Bildungstablets sollen Digitalisierung vorantreiben
Indien zeigt sich entschlossen, seine Schulen mittels Tablets digital aufzuwerten. Bereits im Oktober stellte das Bildungsministerium "Aakash" vor, ein Android-Tablet mit Sieben-Zoll-Display um umgerechnet 35 Euro (mit staatlicher Stützung rund 27 Euro). Jetzt erhält das Aakash Konkurrenz durch das "Classpad", gleichfalls ein 7-Zoll-Android-Gerät.
Lernprogramme
Seinen höheren Preis von umgerechnet 108 Euro begründet der Hersteller damit, dass das Gerät eine längere Akkulaufzeit und ein besseres Touchdisplay habe, und speziell für den Einsatz im Schulbereich ausgestattet ist. Das Aakash sei in erster Linie dafür gedacht, Internet in die Klassenzimmer zu bringen; das Classpad soll hingegen in den Lernprozess integriert werden, erklärte Rohit Pande, CEO des Anbieters Classteacher Learning Systems. Dazu sind die Tablets mit einer Reihe von Lernprogrammen ausgestattet. Diese Lernprogramme könnten auch für andere Geräte angeboten werden, die Hardwarekonkurrenz würde ihn nicht interessieren, erklärte Pande der Website Mobile Indian.
Ausgestattet
Vorerst sind einige tausend Schülerinnen und Schüler zwischen drei und zwölf Jahren mit dem Classpad ausgestattet, in den nächsten Wochen soll der Vertrieb in größerer Stückzahl beginnen. Zunehmend rücken Tablets in den Blick digitaler Bildungsinitiativen, die bisher vor allem auf Notebooks konzentriert waren, wie das gemeinnützige OLPC-Projekt mit seinen robusten Geräten, oder Intels Classmate-Initiative. Südkorea und die Türkei haben den großflächigen Einsatz von Tablets angekündigt. (spu)