Tirol

Ausbau der Regionalbahn Hall-Völs verzögert sich

4. Jänner 2012, 09:40

Rote Tram auf dem Abstellgleis: Mehrkosten von über 100 Millionen

Innsbruck - Auf Schiene ist die Regionalbahn, die Straßenbahnverbindung von Hall über Innsbruck nach Völs seit 2004, zumindest theoretisch. Damals unterzeichneten Stadt, Land und Bund eine Vereinbarung zur Finanzierung. Eingeplant wurden rund 202,3 Millionen Euro. Das Land versprach damals 92,5 Millionen, der Bund 32 Millionen und die Stadt 77, 7 Millionen Euro zu übernehmen. In zwei Jahren, 2014 sollte die Schienenverbindung fertiggestellt sein, mittlerweile wird eher von 2018 ausgegangen

Die Stadtgrünen sind wenig verwundert über die "endlose Geschichte": "Was fehlt ist ein Kümmerer", sagt die grüne Gemeinderätin Uschi Schwarzl. Projektverantwortlich seien die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), offenbar gebe es aber zu wenig Personal. Zudem fehle ein Syndikatsvertrag zwischen Stadt, Land und Verkehrsbetrieben zu Regelungen rund um die neue Regionalbahn.

Verteuerung um mehr als 100 Millionen

Mittlerweile stehen Verzögerungen, Managementprobleme und Verteuerung auf mehr als 306 Millionen Euro für eine abgespeckte Version, einer Fahrt zwischen Rum und Völs außer Zweifel. Davon soll das Land 131,5 Millionen und die Stadt 174,6 Millionen zahlen. Der Bund steuert doch nichts bei, da die Regionalbahn nur eine beschleunigte Straßenbahn und eben keine förderungswürdige Nebenbahn sei. Auch der Landesrechnungshof scheint in einem Rohbericht nach Prüfung des Streckenbaus für die rote Tram begeistert.

Mittlerweile droht eine weitere Verzögerung. Die Friedensbrücke mitten in Innsbruck hält laut IVB einer neuen Straßenbahntrasse neben dem Autoverkehr statisch nicht stand. Die Brücke muss neu gebaut werden. Bis Oktober 2012 soll erst die Oberseite, dann die Unterseite erneuert werden. (ver, DER STANDARD, Printausgabe, 4.1.2012)

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13 Postings
Bundesministerium für Jenseitige Angelegenheiten
04

ein einziger schildbürgerstreich das ganze
http://de.wikipedia.org/wiki/Loca... l_in_Tirol

Kayjay _
012

In der Zwischenzeit wurde eine neue autobahnabfahrt gebaut, ein teil der autobahn eingehaust, die strecke Hall Innsbruck vierspurig ausgebaut,das Kaufhaus Tyrol inklusiver neuer Tiefgarage errichtet,etc etc...öffentlicher verkehr hat in tirol scheinabr keinen Stellenwert. Es ist nach wie vor lächerlich, dass man nach Hall von Innsbruck (10 km!!) ewigkeiten braucht.
Und die FPÖ ist ja sowieso dafür das Projekt einzustellen.

focus
00
nicht nur in tirol

... auch in nö und man könnte meinen quasi in ganz ö!

Michael B
00
"Verkehr ist Leben" sagte doch der alte Wallnöfer immer.

Und war stolz auf die vielen Lastwagen auf der Inntalautobahn.
Und wer wird schon eine Lokalbahn ausbauen, wenn man den HUNDERTFACHEN Aufwand für einen Tunnel unter Tirol verplanen darf!

nix fir unguad
50
Das Kaufhaus Tirol und die Tiefgarage haben aber wohl überhaupt nichts mit öffentlichen Geldern zu tun

Kayjay _
00

ah e gar nix...nur der ganze firelefanz rundherum....

verleih nix
40
300mio für die anbindung von 2 ortschaften

beeindruckend, eine derartige divergenz von kosten und verkehrswert sieht man wirklich nicht alle tage.

BraS
 
15

braucht man nur nach Wien schauen und die Verlängerungen der letzten U-Bahnlinien oder auch die S1 Korneuburg-Eibesbrunn betrachten.

Def_izit
02
braucht man nur zum bahnhof stadlau schauen

der wurde vom 1. tag an gut angenommen - dort von der marchfeldbahn auf U2 umsteigen - und man ist mit U2/U3 10-15 min. schneller am westbahnhof

.::.wanderfalke.::.
 
02
Braucht man nur über den Gartenzaun schauen ...

und feststellen, dass es auch andernorts die Erschliessung von künftigen Siedlungsgebieten gibt und dass in Wien mit der Anbindung der U1 an die S-Bahn in Leopoldau, sowie die Verlängerung der U2 über die Donau hinaus Sinn macht, auch dort mit S-Bahn-Anschluss.

BraS
 
11

wenn die Fahrgastzahlen einer U-Bahn wie im Fall Leopoldau gerademal 9.000 FG/Tag erreichen, ist das ein Beweis dafür, dass diese U-Bahn nicht sinnvoll ist, sondern eine reine Verschwendung.

.::.wanderfalke.::.
 
00
Fahrgastfrequenzen in Leopoldau ...

schwanken tagsüber, da die Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn (können Sie auf der U1 auch am Praterstern und am Südtirolerplatz) vor allem in den Hauptverkehrszeiten wichtig ist. Auf dem Abschnitt zwischen Kagran und Leopoldau wurden 5 Stationen errichtet und der Betrieb im September 2006 aufgenommen. Im Einzugsbereich leben 100.000 Einwohner von Wien.

bratak
07

tja, wäre kein problem, wenn die agrargemeinschaften endlich ihr diebesgut zurückgeben würden ...
http://derstandard.at/132548546... degemueter

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