"Presse"-Auslagerung "Anschlag auf Redaktion"

4. Jänner 2012, 18:10

Gewerkschafter Franz C. Bauer kündigt "großen Wirbel" an - Er sieht eine "Vorbereitung auf die Flucht aus dem Kollektivvertrag"

Wien - Kommende Woche will die Journalistengewerkschaft heftig gegen Pläne der Presse protestieren, ihre Sportredakteure in eine Redaktionsfirma mit denen anderer Sporttitel des Styria-Konzerns auszulagern. Gewerkschafter Franz C. Bauer kündigt gegenüber dem STANDARD "großen Wirbel" an.

Die Auslagerung nennt er einen "Anschlag auf die Redaktion" und "ersten Schritt, Redaktionen in ihrer bisherigen Organisationsform aufzulösen". Für die Gewerkschaft sei das "inakzeptabel".

Bauer sieht auch eine "Vorbereitung auf die Flucht aus dem Kollektivvertrag". Das bedeute eine "massive Belastung" der laufenden Verhandlungen über den neuen Journalistenkollektivvertrag. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 6./6.1.2012)

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Ah geh’…

… als Anfang 2009 das selbe mit den Layoutern, Grafikern und Bildredakteuren gemacht wurde, kam kein Ton. Aber jetzt, wo’s die Schreibenden erwischt, wird gejammert. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

zahnlos

als es beim kurier vor einem jahr so richtig rund gegangen ist, haben bauer & co auch laut gebellt. und dann? nix, nix und nochmal nix. bis auf tröstende worte: "jedes ende ist ein neuer anfang". eine ziemlich zahnlose partie, schade um die mitgliedsbeiträge...

Wie hoch ist eigentlich der Organisationsgrad bei den Journalisten?

..entbehrlich...

wie schon oft hier gepostet...
die presse ist nicht einmal das papier wert, auf das es geschmiert wird,..
eine parade von rückgradverbogenen opportunisten im readaktionsbüro muss man nicht auch noch schützen,.. sie kommen immer irgendwo unter.

also ich kann auf fleischhackers und schellhorns verzichten

vor allem auf schellhorns

im übrigen

bin ich ernsthaft dafür, dass die styria zerschlagen werden muss. ein kleinkarierter moloch, wie er noch nie existiert hat, menschenverachtend nach innen und außen.

der Sportteil der Presse ist ein Witz

sie haben wohl noch nie den sportteil vom standard gesehen!?

allein schon aufrund der Poster (also derjenigen die oft wirklich hintergrundwissen mitbringen) ist der stnadard hier mindestens fünf Häuser hoch vorne...

meinte ja auch die zeitung und nicht das onlinemedium! ansonsten gebe ich ihnen recht.

was gibt's konkret

an dem auszusetzen?
die live-berichterstattungen sind meines erachtens interessanter als die kommentatoren des orf das jemals zusammenbrächten.
also bitte, was passt nicht?

Der ist wirklich

ein Witz und die Redakteure sind immer sehr sehr lustig.

Forderung erfüllt

"Die Presse" fordert tagtäglich sparen,sparen, sparen bei Sozialleistungen, Pensionen, Subventionen und Staatsausgaben. Nur wenn´s dann ans eigene Geldbörserl der ohnehin wohlbestallten Redakteure geht, gibts lautes Geschrei. Völlig unglaubwürdig, diese Presse-Journalisten!

Ausgleichende Gerechtigkeit

Niedlich wie sich Bauer hier echauffiert. Als die Online-Redaktionen vor Jahren ausgelagert wurden, haben die Herren von der Gewerkschaft meistens geschwiegen. Auch als die Rechte der dort arbeitenden Journalisten mit Füßen getreten wurden, konnte man von Bauer nur selten hohes Engagement erwarten. Jetzt bekommen er und seine Gewerkschaft die Rechnung dafür präsentiert. Die Verlage sind offenbar auf dem (Auslagerungs-)Geschmack gekommen. 'Ausgleichende Gerechtigkeit' würden das (von der Gewerkschaft kaum bis gar nicht vertretene) Online-Journalisten nennen.

Stimmt leider!

Das Problem ist ja, dass Online-Journalisten GENERELL nach wie vor als Journalisten zweiter Klasse behandelt werden; und zwar von KollegInnen ebenso wie von ArbeitnehmerInnen.
Und sogar größtenteils von Leser-/UserInnen ...

sie sind ja auch praktikanten, nicht?

zumindest schreiben sie so.

lästern kann manchmal richtig schön sein. es ist aber auch oftmals nur dumm, insbesondere wenn vom einzelfall aufs allgemeine geschlossen wird. in diesem sinn: besten dank an alle online-journalistInnen für ihre tägliche arbeit. und die baldige einführung einer gebühr für online rezipierbaren nachrichten.

"sie"?

Wer sind denn "die" Online-Journalisten?

Oder, um Ihr Beispiel aufzugreifen: Wenn jemand 1.500 Euro brutto für 40 Stunden bietet, wird er wohl keine Profis bekommen.

Die Katze beißt sich in den Schwanz. Zumindest in Österreich.

1997 wurde die Styria-Gruppe in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 98,33 % der Anteile sind im Besitz der Katholischer Medien Verein Privatstiftung (vormals Katholischer Preßverein Privatstiftung) und zu 1,67 % im Besitz des Katholischen Medien Vereins (vormals Katholischer Preßverein). (aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Styr... dia_Group)

Mich würden die konkreten Namen der Stifter interessieren!

Naja

Im Stiftungsrat sitzen und saßen schon hochkarätige Personen aus dem Ordinariat, diverse Laien aber auch normale Menschen drinnen.

Können Sie mir konkrete Namen verraten?

Oder MUSS das nebulos bleiben, weil jemand etwas zu verbergen hat??

Nachdem die Artikel

ohnehin alle nur mehr bei Reuters, APA und pta gekauft werden gibt es in vielen Redaktionen kaum noch redaktionelle Arbeit. Da ist das nur ein logischer Schritt.

Wenn es rechte Schreiberlinge trifft

hält sich mein Mitleid in grenzen - die predigen doch ständig den Wettbewerb (der nur für andere gelten soll)

Vl. ergibt sich aus diesen Umständen ja mal ein Sinneswandel :)

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