Überstunden-Ausgleich

McDonald's zahlt 250.000 Euro Schadenersatz

4. Jänner 2012, 12:03

Angestellte leistete jahrelang Überstunden ohne Ausgleich

Paris - Ein Franchise-Nehmer der Schnellimbiss-Kette McDonald's muss einer Frau in Frankreich die rekordverdächtige Summe von 250.000 Euro Schadenersatz für jahrelange unvergütete Überstunden zahlen. Ein Arbeitsgericht in der Bretagne gab der Ex-Angestellten recht, die ab 1999 bei McDonald's arbeitete und bis zur Filialleiterin aufstieg. Dabei habe sie "von 2006 bis August 2009 regelmäßig die doppelte Arbeitszeit gearbeitet, manchmal von fünf Uhr morgens bis Mitternacht, ohne irgendeinen Ausgleich dafür zu erhalten", erklärte die Gewerkschaftsanwältin Mado Le Faucheur.

Die junge Frau arbeitete demnach fast immer sieben Tage die Woche. Sie sei einem enormen Druck ausgesetzt gewesen, sagte Le Faucheur. Letztlich verließ die Angestellte wegen einer schweren Depression ihre Arbeitsstelle. Nach Angaben der Zeitung "Ouest-France" ging der Franchise-Nehmer, der vier McDonald's-Filialen in der Region betreibt, in Berufung.

Im Jahr 2009 war McDonald's in Japan zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 50.000 Euro verurteilt worden, weil ein Angestellter ebenfalls jahrelang unbezahlte Überstunden machen musste. Im selben Jahr war in Japan eine Geschäftsführerin der US-Fast-Food-Kette nach Angaben der Arbeitsverwaltung wegen Überarbeitung an einer Gehirnblutung gestorben. (APA)

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19 Postings
awien
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Wer muss zählen? Der Frachiesenehmer oder McDonalds? Ich nehme an der Franchisenehmer und der McDonalds wird nur als Synonym für Mies verwendet.

Andreas W
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Viel wichtiger waere es zu klaeren, wieviel sich die Unternehmen durch diese Machenschaften jedes Jahr "ersparen"

Aber weshalb sollte die auch anders agieren, als etliche Lebensmittelhaendler wie Aldi, Hofer, Billa, etc in den 60, 70, 80er Jahren, denn irgendwoher mussten ja Wlaschek, Albrecht-Brueder und andere Verbrecher ihre Milliardenvermoegen abzweigen!

Irrer Wahnsinn
01
Ich boykotiere,

"MCDreck" seit Jahren, sorry Leute aber derartige Sklavenpraktiken gehören verboten!

081547112
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es verbietet ihnen auch niemand das boykottieren.

warum wollen die leute immer irgendwelche verbote?

einer123
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Mein McMoment

Emanuel Baum
 
03
Das ist schon in Ordnung so,

vielleicht verschreckt das auch so manch andere moderne Sklaventreiber, die Überstunden nicht auszahlen bzw. von den Mitarbeitern eine solche "Flexibilität" ohne Vergütung sowieso erwarten.

Monsieur Ridicule
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Als Filialleiterin (!)

war sie aber schon selber für ihre Arbeitseinteilung verantwortlich. Wer sonst hat den Dienstplan wohl gemacht ?

buena1vista1
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Nicht böse sein, ....

aber die Angestellten sich schon selbst SCHULD, weil es ist einfach nicht normal dieses Arbeitspensum. Und warum sollte MCD (ohne diese Verbrecher in Schutz nehmen zu wollen) etwas "sagen", wenn die MA das sowieso freiwillig machen.

Wenn ich einmal von bis arbeiten muss OK, ein zweites Mal vielleicht auch noch, aber über Jahre jeden Tag 19 Stunden?????? Krank! Einfach nur Krank! Erst durch solche Menschen können sich die Konzerne das erlauben, weil sie sehen, es wird sowieso NIX gesagt ....

Emanuel Baum
 
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Aus der Sicht eines Sklaventreibers pardon modernen Arbeitgebers

"Ach Sie wollen nicht bei uns arbeiten? Hinten stehen schon neue (unwissende) Interessenten für Ihren Job an und die sind ohnehin nochmal billiger, weil sie noch keinen Anspruch auf eine Gewinnbeteiligung haben. Die sind sich sicher nicht zu schade für diese tolle Arbeit"

S.Cooper
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Zu einem gewissen Grad stimmt das schon, ich frage mich halt immer wieso sich die Leute das so lange anscheuen. Ob da nicht auch ein wenig Kalkül mitspielt...

mayflower2
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Amerikanische Verhälnisse.

Bonobo
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Ähnliches gibt es in Westösterreich

Im übrigen gibt es auch in den USA sozial engagierte Unternehmen.

Claidheamh Mòr
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was ist daran

amerikanisch, wenn jemand der vertraglich vereinbarte Lohn zugesprochen wird ?

Galm
 
01
ist bei uns auch so

...bei einigen Supermarktketten

sirnicha
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nein,

bei allen...

Claidheamh Mòr
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nur mit dem kleinen Unterschied

dass das ASG im Regelfall GEGEN den Klagsteller entscheidet, v.a. wenn Interessen von WKO oder PVA oder sonst einem "Leistungstraeger" gefaehrdet sind.

Monsieur Ridicule
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Trollkind.

Karlgaard
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In vielen Restaurants in Wien, insbesondere in sog. Ethno-Lokalen, ist es bereits seit langem üblich, für 30 Stunden zu bezahlen und gut 40 Stunden arbeiten zu lassen. Das Trinkgeld dürfen die Kassierkellner standardmäßig nur zu einem Drittel behalten, in manchen Gaststätten wird es zu 100 Prozent abgenommen.

Monsieur Ridicule
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Quatsch" Ethnolokale". Das IST Urwiener Tradition.

Die erzählen sogar noch frech vor dem Arbeitsgericht, dass das ja so normal wäre.

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