Der weltgrößte Windkraftanlagenbauer rechnet für 2011 nicht mehr mit einem Gewinn, die endgültigen Zahlen gibt es im Februar
Aarhus - Der weltgrößte Windkraftanlagenbauer Vestas hat seine
Prognosen für 2011 zum zweiten Mal seit Oktober gesenkt. Das dänische
Unternehmen machte dafür am Dienstagabend Verzögerungen bei Projektabschlüssen
vor allem in Europa verantwortlich. Die Probleme beim Aufbau einer Fabrik in
Lübeck-Travemünde, die für die vorhergehende Prognosesenkung verantwortlich
gemacht worden waren, seien aber inzwischen gelöst.
Vestas erwartet nun 6 statt bisher 6,4 Mrd. Euro Umsatz. Mit einem Gewinn
rechnet das Unternehmen nicht mehr. Bisher hatte die Prognose für den Gewinn vor
Zinsen und Steuern (EBIT) bei 255 Mio. Euro gelegen. Der Auftragseingang liege
trotz verzögerter Vertragsabschlüsse durch einige Kunden mit 7,4 Gigawatt (GW)
im Rahmen der angepeilten Spanne von 7 bis 8 GW. Einzelheiten zum bereits zuvor
angekündigten Umstrukturierungsprogramm will das Unternehmen am 12. Jänner
vorstellen. Die endgültigen Geschäftszahlen sollen am 8. Februar veröffentlicht
werden. Aktien von Vestas sackten über 18 Prozent auf 57 dänische
Kronen ab. (APA)