"Penny Stock"

Kodak droht Ausschluss von der Börse

4. Jänner 2012, 08:28

Dem Fotopionier droht der Rauswurf aus der New Yorker Börse, der Aktienkurs ist auf unter ein Dollar eingebrochen

Rochester - Für den angeschlagenen Fotopionier Kodak wird die Lage immer brenzliger. Dem US-Konzern, der unter dem Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie leidet, droht der Ausschluss von der New Yorker Börse. Grund ist, dass der Aktienkurs infolge der finanziellen Probleme auf unter 1 Dollar (0,768 Euro) eingebrochen ist. Der Börsenbetreiber NYSE duldet derartige "Penny Stocks" nur für begrenzte Zeit.

Kodak erklärte, von der NYSE am Mittwoch über den möglichen Rauswurf informiert worden zu sein. Der Fotokonzern hat nun sechs Monate Zeit, sich wieder zu berappeln, ansonsten muss sich Kodak nach alternativen Handelsplätzen umsehen. Das dürfte weitere Anleger verprellen.

Viele Investoren sind bereits geflüchtet. Zuletzt hatte die Kodak-Aktie am 7. Dezember über der 1-Dollar-Marke geschlossen. Am Mittwoch beendete sie den Handel bei 0,655 Dollar. Vor einem Jahr war Kodak noch fast zehnmal soviel wert. Es folgten hohe Verluste und die Barbestände schmolzen rasant dahin.

Die Eastman Kodak Company, wie das Unternehmen vollständig heißt war früher einer der bedeutendsten Fotokonzerne der Welt und scheffelte vor allem mit Kleinbild-Filmen jede Menge Geld. Der Markt ist jedoch mit dem Aufkommen der Digitalkameras zusammengebrochen, überdies sah sich Kodak plötzlich neuen Wettbewerbern aus der Unterhaltungselektronik-Branche gegenüber. Bei Kodak kamen in den vergangenen Wochen wiederholt Insolvenzgerüchte auf. (APA)

Die kritische Stimme
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Kodak ist das beste Beispiel dafür

was unfähige Manager anrichten können.

Anstatt dass Kodak sich darauf besann, was es konnte und leistetet, wurde kurzfristigen "Sanierungbestrebungen" nachgegeben. Nun hat Kodak bald gar keine Kunden mehr.

Beispiel: Der beste Allrounddiafilm, den es je gab, der Kodak Professional Ektachrome E200, wurde im März eingestellt. Der Film hatte absolut natürliche Farben, ein für 200 ASA extrem feines Korn und war pushbar bis 640 ASA praktisch ohne Qualitätsverlust bei Farbe und Körnung. Das war aber nicht der erste Spitzenfilm, den Kodak aufgelassen hat.

Und - glauben die Manger jetzt, dass die Leute millionenweise Kodak-Digitalkameras kaufen? (Am besten 120-Megapixelkameras statt Mittelformatfilm?) - Lächerlich!

ganz weit weg
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Nicht übel nehmen,

Aber. Es war gerade ihre "denke " die Kodak umgebracht hat.

2012 über Charakteristika von asa200 film. Zu reden... Ist entrisch.

Hier hat Sony gezeigt wie man es macht... Die gabs vor 15 jahren im fotobereich nicht und heute sind sie sicherlich top 5.

Be bold!!!!!!

Heinz Anderle
 
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Foto-Farbfilm ist ein Liebhaberprodukt...

... und in der Produktion noch das Anhängsel der Kino-Vorführmaterialien, deren Zeit allerdings rasant dem Ende zugeht. Spätestens 2015 dürfte der Umstieg auf die digitale Projektion abgeschlossen sein.

Diafilme bilden nocheinmal die Nische in der Nische. Fuji bietet immer noch ein überraschend gut sortiertes Programm, aber hier dürfte vor allem das Farbfoto-Papier das Geschäft sichern. Immerhin werden auch digitale Bilder auf dieses analoge Material ausbelichtet.

Die Film/Fotopapiersparte von Kodak könnte vielleicht alleine überleben, aber der Rest?

Dr. Heinz Anderle, Freigeist

parapente
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Passt schon!

Einen hochnasigeren eingebildeten Lieferanten der sich wie KODAK aufführt, gibt es nicht!

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