Aktie im Tiefflug

Windkraftanlagenbauer Vestas kappt erneut Prognose

4. Jänner 2012, 10:58

Der weltgrößte Windkraftanlagen­bauer rechnet für 2011 nicht mehr mit einem Gewinn, die endgültigen Zahlen gibt es im Februar

Aarhus - Der weltgrößte Windkraftanlagenbauer Vestas hat seine Prognosen für 2011 zum zweiten Mal seit Oktober gesenkt. Das dänische Unternehmen machte dafür am Dienstagabend Verzögerungen bei Projektabschlüssen vor allem in Europa verantwortlich. Die Probleme beim Aufbau einer Fabrik in Lübeck-Travemünde, die für die vorhergehende Prognosesenkung verantwortlich gemacht worden waren, seien aber inzwischen gelöst.

Vestas erwartet nun 6 statt bisher 6,4 Mrd. Euro Umsatz. Mit einem Gewinn rechnet das Unternehmen nicht mehr. Bisher hatte die Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 255 Mio. Euro gelegen. Der Auftragseingang liege trotz verzögerter Vertragsabschlüsse durch einige Kunden mit 7,4 Gigawatt (GW) im Rahmen der angepeilten Spanne von 7 bis 8 GW. Einzelheiten zum bereits zuvor angekündigten Umstrukturierungsprogramm will das Unternehmen am 12. Jänner vorstellen. Die endgültigen Geschäftszahlen sollen am 8. Februar veröffentlicht werden. Aktien von Vestas sackten über 18 Prozent auf 57 dänische Kronen ab. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 34
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dadahans
 
00
10.1.2012, 15:32
Zur Alternative...

Statt im "turbokapitalistischen" Spiel mitmachen, stünde es den alternativ denkenden "Wind-Radlern" wohl an, mit dem gleichen Elan an einem umfassenden Strom-spar-Konzept mit zu arbeiten!
Eine Anregung: Wer braucht z. B. auf den verschiedenen Stadt-Autobahnen taghelle Beleuchtung die ganze Nacht über?
Gilt auch für die städtische Straßenbeleuchtung: LICHT als Umweltverschmutzung ist ja kein vorgestriges Thema!?
Bewußteren Umgang mit Solar-Strom lernen jene, die Anlagen auf den eigenen Hausdächern haben: Da wird halt nicht einfach - nach dem Motto "der Strom kommt eh aus der Steckdose" - die Waschmaschine eingeschaltet!
Die Groß-Windlobby hat kein Interesse an der Förderung von kleinen Windkraftanlagen.."small is beautifull" gilt nicht!

Ernst Dorfner
02
10.1.2012, 15:52
Na klar,

da schalten wir halt das Licht ein, wann d'Sunn scheint. Und speichern es in Säcken wie seinerzeit die Schildbürger. Raffiniert!!

gustl
 
00
10.1.2012, 21:49
Samma von gestern?

oder noch nie auf einer Hütte gewesen?

Dort kann man sich zum Thema Energiemix oft ganz genau informieren, denn die Hütten haben oft Photovoltaik im Verbund mit einem Dieselaggregat und einer Großbatterie im Einsatz.

Auch achten Photovoltaikbesitzer die für Strom den sie herstellen oft weniger Geld bekommen als für Strom den sie zukaufen natürlich darauf, zeitlich verschiebbare Stromverbräuche (Waschmaschine, Geschirrspüler, etc.) so zu staffeln, dass sie eben nicht zukaufen (und dafür zu anderer Zeit liefern).

Ernst Dorfner
00
11.1.2012, 10:03
Ja, ich bin von gestern,

und mus es wohl sein, da ich schon vor einem halben Jahrhundert beim Kraftwerksbau beteiligt war. Das aber bedeutet nicht, dass ich meine sieben Zwetschgen nicht mehr beisammen habe, um die Größenornungen zuverglelichen. Eine Schutzhütte ist wohl nicht der geeignet Bezugrahmen für die Beurteilung von Möglichkeiten der alternativen Energieversorgung. Auf's Matratzenlager werden die Bergsteiger wohl auch dann finden, wenn kein Strom vorhanden ist. Was aber ist dann etwa mit dem Bahnbetrieb?

Ernst Dorfner
00
11.1.2012, 09:34
Ja, ich bin von gestern,

gigngogn
 
03
10.1.2012, 22:31
Wissen sie was die kWh in einer Almhütte kostet? Raten sie mal was apssiert wenn in Ö der Strompreis allgemein auf dieses Niveau steigen würde

>zeitlich verschiebbare Stromverbräuche
>(Waschmaschine, Geschirrspüler, etc.)
Ich und alle Menschen die ich kenne waschen ihre Wäsche dann wenn es ihnen die Hausordnung vorgibt und wenn sie dann auch da sind um die fertige Wäsche rauszunehmen, also +nicht* um 03:00 morgens.
Für den Geschirrspüler gilt natürlich das gleiche, tatsächlich ist es so das die allermeisten Verbraucher in einem Haushalt *nicht* einfach so verschoben werden können, von der Industrie und dem Gewerbe brauchen wir gar nicht erst anzufangen

Ja bitte
00
11.1.2012, 00:00
Stromkosten auf einer Alm oder

Alpenvereinshütte: mindestens 32-45ct/kwh hätte ich mal gesagt. 90ct/l Heitzöl, sind bei 40% Wirkungsgrad schon mal 22,5ct/kwh reine Bennstoffkosten(und ohne Transport - trägt er den im Rucksack hoch oder wird der vom Heli/eventuell Jeep gebracht?). - Abschreibkosten für Aggregat, Pufferakkus usw. sicher nochmal 10-20ct/kwh.
Da zahlt sich dann auch eine Solaranlage und eventuell etwas größere Akkus aus um Brennstoff zu sparen. - Viel Sonne hat man da oben ja meistens: man liegt ja auch deutlich über der Nebelgrenze!
Ich kenne Leute die sowas gemacht haben. - keiner von denen konnte nur wegen Solar komplett auf den Diesel verzichten...!

aleph null
01
11.1.2012, 04:56
"... keiner von denen konnte nur wegen Solar komplett auf den Diesel verzichten"

Richtig!
Und im großen Maßstab ist es genauso; trotzdem ganze Landstriche von Windräder förmlich übersät sind, wurde kein einziges kalorisches Kraftwerk eingespart.

Die Gründe dafür sind in beiden Fällen identisch:

Strom muss im selben Augenblick hergestellt werden, in dem er benötigt wird und nicht dann, wenn zufällig gerade der Wind weht.

Ja bitte
01
11.1.2012, 07:39
Eben, und heutige "Speicher"-technik hat kaum den

Namen "Speicher" verdient. Die Pumpspeichkraftwerke sind eher ein "Puffer" für etliche Minuten und wenige Prozent der benötigten Leistung! -sofern das überhaupt je anders wird wird es zumindest noch viele Jahrzehnte dauern bis es soweit ist. - Doch soviel Zeit haben wir nicht mehr!(Klimaschutz)

dadahans
 
12
Öko-Lüge Nr. 1

Dass die Windräder die Landschaft verschandeln ist den "Turbokapitalisten" und deren Agenten wurscht!!!
Wer schon einmal in der Nacht nördlich von Wolkersdorf entlang der Brünner Straße unterwegs war und die Satelliten-gesteuerten Blinker auf den Stephansdom-hohen Windrädern gesehen hat, kommt sich wie in einem Alptraum vor!
Die "Umsetzer" dieses Szenarios sitzen wahrscheinlich zu dieser Zeit noch vor ihren Monitoren und bereiten weiteren Unfug vor oder denken darüber nach, wie sie die Kritikern solcher Horrorszenarien in die Riege der Atomkraft-Befürworter einreihen können!?

beispiel555
00
11.1.2012, 08:33

Wie kommen Sie drauf, dass die Flugbefeuerung durch Satelliten gesteuer wird?

Andreas Mittermayer
20
Na, vielleicht können ja Sie uns die Frage nach der Alternative beantworten!

Ja bitte
00
Interessant ist in deisem Zusammenhang ja auch,

dass es sowohl im Sinne des Landschaftschutzes, als auch der sonstigen ökologischen Folgen und der Auslastungsstunden dieser Anlagen wäre, so große Windräder WIE irgend möglich zu verwenden!
3St 7MW-Anlagen verschandeln eben weniger die Landachft und brauchen weniger Zufahtsstraßen als 7St 3MW oder gar 14x 1,5MW!
Auch die Volllaststunden würden tendentiell steigen.
Wenn auch Ihre Angabe von bis zu 3000h viel zu hoch ist!: die allerbesten Standorte Österreichs schaffen gerade einmal 3000h(im Hochgebirge -und stören dabei oft Zugvogelruten!): http://www.alpenverein.at/portal/Ho... 0Tirol.pdf

Andreas Mittermayer
00
"...so große Windräder WIE irgend möglich zu verwenden..."

.
Sehr richtig! Ich bin absolut Ihrer Meinung! Ich meinte lediglich, dass diese großen Anlagen vor allem dort eingesetzt werden sollten, wo die Errichtung leicht möglich ist. In unzugängliche Gebiete enorm befestigte Straßen zu errichten, nur um diese Anlagen überall errichten zu können, ist wohl weniger sinnvoll.
Hier sind kleinere Anlagen zu bevorzugen, die derartige Kosten nicht notwendig machen.

Und gerade in diesen einfach zugänglichen Gebieten (etwa im Nordosten von Österreich) könnte man ja diese von mir angegebenen 3.000 Volllaststunden erreichen.

Das bestätigt ja auch den von Ihnen angegebene link indirekt.

Ja bitte
00
Na, indirekt ist gut :-)

Wenn der Schnitt angeblich bei 2150 liegt und einzelne Anlagen 'nur'1850 schaffen dann mag es andere Standorte geben die 300h über Schnitt bringen.
Aber 3000h sind mir bisher nur im Zusammenhang mit Offshore untergekommen, ich will bezweifeln, dass es irgendwo in Ö einen Standort gibt der mehr als 2500h erreicht!
Von diesen wird es wiederum wohl kaum "tausende" mögliche Standorte geben, der Schnitt wird also eher wieder bei besagten 2150 liegen!
Dann brauchen Sie aber wieder z.b. 2790St 7MW Anlagen!
Aber macht nichts, auch bei Offshore wird gerne 'zu dick aufgetragen': http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/09/0... windparks/

Andreas Mittermayer
00
Na, wir werden ja in einem Jahr sehen, wieviel diese "eingespult" haben:

.
http://weser-ems.business-on.de/enercon-b... 18790.html

Ja bitte
00
Statt "gerade einmal 3000h" wollt ich

natürlich 2500h(!) schreiben wie im verlinkten Artikel beschrieben. - Sorry

Ja bitte
00
Teil2: Standorte die von der Branche bis vor kurzem

noch als 'sehr Rentabel' geprießen wurden erreichen oft kaum 2000h: http://guutejournal.at/politik/6... eiber.html (1880h auf einem markanten Höhenrücken und mit -für heutige Maßstäbe - durchauß großen V90-Anlagen!)
Sofern man sich dieses zubetonieren von ökologisch sensiblen Wald, Gebirgs und Neusidlersee-Nationalpark Standorten wie gesagt überhaupt im heutigen Ausmaß leisten will?!
Unverständlich ist mir daher wieso Sie sich dann dagegen wehren die von Ihnen geforderten 42TWh(!) wenn schon, dann mit den Irgen größtmöglichen Anlagen abzudecken. - Wohl etwas nicht weil es "so oder so" nicht geht bzw. in der Bevölkerung nicht durchsetzbar ist?!

Andreas Mittermayer
00
Weiters habe ich nirgends diese 42TWh gefordert!

.
Sie stellen lediglich das in Österreich mögliche Potenzial dar.
Ob man sie voll ausschöpfen muss oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, wie effizient wir in Zukunft mit Energie umgehen.

Ja bitte
00
Korrektur!

Ich habe in meiner vorherigen Betrachtung die 50TWh Biomasse vergessen(36Wald+14Rest). Genauere EROI suche ich noch aber ich schlage einen mittleren von 10 vor! Also 21-24TWh Zusatzberdarf für die Energiebereitstellung=8,1-9,2%

Ja bitte
00
"Weiters habe ich nirgends diese 42TWh gefordert!"

Naja! Aber wenn ich Sie richtig verstehe fordern Sie doch sehr wohl,letztlich ALLE fossielen Energieträger durch solche zu ersetzen, welche(so gut wie kein) CO2 freisetzen. Wir müssten ja für eine 'sichere' Klimapolitik meiner Kenntnis nach ~80% der Klima-relevanten Emissionen einsparen!(Und Sie haben dieses Ziel soweit ich weis NIE in Frage gestellt!)
Wir brauchen heute schon 260TWh und wollen diese ersetzen durch z.b. 42Wind, 57PV, 13WasserK 10TiefeGeoT 71solT.
Nach http://oco-carbon.com/2010/05/1... eneration/ brauche ich dafür 1,7+6,7+13/50=0,25+7,2TWh zur Erzeugung der notwendigen Anlagen. Wobei Wasserkarft fällt mit einerm EROEI von 50 kaum ins gewicht fällt und mir für WP und TiefenGeoT schlicht die Zahlen fehlen.

Andreas Mittermayer
00
11.1.2012, 10:51
Wie bereits an anderer Stelle geschrieben, haben wir die möglichen Effizienzsteigerungen noch

.
nicht berücksichtigt. Meiner Abschätzung nach liegen Sie bei mindestens einem Viertel des derzeitigen Energieverbrauches.

Alleine der Umstieg auf E-Autos bewirkt eine Ersparnis von etwa 30TWh.

Auch das Potenzial bei den Haushalten und bei der Industrie ist enorm.

Siehe etwa:

http://www.vol.at/studie-la... 8-01025445

Und alles, was wir nicht verbrauchen, müssen wir nicht durch zusätzliche Krafterke erzeugen.

Ja bitte
00
Teil2

Also in Summe wohl 16 bis 19TWh.
Sie haben also ohnehin kaum genug Energie zur Verfügung, müssten aber gleichzeitig 6,2-7,3% MEHR Energie für die Wirtschaft aufwenden um ALL diese Anlagen überhaupt erst produzieren zu können! Noch nicht um Speicherverluste bei Strom und die nach wie vor überbewerteten SolT Möglichkeiten korrigiert!
Wie viel Energie wollen Sie denn dann noch einsparen?
Und warum stemmen Sie sich gegen 'quantitaives' Wirtschaftwachstum -wie Sie es nennen- wenn Sie doch selbst 1000ende Windräder und viele km^2 Solarzellen produzieren wollen?(Oder sollen DAS die Chinesen mit veralteten Kohlekraftwerken erledigen?

Andreas Mittermayer
00
10.1.2012, 22:23
Habe gerade etwas Zeit. Ohne auf die Details einzugehen möchte ich einige Aspekte einbringen:

.
1.) Ich habe Ihnen bereits Angaben zum ERoEI in einem anderen Posting geschickt. Meine Angabe von 10 bis 50 für EE entspricht der tatsächlichen Bandbreite.

2.) Noch immer haben wir die Effizienzsteigerung nicht berücksichtigt. Alleine die Umstellung auf Elektroautos (ohen Veränderung der Mobilitätsgewohnheiten) kann eine Einsparung von knapp 30 TWh bewirken.

3.) Wirtschaftswachstum: Ja, wir brauchen Wachstum im EE-Bereich. Aber es kommt nicht zusätzlich: Es ersetzt sukzessive fosslile Brennstoffe.

D.h. es kommt zu einem qualitativen aber zu keinem quantitativen Wachstum.

Noch einen schönen Abend (das ist ernst gemeint!).

freimann1
20
Absolut richtig!

Die windigen Gauner haben dem Weinviertel mehr Schaden zugefügt als alle Kuruzzenüberfälle zur Zeiten der Monarchie zusammen.
Die haben ein Rotlichtpuff aus der einst "reizvollen Landschaft" (cr wikipedia) gemacht.

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