Weltumrundung per Fahrrad

Grazer Weltumradler biegen in L.A. in die "Zielgerade"

4. Jänner 2012, 11:39
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    foto: apa/philipp schaudy

    Valeska und Philipp Schaudy im März 2008 auf der Fahrt nach Adelaide in Australien.

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    Weihnachten 2010 feiern sie mit rund 67.000 Kilometern auf den Tachos in einem Dorf in Mittelargentinien.

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    foto: apa/philipp schaudy

    Am 29. Oktober 2011 sind sie auf einem Markt in Hanoi.

Mit 77.300 km am Tacho folgen noch eine USA- und Südwesteuropa-Durchquerung - Im Mai sind die beiden wieder daheim

Für die beiden Grazer Valeska und Philipp Schaudy geht nach gut fünf Jahren und 77.300 Kilometern auf dem Sattel ihre Welt-Radtour sozusagen in die Zielgerade: Auf der soeben in Angriff genommenen vorletzten Etappe durchqueren sie die USA von West nach Ost, um anschließend von Portugal zurück in die Alpen und quer durch Österreich nach Hause zu radeln. Die Rückkehr ist für Mai geplant.

Etappe durch Südostasien

Das Radlerpaar hatte seine ausgedehnte Radreise im Herbst 2006 am Nordkap begonnen und war im vergangenen Herbst - nach der Sommerpause, die sie wiederholt als Guides in der Arktis zur Aufbesserung der Reisekasse nutzten - in Peking zu einer Etappe durch Südostasien aufgebrochen.

4.300 km legten sie durch Südchina, Vietnam, Laos, Kambodscha und Thailand zurück, verbrachten Weihnachten in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) und machten danach einen großen Luftsprung nach Los Angeles, wo sie den Jahreswechsel verbrachten.

"Gierig drauf, wieder in die Pedale zu treten"

"Nun sind wir nach der Weihnachtspause schon ganz gierig drauf, wieder in die Pedale zu treten", erklärte Valeska. "Nach Südostasien ist es angenehm kühl hier, doch leider sind die Tage winterlich kurz." In den USA waren sie im Zuge ihrer Mammut-Tour schon einmal, als sie im Herbst 2009 von Alaska kommend die Westküste entlang Richtung Mittel- und Südamerika unterwegs waren.

Nun, auf dem Weg zur Ostküste, geht es zunächst über die Berge und auf der anderen Seite durch die Wüste. Generell wollen sie einer von der Adventure Cycling Association empfohlenen Route folgen, der Southern Tier: "Doch vielleicht werden wir den einen oder anderen Schlenker einbauen."

"Im Ausrollen" zurück in die Heimat

Anschließend ab Mitte März nehmen die beiden die finale Europa-Etappe in Angriff, die sie langsam - quasi "im Ausrollen" - zurück in die Heimat bringen wird: von Portugal über Spanien, Frankreich und die Schweiz sowie quer durch Österreich.

Im Mai wollen die Umweltsystemwissenschafterin Valeska Schaudy (Jahrgang 1978) und der Geograf Philipp Schaudy (Jahrgang 1973) nach fünfeinhalb Jahren und fast 90.000 km auf allen Kontinenten am Grazer Hauptplatz einradeln. (APA)

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dr mike
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In 5, Jahren 90 000 km zurückgelegt. Ich gratuliere !
Ich hatte einen Peugeot der nach 83 000 km schrottreif war.

1000 Kopfläuse können nicht irren
05
Eine Bitte:

Bevor ihr im Mai in Graz reinradelt, könnt ihr mir bitte von dem kleinen Store in Hongkong noch ein Ladegerät für mein Handy mitnehmen?
(C;

odrr
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;)

da sind die schon vorbei, aber evtl. gibts das ladegeraet noch in der verbleibenden strecke

http://www.2-play-on-earth.net/wo_sind_w... r_gerade_/

Entfesselter Prometheus
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Gratuliere!

Tolle Sache das ganze. Mit dem Fahrrad hat man auch die Zeit sich Dinge anzusehen, bzw. sie überhaupt zu bemerken.

Einziger Knackpunkt bei solchen Projekten ist immer die leidige Finanzierung. Scheint offensichtlich gelungen.

jodaflo
 
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radreisen sind eine sehr billige (und ökonomische) art des reisens insofern man in der lage ist am lagerfeuer kohlenhydratreiche kost zu kochen. gutes equipment sein eigen nennt, entsprechend geografisch vorbereitet ist...

...und erwartungen an kost, unterkunft, komfort eher niedrig ansetzt.

es steht und fällt mit dem equipment (1x teuer und dann nie wieder).

Para Dox
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Also ich hab mal mit jemanden geplaudert (Zufallsbekanntschaft am Flughafen), der etwas ähnliches gemacht hat. Die sind zu zweit einfach losgefahren (mit Zelt) ohne großartiges öffentliches TamTam. Je länger sie unterwegs waren, umso bekannter wurden sie und umso mehr lokale Medien wollten Stories und Interviews. Dafür haben sie einen (zwar sehr kleinen aber immerhin) Unkostenbeitrag bekommen und sich so die Reise finanziert. Später war es dann schon so, dass die lokalen Medien bereit gestanden sind, wenn sie in einem Ort angekommen sind.

col.moriol
 
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prinzipiell haben sie vollkommen recht.

aber wenn sie sich die homepage der beiden ansehen werden sie feststellen, dass das was die beiden betreiben mit ökotourismus wenig zu tun hat, abgesehen von der etikette die sie sich geben. die scheinen mehr zu fliegen als zu fahren (nachhause, zum sommerjob, zu einem anderen sommerjob, dazwischen wird geflogen statt gefahren, und so gehts dahin).
ökologisch ist da gar nichts. die haben co2-fussabdrücke wie manager.

Entfesselter Prometheus
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Das ist mir auch bekannt

Das ganze jahrelang zu betreiben ist allerdings keine billige Angelegenheit. Und leider muss sich jeder finanzieren. Dazu kommt im Ausland, dass man sich die Highlights auch ansehen will und das kostet dann eben dementsprechend. So kommt man nach meinen Erfahrungen selbst in billigen Ländern schnell auf erkläkliche Summen, die vorher irgendwie angeschafft werden müssen. Und wer verdient schon so gut, dass solche Beträge überbleiben?

Laiseka
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Ein Jahr unterwegs

hat mich 6.000 Euro (excl. Radl) gekostet. Und das geht noch viel, viel billiger. Ich hab einen Franzosen getroffen, der hatte ein 300 Euro Radl und pro Monat 150 Euro ausgegeben... .

Entfesselter Prometheus
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6.000 ist schon extrem wenig

Nach meiner Erfahrung braucht es ca. 1500 pro Monat inklusive Herberge. Billiger wird es wenn man im Zelt wohnt und eben nichts macht und sich nichts ansieht. Aber das ist m.E. nicht der Sinn vom Verreisen. Und dabei bin ich kein Prasser.

Hofer1002
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Nein

mit 500 Euro,rad zelt und kocher lebe ich in jedem land blendend ein Monat lang,1999 habe ich Laos ungefähr 100 Dollar in drei Wochen ausgegeben,im Iran 200 Dollar für ein Monat.... Allerdings wenn man es mal Krachen lässt so brauchte ich 1999 in meiner letzten Station Tel Aviv in einer Woche gut 15oo Dollar, hat alles seine reize.Hei Laiseka welchen namen nutzt du im radforum de? (flotter ist meiner)

Laiseka
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Hä?????

Sie waren aber noch nicht außerhalb Europas...?

Ich hab sämtliche Touriorte besucht, in manchen Ländern (Asien) nur in (guten) Unterkünften gewohnt und zumind. in Asien fast nur in Restaurants (statt selber kochen).

Mein Tipp: www.rad-forum.de --> falls Sie ernsthaft an einer Reise incl. nützlicher Infos interessiert sind.

Entfesselter Prometheus
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Doch natürlich

Und viel billiger als Südostasien z.B. geht es auch nicht. Vietnam bin ich mit ca. 25 Euro pro Tag durchgekommen. Trotzdem summiert es sich einfach mit Flügen, Ausflügen, sportlichen Aktivitäten wie Tauchen, etc.

Aber ich lerne gerne dazu, wenn sie geübter Reisender sind. Billigeres Reisen ist mir durchaus recht. Und danke natürlich für den Tipp!

jodaflo
 
10
die beweggründe radreisen zu machen sind (für mich) nicht die von ihnen erwähnten. andere radreisende berichten mir von ähnlichen beweggründen.

beweggründe: (subjektiv empfunden)

training der willenstärke, körperliches ausdauertraining, erwerb von sprachlichen kompetenzen, ökonomische bilanz, ständiger gebrauch von zumindest 3 sinnen, ausgiebiger gebrauch der restlichen 2., die soziale herausforderung (1. beim reisen 2. sich daheim schnell wieder in alte muster zurückversetzten zu können),...

dies alles ist mit äusserst begrenzten mitteln zu bewerkstelligen. visa, diebstähle und touristenfallen probiere ich bewusst zu vermeiden.

die wirtschaftlichen, psychischen und physischen strapazen von jahrelangen radreisen sind ein anderes thema.

die dosis macht das gift.

Entfesselter Prometheus
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Sehe ich genauso!

Als einer der noch nicht so viele Touren hinter sich hat. Sind Sie denn ebenfalls Viel- bzw. Lang-Radreisender?

cyber ferkel
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...um dann irgendwann unserem Sozialsystem anheim zu fallen, weil halt die Versicherungszeiten nicht für eine anständige Rente reichen.

Ich weiß, das ist jetzt richtiges Kleinbürgertum - aber es ist so.

Studium bis 27/28, 6 Jahre Weltumradelung ergibt dann eine Versicherungszeit von etwa 28 Jahren (nach heutigem Maßstab).

LZ
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Die grosse Angst des tapferen Spiessers irgendwann mal einzupennen+slip away.... setzen Sie sich bitte mal auf ein Radl und erkunden ihre Umgebung-das ist so befreiend!

monoton
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besser als die fpö wählenden sozailhilfeempfänger die selbige dann gleich versaufen

dreifaches Integral
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stimmt schon, aber da arbeite ich lieber dann 5 Jahre länger, weil solche radtouren kann man mit 70 halt nicht mehr so leicht machen.
(wobei unser pensionssystem wahrscheinlich zu unflexibel ist, das fair zu berechnen...)

burnout...das beim auto
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schön brav weiterarbeiten

und dann mit 70 drauf kommen, dass das pensionssystem eh nicht mehr funktioniert.
sorry, dass sie sich für irgendein system einsetzen müssen.
mein studieren mit 31 heisst ja nicht per se was negatives.

cyber ferkel
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eh nicht, du G'scheiterl.

Ist doch super, wenn dir dann Zimmermänner oder Friseurinnen, die mit 50 Versicherungsjahren in die Rente gehen werden, eine Ausgleichszulage spendieren.

Pipilotta
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Es ist wirklich traurig das in Österreich in bestimmten Kreisen Bildung noch immer als Schimpfwort genutzt wird.

cyber ferkel
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Beim Lesen der präpotenten Aussagen des Gebildeten weiter unten, fallen mir noch weit gröbere Beschimpfungen ein.

Wenn ich so tolle Jungmanager in meine Finger kriege, dann iss mit'n goschert sein, innerhalb von 3 Tagen aus und vorbei.

burnout...das beim auto
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ich hab dann innerhalb von 10 jahren

dem staat österreich innovationskraft, nachhaltigkeit, verbesserung des wirtschaftsstandorts, unmengen an steuern,etc. gebracht.
und der friseur hat dann innerhalb von 50 jahren viele haare geschnitten.

cyber ferkel
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Hahahaha..., du wirst dich noch wundern.

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