EU-Staaten prinzipiell über Öl-Embargo einig

5. Jänner 2012, 00:18

Importverbot laut Diplomaten grundsätzlich nicht mehr umstritten - Offenbar nur noch Zeitpunkt unklar - Juppe kann sich Entscheidung für Ende Jänner vorstellen

Brüssel - Im Atomstreit mit dem Iran will die Europäischen Union die Regierung in Teheran mit einem Öl-Embargounter Druck setzen. Die EU-Außenminister könnten die Sanktion auf ihrem Treffen am 30. Jänner beschließen, die Verhandlungen seien auf gutem Wege, sagte Frankreichs Außenminister Alain Juppe am Mittwoch bei einem Besuch in Lissabon. Die iranische Regierung wandte sich unterdessen gegen den Verbleib der US-Streitkräfte im Persischen Golf.

In Brüssel sagten mehrere EU-Diplomaten am Mittwoch, die Mitgliedstaaten hätten sich grundsätzlich auf ein Importverbot geeinigt. Umstritten seien nur noch Details wie der Beginn des Embargos. Der Ölpreis legte daraufhin leicht zu. Der Iran zeigte sich unbeeindruckt von der Ankündigung, obwohl die EU mit einer Ölmenge von etwa 450.000 Fass pro Tag nach China der größte Abnehmer für iranisches Erdöl ist. Die USA begrüßten die Entscheidung der EU, hieß es im US-Finanzministerium.

Sanktionen

Die EU hat bereits umfangreiche Sanktionen gegen die Regierung in Teheran beschlossen, um das Land vom Bau von Atomraketen abzubringen. Der Iran weist die Anschuldigungen zurück und pocht auf sein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie. Die Teheraner Regierung drohte jüngst damit, im Falle eines Öl-Embargos die Meerenge von Hormuz zum Persischen Golf und damit eine der weltweit wichtigsten Ölhandelsrouten zu schließen. An den Rohstoffmärkten legte der Ölpreis aus Angst vor einer Verschärfung des Konflikts zu: Ein Fass Rohöl der Marke Brent verteuerte sich zeitweise um mehr als einen Dollar auf knapp 114 Dollar.

Nach Angaben der Diplomaten in Brüssel will die Mehrheit der EU-Staaten das Öl-Embargo sofort in Kraft treten lassen, einige Länder dagegen erst in ein paar Monaten. Über die Einzelheiten wollten Vertreter der EU-Länder am Donnerstag in Brüssel erneut beraten. Dabei werde außerdem noch diskutiert, wie weit geplante Sanktionen gegen die Zentralbank des Iran gehen sollten. Würden sämtliche Transaktionen mit EU-Staaten auf Eis gelegt, so käme dies einem Handelsembargo gleich. Stattdessen könnten nur bestimmte Zahlungsvorgänge blockiert werden.

Ein ranghoher Vertreter der iranischen Ölindustrie zeigte sich zuversichtlich, dass ein Öl-Embargo der EU die Islamische Republik nicht besonders treffen werde. "Wir könnten ganz einfach Ersatz für diese Kunden finden", sagte S. M. Kamsari, internationaler Direktor der Nationalen Ölfirma des Irans, der Nachrichtenagentur Reuters am Telefon. So könnte der Iran einen Großteil des Öls statt nach Europa an Staaten in Asien und Afrika verkaufen. Zudem gebe es die Möglichkeit, Rohöl für eine bestimmte Zeit auf Tankern zwischenzulagern.

Die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen hatten sich zuletzt verschärft. So warnte der Iran die USA davor, einen jüngst abgezogenen Flugzeugträger in die Golfregion zurückzubeordern. Die USA zeigten sich unbeeindruckt und interpretierten die Drohungen als Zeichen politischer Schwäche. Die Führung in Teheran versuche, von ihren inneren Schwierigkeiten abzulenken. Die Drohungen zeigten außerdem, dass die neuen Wirtschaftsanktionen wirkten. Das US-Verteidigungsministerium versicherte, die US-Marine werde auch künftig für einen freien Schiffsverkehr in der Region sorgen und die strategisch wichtige Straße von Hormuz passieren.

Der wichtigste Käufer iranischen Öls ist China. Die Volksrepublik hat im Jänner ihre Bestellungen für Öl aus dem Iran um rund die Hälfte reduziert und ist sogar bereit, Aufschläge für russisches und vietnamesisches Öl zu zahlen, das diese Lücke schließen soll. Bei Preisverhandlungen mit dem Iran dürfte China zudem seine Position verbessern, wenn Exporte in den Westen nicht mehr möglich sind. Innerhalb der EU zählen Italien, Spanien und Griechenland zu den größten Abnehmern iranischen Öls. (APA/Reuters)

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Georg Schütt
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Die Öl-Exporte in die EU machen zur Zeit 18 Prozent der iranischen Öl-Exporte aus.

Wenn es noch gelingt, Japan und Südkorea zu einem Stopp zu bewegen, fallen bereits über 30 Prozent aller Kunden weg.

Übrigens: Auch China hat seine laufenden Öl-Importe aus dem Iran halbiert ...

Nur DIREKTE DEMOKRATIE ist Demokratie!
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Totaler Durchblicksstrudel
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Dass die Nato mit den Israelis trainiert, steht aber nicht einmal deiner etwas gewöhnungsbedürftigen Quelle!
Du solltest dich besser an die Realität halten ;)

trestigres
 
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alles-schallundrauch.blogspot

Wer seine politische Wahrnehmung aus solchen Web-Sites füttert, lebt tatsächlich in einer anderen Welt...

einfach nur unterirdisch....

Georg Schütt
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Nun, ein paar Infos sind schon richtig - allerdings erfasst der Schreiber nicht die Bedeutung des Recherchierten.

Die gezeigte Bombe etwa, die MOP (13.600 kg!), existiert wirklich. Seit ein paar Monaten gehören einige Exemplare zum Bestand der US-Luftwaffe.
Mit ihr wäre möglich, woran BLU-109 und GBU-28 wahrscheinlich gescheitert wären: die Bekämpfung von sehr tiefliegenden Bunkern. Immerhin etwa 20 m Beton können durchschlagen werden. Das sollte für Natanz und Co. reichen.
Insofern verbessert diese Waffe die taktischen Möglichkeiten der USA in erheblicher Weise.

Peace 4 Libya
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Bitter dieser Artikel.

JP schreibt auch schon drüber. Wie war das bei Libyen, Militärübungen die nahtlos in den Angriff übergegangen sind?
http://www.jpost.com/Defense/A... ?id=250249

Wie diese Wahnsinnigen aufhalten die die Welt in ein weiteres, diesmal Welt weites Desaster bomben?

Harry Meier
 
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Und wieviele Milliarden haben die Chinesen und ...

.. Russen erhalten, das sie kein Veto bei der UNO Abstimmung einreichen? Wenn schon eine Verschwoerungstheorie dann wenigstens eine haltbare. Wer kuemmert sich denn noch um einen UNO Beschluss, wenn er sich schon vorher auf einen Angriff vorbereitet? Und wie wurde Gaddaffi dazu gebracht tausende von Demonstranten zu ermorden?

Oddo Wolf
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Zu Verschwörungstheorie

-
Für JFK war das schon 1961 keine Theorie mehr. Sein Aufruf an die Medien ihn gegen eine militärisch-industrielle Verschwörung zu unterstützen war damals schon vergeblich. (Er hat es nicht überlebt)

http://www.youtube.com/watch?NR=... t0w8Dyg8uE

Georg Schütt
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Ja, am Ende des Jahres 2012

wird nur noch Nordkorea übrig sein von der "Achse des Bösen".

Spricht nicht für Sie, das als "bitter" zu bezeichnen.

Peacefaktor
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merke:

gut ist, wenn der Westen versucht ein Ölembargo gegen den Iran durchzusetzen um den Iran zu schädigen.

böse ist, wenn der Iran dann darauf reagiert und die Seestraße schließt. Weil zurückschädigen, dass darf der Iran natürlich nicht. Schon wird Kriegsgeschrei laut.
Blöd für die EU, dass Griechenland derzeit überhaupt nur noch aus dem Iran Öl kauft, da alle eurpäischen Freunde kein Vertrauen mehr in die Griechen haben. Wird also auch so wohl nix mit dieser Sinnlosmaßnahme. Als ob sich nämlich China nicht darüber freuen würde, wenn EU und USA freiwillig auf iranisches Öl verzichten. Und einem Angriff auf den Iran werden die Chinesen auch nicht mehr zusehen. Dazu rücken ihnen die USA schon zu sehr auf die Pelle.
Traurig das Ganze.

Totaler Durchblicksstrudel
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Griechenland wird die Sanktionen mittragen müssen, obs ihnen passt oder nicht.
Wenn der Iran die Straße von Hormus schließt, ist das eine kriegerische Handlung.
Dass China seine iranischen Ölimport massiv kürzt, kann man oben lesen.
Auch sonst ist dein Posting sinnentleert ;)

trestigres
 
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Die Mullahs reagieren...

vor allem auf die eigene Misere im innern des Mullah Regimes indem man den äusseren Feind beschwört und alles unternimmt um von diesem "erhört" zu werden...Das hat das nordkoreanische Regime bereits vorexerziert..Nur Schwachsinnige fallen darauf herein oder versuchen solches auch noch zu rechtfertigen.

Oddo Wolf
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alles wegen einer A-Bombe die angeblich (schon seit 20 Jahren) gebaut wird.

-
Olembargo: Der Schaden für Europa ist weit größer als für den Iran. Nicht nur wirtschaftlich.
Nur langsam erhöht sich die Zahl derer, die sich von der Propaganda der Kriegshetzer distanzieren.
Ist ja auch für einen in "Demokratie" und "Freiheit" lebenden Mitteleuropäer schwer zu glauben, daß ein Großteil der Massenmedien unter dem Diktat USraelischer Außenpolitik das Volk mit dreister Lügenpropaganda zuschei?t, daß der durch intern. Nachrichten Aufgeklärte aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr rauskommt.

slartibartfaß der Umwandler
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so ein schwachsinn. tut mir leid, ich hasse die mullahs vermutlich ähnlich wie obama, aber die mullahs brauchen gar keinen feind beschwören, weil die iraner sind schon lange von us militär und us kriegsschiffen umgeben und es gibt vermutlich tausende aussagen von us politikern, das die iraner böse sind und eine militärische option immer offen steht.......

Harry Meier
 
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10.1.2012, 11:07
Im Gegensatz zu seinem Vorgaenger hat sich ..

... Obama immer alles vom Weltsicherheitsrat absegnen lassen. Warum da Welt vor Sicherheitsrat steht, koennen sie sich wohl denken.

trestigres
 
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Tatsächlich ist es ziemlich schwachsinnig das Mullah-Regime andauernd und für alles aus der Verantwortung nehmen zu wollen, nur weil der eigene Hass auf die Amis noch grösser ist....

Chris Quast
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mist korrektur, hab mich verlesen, es sind 4,4%. die 2% sind vom irak.

Tower Hill
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Was eigentlich wurscht ist.

Auch die paar Prozent müssen ersetzt werden. Wobei die große Frage eigentlich ist, wie die EU im Sanktionsfall den Griechen unter die Arme greifen will.

Totaler Durchblicksstrudel
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Mit Haftungen und Garantien. Sind ja keine Unsummen. Abgesehen davon übernehmen die Saudis das Risiko in so eine Fall wohl auch gerne ;)

Tower Hill
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Naja, bis jetzt hält sich die Begeisterung,

Griechenland unter die Arme zu greifen ja in Grenzen. Ist ja noch nicht mal sicher, daß die nächste Tranche ausbezahlt wird. Wenn die Griechen jetzt geschickt agieren ist wenigstens ihre Ölversorgung in nächster Zeit gesichert.

Totaler Durchblicksstrudel
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Gesichert? Wenn die EU die nächste Tranche nicht ausbezahlt, wird Griechenland bankrott gehen. D.h. für die Erdölimporte, sie werden überall im voraus zahlen müssen. Unter diesen Bedingungen könnens dann auch wieder in Libyen oder dem Irak einkaufen.

Tower Hill
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Mit gesichert meinte ich,

daß sich die Griechen ihre Zustimmung zu Sanktionen dermaßen abkaufen lassen könnten, daß die EU fürs Öl bezahlt. Sind ja keine Unsummen, wie Du angemerkt hast ;-)

Chris Quast
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ja die armen griechen.
wer greift eigentlich den italiener, spaniern,franzosen, niederländern unter die arme. die importieren alle mehr als die griechen (zumindest zw. dem ersten halbjahr 11 (aktuelleste zahlen).
Auch der exportanteil ist in italien/spanien ähnlich dem griechenlands (13 vs. 14% ihres importierten öls)
jeden europäer würde bei einem ölpreis von 90€ das öl das die griechen von den iraner beziehen täglich (20000*90/500 mio) = 0,4 €-cent kosten.
also ich denke, dass lässt sich irgendwie machen !!
und ich glaub es gibt in der welt auch ein kurzfristiges überangebot von 20000 barrel/tag.

Tower Hill
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Die Griechen werden solche Sanktionen weitaus mehr treffen.

http://www.focus.de/finanzen/... 83494.html

Sie haben scheinbar gröbere Probleme mit der Finanzierung bei anderen Lieferanten.

Was die 20.000 Überangebot betrifft, ist das wohl etwas zuwenig, bei 450.000 täglich, was Iran und EU anbelangt.

Chris Quast
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12.1.2012, 01:57

verarbeiten und das was vom iran importiert wird sind ja 2 paar schuhe.

glaube nicht, dass iran ohne das es seine abnehmerstruktur massiv ändert, den griechen so einfach die 400000 liefern könnte. (da wären dann andere sauer !)

die 400000 sind ja nicht unbedingt, das was man braucht, um das land am laufen zu halten. sondern das was halt die raff. verarbeiten können. die 400 barrel wären ungefähr so viel wie die EU importiert.
gut wenn die wegfällt, wäre diese kapazität frei.

aber ich glaube nicht, dass sich griechenland erlauben kann hier der EU in die suppe zu spucken.

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