Osteuropäische Staaten interessieren sich für gebrauchte Eurofighter

5. Jänner 2012, 06:25
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Bulgarien prüft offenbar den Kauf von acht Jets aus Deutschland

Hamburg - Zwischen Deutschland und mehreren osteuropäischen Staaten zeichnet sich nach einem Pressebericht ein Milliardengeschäft für gebrauchte Eurofighter ab. Wie die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagsausgabe) berichtet, interessiert sich Bulgarien für den Kauf von acht Eurofightern, die bisher bei der Luftwaffe im Einsatz sind. Das Thema dürfte der Zeitung zufolge bei einem Besuch von Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borissow Ende Jänner in Berlin zur Sprache kommen.

Auch andere osteuropäische Nationen sollen Interesse an den fast neuen Fliegern haben, hieß es in dem Bericht weiter. Dazu gehörten die Tschechische Republik, Kroatien, die Slowakei sowie Rumänien. Für diese Länder sei der Kauf neuer Kampfflieger angesichts begrenzter Verteidigungsetats häufig zu teuer. Der Neupreis eines Eurofighters liegt laut "FTD" je nach Einrechnung diverser Komponenten wie Waffen, Training und Ersatzteile bei ungefähr 60 bis 80 Millionen Euro.

Durch den Weiterverkauf älterer Maschinen könnte die Bundeswehr entweder Kosten sparen oder sich doch noch entscheiden, die letzte Tranche der Flugzeuge abzunehmen. Laut "FTD" dämpfte das Verteidigungsministerium aber Erwartungen der Industrie, dass der Weiterverkauf dazu führen könne, dass Deutschland an der sogenannten Tranche 3b über 37 Flugzeuge neueren Typs festhält. "Es besteht gegenüber der Industrie keine Kaufverpflichtung zur Abnahme dieser Teiltranche", sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung. Die Planungsgrundlage für die Bundeswehr liege weiter bei 140 Eurofightern. (APA)

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    Neupreis eines Eurofighters: zwischen 60 und 80 Millionen Euro.

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