Teuerung in Eurozone auf Rückmarsch

4. Jänner 2012, 16:26

Brüssel - Der Preisdruck in der Euro-Zone hat seinen Höhepunkt vorerst überschritten. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember nur noch um 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie Eurostat am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Zuvor hatte die Teuerungsrate drei Monate in Folge auf einem Drei-Jahres-Hoch von 3,0 Prozent verharrt. Experten hatten mit dem Rückgang gerechnet, der in Deutschland noch stärker ausfiel. Hierzulande war die Teuerungsrate Ende vorigen Jahres sogar auf 2,4 Prozent gefallen.

Die Europäische Zentralbank (EZB), die jüngst die Zinszügel weiter gelockert hatte, erwartet für dieses Jahr einen deutlichen Rückgang der Inflationsrate auf durchschnittlich zwei Prozent. Die Bundesbank rechnet für Deutschland in diesem Jahr sogar mit einer Teuerungsrate von lediglich 1,8 Prozent. Bei Werten von knapp unter zwei Prozent sieht die EZB stabile Preise in der Euro-Zone gewährleistet. "In einem Umfeld schwachen Wachstums in der Eurozone und weltweit sollte der Kosten-, Lohn- und Preisdruck moderat bleiben", sagte EZB-Präsident Mario Draghi jüngst.

Er hatte in zwei Schritten im November und Dezember den Leitzins auf 1,0 Prozent gedrückt, obwohl die Teuerungsrate damals noch auf dem Drei-Jahreshoch lag. Kritiker warfen dem EZB-Präsidenten daher vor, die Inflation mit einer Politik des billigen Geldes noch weiter anzuheizen. Draghi hatte aber aus Sorge vor einer heraufziehenden Kreditklemme und einer drohenden Rezession in der Euro-Zone die Geldschleusen noch weiter geöffnet und den Banken zuletzt für drei Jahre fast eine halbe Billion Euro zum Leitzins zur Verfügung gestellt.

Die voraussichtlich in den kommenden Monaten im Zuge nachgebender Energiepreise weiter abebbende Jahresteuerung eröffnet der EZB Spielraum für eine weitere Lockerung der Geldpolitik, meint Ökonom Howard Archer von IHS Global Insight: "Wir erwarten eine Zinssenkung bereits im ersten Quartal auf 0,75 Prozent, allerdings noch nicht auf der Sitzung am 12. Jänner." (APA/Reuters)

sokra
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Was am meisten Sorgen macht...

... ist dass die Inflation in Deutschland deutlich unter dem Schnitt der Eurozone liegt.

Statt einer inneren Abwertung wird die Euro-Peripherie immer teurer und verliert immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit...

Andreas Prucha
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Najo, diese "alternative" ist ein bissl skurril. Gerade in den letzten Jahren bunkern die Banken Geld bei der EZB. Wie soll Geld, das nicht in den realen Wirtschaftskreislauf kommt grossartig Inflation auslösen? Die etwas höhere Teuerung in manchen Bereichen im letzten Jahr scheint durch Vertrauensverlust (Inflations-Angst) getrieben, denn durch ein überangebot an Geld. Heikel könnts werden, wenn dieses mehr an Geld, das jetzt gebunkert wird, irgendwann mal aus irgendeinem Grund schnell in Umlauf kommt.

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ja genau,

die Banken legen das Geld nur vorübergehend zur EZB, weil sie damit ihre in nächster Zeit auslaufenden Refinanzierungen (Anleihen) zurückzahlen (müssen)

die Frage ist, was Fonds, Versicherungen, Pensionskassen, Banken etc.machen, die derzeit Staats- und Bankanleihen halten und diesen Anteil reduzieren.
Aktien ? Corporate Bonds ? Emerging Markets ? Rohstoffe ?
einige Märkte werden profitieren, aber die Inflationsangst scheint dzt. unbegründet zu sein

die große Frage ist Griechenland im März und der EURO

Der Wappler
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Der Wappler will hohe Zinsen, damit er sich die Nina leisten kann

Der Wappler hat eine inflationsgeschütze Wohnbauanleihe!

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dann muss er halt das Kapital angreifen

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