommt einem Verbot des Slow. in der Öffentlichkeit gleich, was Sie da fordern. Und genau dieses galt auch schon in der Nazizeit.
Da Slow. die zweite Landessprache Kärntens ist, steht es jedem interessierten Kärntner frei, sie zu erlernen.Den Zustand der Einsprachigkeit kann man in jedem Land der Welt ändern,wenn man will.

Harry Y.
 
65

Sie verstehen schon wieder überhaupt nicht, worum's geht. Und niemand hat 'auf Nazikärnten hingehaut'. Und um die Info über die anderen Bundesländer kümmern Sie sich bitte selbst.

Harry Y.
 
04
Zu spät.

"Hilfe in außergewöhnlichen Lebenslagen": das war wirklich zu bunt. Damit wird mit Absicht Verachtung für die Betroffenen signalisiert, "Also dass die Schwächlinge noch immer nicht darüber hinweggekommen sind!"

Zudem sind das ansonsten Menschen mit (zitiere aus NOE.gv.help): persönlichen, familiären, wirtschaftlichen, oder sozialen Schwierigkeiten (SIC!)

G. Lavant
05
Überraschung!

Kärnten kann sich nun doch beide Ausgaben leisten:
22 000 Euro für die NS-Opfer UND 25 000 für den FPK-Ball.

the photographer
00
Die Finanzierung des "falschen" LANDESBALLS...

...oder der "FPÖ/BZÖ/FPK-REDOUTE" mit öffentlichen Geldern ist noch nicht gegessen!

dritter.mann
 
03
Kein wirkliches Wunder bei 143 Mill. Euro Neuverschuldung im heurigen Budget!

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