US-Vorwahlen

Das republikanische Gruselkabinett

Kommentar | Manuela Honsig-Erlenburg, 4. Jänner 2012, 13:20

Die Kommentatoren nennen Mitt Romney als kleinsten gemeinsamen Nenner der Republikaner, die Wähler können sich nicht entscheiden, sie sollten aber bald

Der Neujahrsvorsatz der Republikaner für das Jahr 2012 sollte sein, Präsident Barack Obama im Wahlkampf so richtig in die Mangel zu nehmen. Dabei würde ihnen die Realität in die Hände spielen: Obama hat relativ schlechte Umfragewerte, das Land befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die US-Staatsverschuldung hat einen historischen Höchststand erreicht, Tendenz steigend.

Allein, die Republikaner kommen einfach nicht in die Gänge und reiben sich schon am Anfang des Jahres in einem Vorwahlkampf auf, in dem kein Fokus auf die Rückeroberung der Macht zu erkennen ist. Vielmehr verzetteln sie sich in extremen Positionen und zahlreichen Skandalen. Das republikanische Angebot reicht von der libertären, fast demokratischen aber teils reichlich unrealistischen Einstellung eines Ron Paul, der zum Beispiel in der Abschaffung der US-Notenbank einen Lösungsansatz für die Wirtschaftskrise sieht über den aalglatten "Wendehals" Mitt Romney, bis zum erzkonservativen Liebling der religiösen Rechten Rick Santorum. Mit der schrillen Michelle Bachmann, dem diskussionsschwachen texanischen Gouverneur Rick Perry oder dem überheblichen Befürworter der Kinderarbeit "Bad Newt" Gingrich ist die republikanische Verwirrung noch immer nicht ganz komplett. Insgesamt acht Kandidaten bilden das "Gruselkabinett", das sich darum matcht, Barack Obama Anfang November herauszufordern. "Wohin soll ich mich wenden?", mag sich wohl mancher republikanische Wähler zaghaft fragen.

Die erste republikanische Vorwahl in Iowa demonstriert diese Unentschlossenheit anschaulich: Die Wahlbeteiligung war schlecht, die ersten drei Kandidaten liegen im Ergebnis denkbar knapp beieinander, thematisch trennen sie Welten. Eine derart gespaltene Partei wird es auch nicht mit einem geschwächten Obama aufnehmen können. Aus republikanischer Sicht wäre es wichtig, dass Romney auch die nächsten beiden Abstimmungen in New Hampshire und South Carolina klar für sich entscheidet, damit der Schlagabtausch der thematischen Extreme bald ein Ende hat. Der Tenor der Kommentatoren sieht ohnehin ihn als einzigen ernst zu nehmenden Kandidaten mit notwendigen finanziellen Background und Wählbarkeit für die große Mehrheit der republikanischen Mitte. Nur das Image des politischen Wendehalses könnte Romney noch ebendiesen brechen. (derStandard.at, 4.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 49
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sociovation
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Was ist mit der Alaskanerin passiert?

mikesh713
 
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die hat sich dazu entschlossen, nicht zu kandidieren. zum glueck hat die vorwahl wenigstens die bachman aus dem rennen genommen...

Plaats van Samenkomst
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Einen Wendehals kann man nicht brechen.

Huntsman rules!

Nee-Chee
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"fast demokratischen ... Einstellung eines Ron Paul,

Öhm?
Liebe Autorin, besuchen Sie dochmal seine Website und erklären uns dann, was zB an der Privatisierung der Gesundheitsvorsorge, der Aufgabe von Umweltstandards, der Abschaffung der capital gains tax oder dem Hardcore-Abtreibungsverbot so demokratisch sein soll?

stronzl bär
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Fast demokratisch ist auch nciht demokratisch. Das ist sozusagen eine pointe

Nee-Chee
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öhm...naja.

also nicht mal annähernd, oder. Die Point hat mich jetzt nicht so umgehauen.

Hört auf mich
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Was ist an diesen Einstellungen undemokratisch?
Ich glaube Sie wissen nicht was Demokratie bedeutet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Demo... Demokratie

young dracula bites twilight
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Da die Mehrheit der Bevölkerung die meisten dieser Ansichten nicht teilen (jedenfalls nicht nach längerem Überlegen), uns leider einige Medien dies aber so verkaufen wollen, ist Ron Paul leider nicht 100% demokratisch.

Sicherlich kann man in vielen Foren die Preisung Ron Pauls als dem demokratischsten Republikaner lesen, aber moderates rechts bleibt rechts. Die anderen republikanischen extremen Kandidaten machen ihn zwar linker, aber ändern sonst nichts daran.

Nee-Chee
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Mein Beitrag zur Volksbildung

http://en.wikipedia.org/wiki/Demo... _States%29

HTH.

Radlerwahn68
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wir haben ja in österreich die volkspartei! da gibts genug kerzerlschlucker mit weltansichten aus dem mittelalter!

Pirx2
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Ist doch vollkommen wurscht ...

... welcher Hampelmann diesem banken-militärisch-industriellen Komplex vorgeschoben wird. Er wird die USA sowieso nicht regieren.

Walter Bimini
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ron paul ist der einzige,

der versuchen wird selbst zu entscheiden und nicht bloß marionette zu spielen -

die frage wäre nur, wie lange er das überlebt.

Fritz Meyer
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Wohl eher kleinstes gemeinsames Übel.

yomellamo
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eigentlich sind die Reps ja auf der Suche nach dem "groessten gemeinsamen Uebel".

WernaeI Spindelmann
184
Alles wird besser sein als 4 Jahre Obama-Lavieren!

M. C. Escher
05
jeder Europäer (oder Wahlweise Asiate, Afrikaner... was sie wollen), der sich eine republikanische Rabauke an der Spitze wünscht, hat einen kräftigen Sprung in der Schüssel!

aggressives "Amerika zuerst!" Getöse, mit entsprechend rabiatem martialisch-militärischen und wirtschaftlichen Auftreten ist das allerletzte, was die Welt jetzt braucht! Sicher, auch unter Obama werden Spielchen gegen die EU, den Euro und all jene, die vermeintlich die Hegemonie der USA bedrohen gespielt. Nur werden die Republikaner erst mal die Samthandschuhe ausziehen; nach dem alten, erprobten republikanischen Motto: äußerer Feind lenkt von inneren Problemen und Hilflosigkeit ab!
Gott schütze uns vor diesen Narren!

Walter Bimini
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Ron paul ist der einzige,

der seit eh und je dafür ist, daß sich die usa nicht überall in anderen ländern einmischen - er hält das auch für billiger.

alle anderen glauben, daß sie mit einem krieg sowohl sich selbst besser an der macht halten können als auch den usa wieder zu mehr gewicht verhund wohlstand verhelfen können.

analysten vermuten bereitss, daß sich obama mit hilfe eine iran-krieges die nächste präsidentschaft sichern will.

Fritz Meyer
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Auch ein Atomkrieg?

duke box
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ein atomarer winter würde wenigstens die erderwärmung beenden.

Walter Bimini
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die ist seit 10 jahren beendet -

das paßt aber nicht ins konzept der eliten, das ist ein super vehikel, um zur "global governance" zu kommen.

Hinter den Kulissen
131
Wahlgeplänkel

Es stimmt - die Republikaner geben eine furchtbare Performence ab - und endlich haben auch viele Journalisten erkannt, dass Obama - der "Friedensnobelpreisträger" (der somit auf einer Stufe mit einem Albert Schweizer gestellt wird) keine Lichtgestalt ist.

Was wurde man in diesem Forum geprügelt, wenn man vor Obama warnte - ihn als abgehoben und realitätsfremden Illusionisten enttarnte, der bewusst lügt.

Dennoch gibt es bei dieser Wahl wahrscheinlich keine Alternative zu Obama... Die Rep. sind zu schwach und zu zerstritten...ohne Linie.

Die Autorin wirkt denoch wie eine Obama Anhängerin - das ist o.k., aber bitte nicht mehr so suggestiv!

PastaPasta
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Obama ist ein superdurchschnittlicher demokratischer Präsident, "warnen" hätte man da allenfalls vor überzogenen Erwartungen können. Ich "warne" vor den republikanischen Kandidaten alleine schon deshalb, weil sie alle miteinander Klimawandelleugner sind. Da kommt einem echt das Gruseln.

Walter Bimini
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das klima wandelt sich seit jahrmillionen -

das, was uns eingeredet werden soll, ist, daß es eine erderwärmung gibt durch menschliches handeln.

weil aber seit 10 jahren die temperatur nicht mehr steigt, ist man schnell von erderwärmung auf klimawandel umgestiegen - den meisten leuten fallen solche "kleinigkeiten" sowieso nicht auf.

PastaPasta
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Da sehen Sie auch gleich, wessen Lobby es geschafft hat, Ihnen das einzureden.

Walter Bimini
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bis vor 10 jahren

hat auf den wienerberggründen im jänner schon der huflattich geblüht.

aber natürlich war ein al gore sehr an der klimaerwärmung - sprich emissionshandel - interessiert. mit den aktien kann man ja heute nicht mehr besonders gut verdienen. ansonsten glaubt er selbst nicht besonders daran, denn es hindert ihn nicht, jährlich 100.000kwh zu verbrauchen.

es geht nur ums geschäft und machterhalt durch global governance.

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