45 Tote bei Angriffen von Hutu-Milizen

5. Jänner 2012, 21:45

Rebellen sollen von Ruanda aus Dörfer überfallen haben - Zahlreiche Menschen verschleppt

Kinshasa - Im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben Milizen aus Ruanda nach Armeeangaben seit Jahresbeginn mindestens 45 Menschen getötet und 13 verletzt. Ein Sprecher des Militäreinsatzes in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu führte die Toten auf zwei Angriffe der ruandesischen Hutu-Miliz FDLR zurück. Ortsansässige gingen von noch höheren Opferzahlen aus. Die Angriffe fanden nach Angaben des Sprechers in den Nächten auf Montag und Mittwoch auf Dörfer in Süd-Kivu statt. Dabei seien unter anderem ein Dorfvorsteher enthauptet und eine schwangere Frau aufgeschlitzt worden. "Einen derartigen Angriff haben wir noch nicht erlebt", sagte der Armeesprecher.

Der Präsident des kongolesischen Roten Kreuzes, Dominique Lutula, gab an, viele Dorfbewohner seien in nahe gelegene Wälder verschleppt worden. "Wir wissen nicht, ob sie anschließend getötet wurden", sagte er. In einer früheren Mitteilung ging die Armee zunächst von 26 Getöteten aus. Ein ranghoher Bewohner der Region sprach indes von mindestens 64 Toten und rund 30 Verletzten. Die Armee vermutete, dass die Dorfbewohner angegriffen wurden, weil sie sich einer lokalen Selbstverteidigungsgruppe angeschlossen hatten, die gegen die Rebellen kämpft. Die Armee schickte nun nach eigenen Angaben Truppen in die abgelegenen Gebiete, um die zur Hutu-Volksgruppe gehörenden FDLR-Rebellen zu vertreiben. Bei einem ersten Aufeinandertreffen am Donnerstagmorgen wurden demnach vier Rebellenkämpfer getötet.

Die FDLR wird von der Demokratischen Republik Kongo beschuldigt, seit Jahren in der Grenzregion zu plündern, zu morden und zu vergewaltigen. Den Rebellen wird zudem vorgeworfen, 1994 am Völkermord in Ruanda teilgenommen zu haben, durch den nach UNO-Angaben 800.000 Menschen getötet wurden. (APA)

madman
01
gute dvd zum thema kongo: blood in my mobile

ist aber kein spielfilm, sondern eine doku

Adolf Ogi
01
diese Hutu-Exzesse

haben aber mit dem Coltan in Katanga nichts zu tun.

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