Skilehrer fürchten Schwarzfahrer

Wintertourismus kratzt die Kurve

Verena Kainrath, 5. Jänner 2012, 10:06
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    foto: apa/techt

    Hochsaison auf den Pisten nach zähem Start, auch die Hotels sehen sich zu 90 Prozent ausgelastet.

Österreicher gönnen sich ihren Skiurlaub, sparen aber beim Essen. Touristiker halten die Preise für zu niedrig und die Russland-Erlöse für überschätzt

Oliver Schwarz sind die Vorurteile gegen russische Urlauber zuwider. Die Russen gingen lieber flanieren und shoppen, statt sich beim Après-Ski zu besaufen, weiß der Tourismusdirektor des Ötztals zu berichten. Einige Stunden auf den Pisten reichten ihnen völlig aus, anders als den Deutschen, die ihre Skipässe gern bis auf die letzte Minute ausreizten. "Und nur weil einer die Vor-, Haupt- und Nachspeisen zugleich auf seinem Tisch haben will, ist er deswegen noch lang kein Barbar."

Fast jeder zehnte Wintertourist in Sölden ist Russe. Einzelne Hotels zählen dort derzeit kaum Gäste anderer Nationen, und mit dem orthodoxen Weihnachtsfest am 7. Jänner erreicht das Geschäft mit den Russen den Höhepunkt. Seit sie Tirol als Winterdestination für sich entdeckt haben, sei das traditionelle Umsatzloch im Jänner Geschichte, freut sich Schwarz. Mittlerweile komme auch die gehobene Mittelschicht auf die Pisten, gebucht werde abseits großer Reiseveranstalter vermehrt individuell.

Um gut ein Drittel nehmen ihre Nächtigungen jährlich zu. So ganz nachvollziehen können viele Touristiker den Hype um sie dennoch nicht. Sepp Schellhorn, Präsident der Hoteliervereinigung: "Es wird darum zu viel Wirbel gemacht. Da gehört relativiert." Die Deutschen sorgten in Österreich jährlich für 55 Millionen Nächtigungen - nach wie vor nur eine Million buchten Russen. Ein Zuwachs von 30 Prozent bei ihnen sei schön und gut, verliere man aber ein Prozent der Deutschen, mache das etliche Millionen aus. Schellhorn sieht seine Branche gefordert - zumal Touristen aus dem Nachbarland seit Jahren weniger werden. Die Österreicher selbst belegen ein Drittel der Betten. Auch sie gehörten stärker umworben, meint Tourismus-Obmann Johann Schenner. "Bei gutem Wetter sind sie stets rasch da."

Zäher Start

Zäh war der Start in die laufende Wintersaison. Er wolle sich die Schwarzmalerei rundum gar nicht ausdenken, wäre der Schnee weiterhin ausgeblieben, sagt Schellhorn. Doch nun soll alles gut werden. Die Hotels seien wie alle Jahre wieder zu 90 Prozent ausgelastet. Experten versprechen für den Winter stabile Nächtigungen. Gebucht wird jedoch immer kurzfristiger, der Winterurlaub währt im Schnitt kaum mehr als vier Tage.

Ein frühes Ostern macht die Saison heuer zudem kurz und kompakt. Bei den Umsätzen gibt sich keiner der Euphorie hin, erwartet werden reale Rückgänge von zwei bis drei Prozent, sagt Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. "Die Leute gönnen sich ihren Urlaub, sparen aber bei den Nebenkosten", bestätigt Schwarz. Statt drei trinke man etwa nur ein Bier auf der Hütte und nahm den Champagner für Silvester von zuhause mit. "Auch die Russen drehen den Euro jetzt zweimal um."

Österreich hält im europaweiten Wintertourismus einen Marktanteil von 57 Prozent. Dass Skiurlaub ein kostspieliges Vergnügen ist, wollen die Unternehmer nicht so sehen, im Gegenteil. "Wir verkaufen uns zu billig, ein falscher Weg für Tirol", seufzt Schwarz mit Blick gen Schweiz. Dass höhere Preise zulasten der Gästezahlen gehen, schließt er nicht aus. "Es ist halt eine Gratwanderung."

Abseits jeder Krise sehen sich auch die Skilehrer. 17.000 gibt es derer in Österreich, 500 Schulen buhlen um lernwilliges Publikum. Vor allem im Westen laufe es hervorragend, erzählt Verbandspräsident Richard Walter. "Es gibt keine Spur von Einbußen." An Konflikten fehlt es dennoch nicht. Illegale ungeprüfte Skilehrer machten laut Walter Pisten von Kitzbühel bis St. Anton unsicher. Ihnen Schwarzarbeit nachzuweisen sei schwer. Dass Skilehrer kein Russisch können, wie Touristiker beklagen, lässt er nicht gelten, zumal "es auch in Verbänden kaum einer spricht". Man behelfe sich mit gebürtigen Russen - sofern es für sie Arbeitsgenehmigungen gibt. (Verena Kainrath, DER STANDARD, Printausgabe, 5.1.2012)

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E Pie
 
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ich hab meiner tochter mit ihren

2 kindern einen zuschuß gezahlt. ich habe leichtfertiger weise angeboten die liftkarten zu übernehmen >:-(
2 Erwachsene + 2 Jugendliche für eine woche bei ski amade= ca. 700 euro. das waren mal ~10.000 ats !
billig ist was anderes, auch kostet das appartment ca. 850 euro und plus nebengeräusche nochmals ca. 1000 euro. somit kostet der ganze spaß 2.550 euro. also 35.000 ats für einen familienurlaub das ist schon kräftig, dann kommt natürlich dazu das während den semesterferien die höchstpreise verlangt werden. familienpauschalen oder angebote denkste ! aber dafür werden dann die angestellten im gastgewerbe gut bezahlt, oder ? ....

cantanto
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Die Deutschen sorgten in Österreich jährlich für 55 Millionen Nächtigungen - nach wie vor nur eine Million buchten Russen. Ein Zuwachs von 30 Prozent bei ihnen sei schön und gut, verliere man aber ein Prozent der Deutschen, mache das etliche Millione

Also:
1% von 55 Mio. macht "etliche Millionen".
Das klingt mir nach Tiroler Bauernschläue....

i sogs eich!
04
was mich so ärgert ist,

dass ich auf diese neuen sessellifte mit beiheiztem leder etc echt verzichten könnte.. da zahl ich für was, dass einfach kein mensch braucht.

früher mit 2er sessel ohne kuppeldach gings auch und es hat spass gemacht! und wenn der wind noch so um die ohren geweht ist. das war geil!

Lectrice
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Für das "der Wind um die Ohren blast" bucht man aber dann schon einen Abenteuerurlaub um sich zu spüren.

Ist wie mit allem: zu Hause Putzi und allen techn. Pipapo, damit man sich Mühe erspart und dann ein Abo im Fitness-Club.

Poldi Fesch
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baroli
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Der hat auch mich geschleppt...;-)

Lectrice
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Ich glaube, fast alle "unserer" Generation ;-). Zu meiner Zeit war Radstadt auch noch e beliebter Schulschikursort.

Poldi Fesch
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ich nicht

Wald am Schonerpass in der 2., Kleinarl 3., St. Ullrich am Pillersee 5, Saalbach/Hinterglemm 6., und Auffach 7 . + 8.

Poldi Fesch
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auch noch

der Zweier ? Ich krieg ja einen dicken Hals, wenn ich das seh. Radstadt hab ich mir 2001 noch einmal gegeben, es ging

baroli
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Bis jetzt hab ich mich immer nur geärgert, wenn ich Orte meiner Kindheit oder Jugend nach vielen Jahren wieder besucht hab.

Poldi Fesch
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:) ja

ich auch. Das Schlimmste war Kusadasi 1970 - 1987

baroli
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Kann ich mir vorstellen.
Ich tue mir das nicht mehr an.

Poldi Fesch
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:) auch

weil es ja schon fuer erwachsen - erwachsen gilt. Podersdorf am See war auch sowas

baroli
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Genau, so ist es.
Wir sind selber schuld.;-)

Poldi Fesch
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ja,

die sind wiederlich

Modjo
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Sehe ich genauso! Ich brauche auch nicht überall moderne Lifte. Die Preise steigen dadurch derart in die Höhe, dass es fast schon nicht mehr zu bezahlen ist für einen Durchschnittsverdiener.

Es muss auch nicht 100% der Pistenfläche beschneit werden. Auf reinem Naturschnee fährt es sich sowieso viel besser, als auf den künstlich produzierten Eisplatten.

i sogs eich!
01

3 stunden auf der piste reichen nicht, aber mehr kan ich mir nicht leisten.

nur bei der derzeitigen schneelage reicht das aus, da ab 14 uhr die pisten nur mehr entweder matsch oder eis sind.

s.hintersteiner
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Der Beruf des Skilehrers

Bin völlig Deiner Meinung. Die staatlichen Skilehrer sind aber selber Schuld wenn sie sich von den Skischulleitern schikanieren lassen, sucht euch doch die eigenen Gäste.
Wie kann es sein dass Skischulleiter und Skilehrer in einem gemeinsamen Verband sind.....das wär ungefähr so als wenn ein Vorstandvorsitzender eines Betriebes auch den Vorsitz der Gewerkschaft hätte......
lg
Sepp

orangenpresse
 
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teuer ist relativ...

eine stunde tennis kostet im winter ca 25€...ein segelboot im sommer kostet etwa 15€ die stunde und die tageskarte in einer therme kostet auch ca 35€, so gesehn ist eine tageskarte beim schifahren um 40€ gar nicht so teuer. trotzdem, schiurlaub mit familie muss man sich leisten können/wollen...
im vergleich zu einer woche sommerurlaub am meer muss man sicher die doppelten kosten einplanen.

JenZ
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Es kommt auf das Skigebiet an

Ich war in Mönichkirchen und die Preise auf der Hütte waren bei weitem günstiger als in der Stadt (Wien). Dieses Schigebiet kann ich empfehlen. Ich war sehr angetan und überrascht (100% beschneit) davon. Die Halbtageskarte lag bei etwa EUR 25,-. Das klingt viel, sind aber ca. EUR 6,- pro Stunde. Kino ist auf die Stunde gerechnet ca. gleich teuer und Billard auch. Und die Ausrüstung hält jahrelang.

Abraten kann ich von der Koralpe. Das war die reinste Abzocke.

supermike
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Der Beruf des Skilehrers ist einer der größten Skandale in Österreich

Wenn man nämlich mal recherchiert wird man draufkommen, dass es eine richtige Skischulmafia in Österreich gibt die zusammen mit der Wirtschaftskammer absolut entgegen jedem EU Recht handelt und agiert.

Selbst für staatlich geprüfte Skilehrer mit allen möglichen Prüfungen ist es unmöglich in Österreich diesen Berufs selbstständig auszuüben. Man kann lediglich für extrem wenig Geld bei einer Skischule arbeiten die zum Großteil halbschwarz zahlen.

the JJ
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Ich muss sagen, ich wohne eigentlich in einer Wintersportregion, und habe zu mehreren Skigebieten nicht weiter als eine Stunde Fahrtzeit, und trotzdem gehe ich kaum mehr Ski fahren...

Der Grund: Es ist mittlerweile viel zu teuer.

Eigene Ausrüstung habe ich ja zum Glück, aber alleine die Kosten für eine Karte sind mehr als übertrieben...wenn man bedenkt, dass 40€ für eine Tageskarte noch im unteren Preisbereich liegt, dann ist das einfach zu teuer. Kommt noch Mittagessen und ein wenig Après-Ski dazu und man ist schnell bei 60€...Diesel ist auch nicht gratis, etc...

Wer da noch sagt, Ski fahren sei zu billig, der hat eindeutig zu viel Zeit an der Bar oder auf der Bergstation verbracht...

mike sierra
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Ja da hilft nur mehr eins:
Mit Tourenskiern von zu Hause weggehen und den Berg rauf, das Lunchpaket im Rucksack (oder gleich die ganze Kochausrüstung?).

Ischgl
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4.000,00 pro Woche!! Mindestens!

Eine vierköpfige Familie muss pro Schiwoche in Österreich 4.000,00 Euro kalkulieren. Drunter geht´s nicht. Hotel pro Tag Halbpension mindestens 400, (2.000) Skihütte 4 Personen pro Tag 50,(200) Getränke zum Abendessen pro Tag 50 (200), Schikurs für zwei Kinder (600) Wochenkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder (600), + Anfahrt und Abfahrt, Süßspeise, Eis, usw.... PLUS!! Ausrüstung für 4 Personen 4.000,00, oder Leihgebüren ( mindestens 400 ), Skiwäsche usw.. braucht man trotzdem ( 2.000 für 4 Personen minimum ) Das Skifahren ist ein Sport für Reiche. Und da sprudelt dieser Verbandsfuzzi, daß es zu billig sei. Das ist Blasphemie oder eine eklatante Rechenschwäche!

Wahlarzt
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und

warum sind die Wintersportorte und Lifte immer noch so überfüllt?

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