Präsident Saleh sagt Reise in die USA ab

4. Jänner 2012, 21:33

Vize-Minister: Kongress-Partei übte Druck auf Staatschef aus

Sanaa - Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh hat seine geplante Reise in die USA abgesagt. Der stellvertretende jemenitische Informationsminister Abdo al-Janadi sagte am Mittwoch, ranghohe Vertreter von Salehs Kongress-Partei hätten Druck auf den aus dem Amt scheidenden Präsidenten ausgeübt. Demnach sollte er bis zur Wahl seines Nachfolgers im Februar im Land bleiben. Al-Janadi wies Gerüchte zurück, denen zufolge es Probleme mit den USA bezüglich der Einreise Salehs gebe.

Seit Jänner 2011 hatte es Proteste gegen den seit drei Jahrzehnten herrschenden Saleh gegeben, bei gewalttätigen Auseinandersetzungen starben seither hunderte Menschen. Ein Ende November geschlossenes Abkommen sieht Salehs Machtverzicht vor und räumt ihm und seiner Familie im Gegenzug Straffreiheit ein. Bis zur Wahl am 21. Februar soll er als Ehrenpräsident formell im Amt bleiben. Ende Dezember hatte Saleh angekündigt, bald in die USA zu reisen. Das US-Außenministerium erklärte am Dienstag, es prüfe noch Salehs Visumantrag. (APA)

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