Crash-Diäten

Der ungesunde Neujahrsvorsatz

3. Jänner 2012, 17:51
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    foto: apa/ralf hirschberger

    "Bei allen gesundheitlichen Problemen, die Adipositas unbestritten mit sich bringt, dürfen wir nicht übersehen, dass die rigide Einschränkung des Essverhaltens auch zu Essstörungen führen kann", betont die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Beate Wimmer-Puchinger.

Kurzfristige Diäten machen dick und schaden der Gesundheit - Erfolglose Diätversuche sind eine Determinante für die Entstehung von Adipositas

Wien - Vorsätze zu Neujahr haben lange Tradition, einer hat das Zeug zum Dauerbrenner: Abnehmen und Gewicht reduzieren.

Diätempfehlungen haben gerade zum Jahreswechsel Hochkonjunktur. Zeitschriften und Magazine sind voll mit Rezepten und Motivationsaufrufen zum Abnehmen. Das wird oft mit kurzfristiger Nahrungseinschränkung oder Crash-Diäten von Über- aber auch von Normalgewichtigen versucht. Was bei beiden nicht nur der Gesundheit schaden sondern zu Gewichtszunahme führen kann, warnt das Wiener Programm für Frauengesundheit.

Diäten fördern Jojo-Effekt und Adipositas

Die kurzfristige Einschränkung der Ernährung, wie sie in Form von Diäten betrieben wird, ist nicht dazu geeignet, dauerhaft und nachhaltig Gewicht zu verlieren, sondern im Gegenteil, zuzunehmen.

Immerhin haben mehr als 50 Prozent der Normalgewichtigen und 85 Prozent der Menschen mit Adipositas schon Diäterfahrungen und viele Kilos verloren - und diese innerhalb kürzester Zeit wieder zugenommen. In diesem Zusammenhang stellt der erste österreichische Adipositasbericht fest: Erfolglose Diätversuche sind eine Determinante für die Entstehung von Adipositas.

Das Wiener Programm für Frauengesundheit befasst sich seit Jahren mit dem problematischen Themenkreis der Gewichtsabnahmen zur Erreichung eines bestimmten Schönheitsideals. Experten sind sich einig: Diäten -insbesondere Blitzdiäten - sind der Einstieg für Essstörungen. Aus diesem Grund gilt auch heuer: Vorsicht vor Diäten, die rasche Gewichtsabnahmen versprechen. 

Fragwürdiges Schönheitsideal

"Die Debatte um eine Übergewichts-Pandemie in der westlichen Welt und die starke Medialisierung des Themas Gewicht greifen zu kurz. Bei allen gesundheitlichen Problemen, die Adipositas unbestritten mit sich bringt, dürfen wir nicht übersehen, dass die rigide Einschränkung des Essverhaltens auch zu Essstörungen führen kann", betont die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Beate Wimmer-Puchinger.

Auch die vielfältigen wirtschaftlichen Interessen, die hier eine Rolle spielen, müssten offen angesprochen werden: "Einerseits wird viel Aufwand betrieben, auch ungesunde und dickmachende Lebensmittel optimal zu vermarkten, und andererseits haben ganze Industriezweige ein massives Interesse daran, dass wir mit unseren Körperformen und Körpergewicht unzufrieden sind und mit Unterstützung von Diätprodukten, Medikamenten oder gar chirurgischen Eingriffen einem vermeintlichen Schönheitsideal näher kommen." 

Dünn ist nicht unbedingt gesund

Es sei zu einfach, Dünne automatisch für gesund und Dicke für krank zu erklären. Mehrere Studien zeigen, dass zu dünn nicht unbedingt gesund ist: Eine Studie an einer Million AmerikanerInnen besagt, dass ein Body Mass Index (BMI) von 23,5 bis 24,9 bei Männern und von 22,0 bis 23,4 bei Frauen der Gesundheit am zuträglichsten ist.

Gerade bei älteren Menschen zeigt sich, dass Untergewichtige ein höheres vorzeitiges Sterberisiko haben. Der optimale BMI bei Menschen ab 65 Jahren lag der Studie zufolge zwischen 27 und 30, ab einem BMI von 32 stieg die Mortalität wieder stark an.

Auch Forscher der Albert-Einstein-Universität für Medizin in New York konnten in einer Fünfjahresstudie an 5.440 Personen keinen generalisierten Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Herzproblemen feststellen. Ein beträchtlicher Teil an Übergewichtigen war gesund, während etliche Normalgewichtige kardiovaskuläre Probleme auswiesen. (red, derStandard.at)

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Posting 1 bis 25 von 44
1 2
länge ist die neue breite
01
12.1.2012, 09:58
Wie nimmt man ab?

Es ist ziemlich leicht!!! Viel leichter als viele denken.
Keine Diät, aber gegen abend mehr proteine.

Dass man mit leichtem cardiotraining (schnell spazieren, leichtem laufen) effizient abnimmt ist ein mythos! Im gegenteil, wird wenig verbrannt und Appetit wird angeregt. Was also machen?
Wirklich effizient funktioniert Körpergewichtstraining in mittlerer bis hoher intensität: 4 mal die Woche 20 - 30 min. Intervalltraining, Stufen, Tabatas. Die Übungen sind nicht unbekannt: Liegestütz, Klimmzüge, Kniebeugen (Squats) etc.!! Viel besser als isolierte Übungen im Fitnesstudio. Jeder Blade, der sich nicht beim training zuschauen lassen will, kann das daheim machen. Extrem empfehlenswert das Buch von Mark Lauren - Fit ohne Geräte. FUNKTIONIERT

Ein Quantum Most
00
13.1.2012, 18:54

Super sind die Ladies die elendslang im "Fettstoffwechselbereich" dahintraben.

länge ist die neue breite
00
15.1.2012, 12:08

ich hab schon leute laufen sehen, der wahnsinn und zwar für deren Gelenke.
Die willst du anhalten und ihnen erklären wie laufen geht. Gute Form ist in unseren breiten auch ein fremdwort. Gute schuhe ebenso. Da rennen viele mit 5 Jahre alten tretern herum.

Mit laufen kann man schon auch abnehmen: Bergsprints, Fahrtspiel sollte man aber in sein wöchentliches training einbauen. Ohne schnelle muskulatur ist das aber schwierig. Ohne ein vernünftiges crosstraining und steigernde Reize wird wenig weitergehen (fettmäßig, muskelmäßig)

KKdJ
01
Was mir nicht gefällt, ist der Nihilismus, den solche Artikel verbreiten. Man weiß dann noch weniger als vorher.

Es stimmt zwar, dass Crash-Diäten schädlich sind. Aber dass Dünne in aller Regel gesünder sind als Dicke, ist auch nicht abzuleugnen.

Ich würde diese vom Kabaretisten B. Ludwig stammende "10in2"-Idee empfehlen (http://www.10in2.at/), soll heißen: einen Tag essen, einen Tag fasten. Das hat keine negativen Auswirkungen (außer wenn jemand Diabetiker ist UND bestimmte Medikamente nimmt; das gilt aber nur für Insulin oder orale Antidiabetika, welche die Insulinproduktion steigern; Metformin z.B. kann man an Fasttagen einfach weglassen).
Vor allem aber vermeidet man damit jeglichen Jojo-Effekt, weil die Fastenphase nicht lang genug dafür ist.

P.S.: Ich bin NICHT Bernhard Ludwig, aber eine gute Idee ist eben verbreitungswürdig.

piroschka d.
00
24.1.2012, 08:25

Unter fast jedem artikel betreffend gewicht diese leidige Werbung für dieses System. Kriegen Sie das bezahlt? Ausserdem ist ein weg nicht für alle richtig. Ich könnte mir nie vorstellen nur jeden zweiten Tag zu essen und glaube, dass das echt ungesund ist. Fdh statt ernsthafte ernährungsumstellung? Naja.

Ein Quantum Most
00
13.1.2012, 18:56

Ich bezweifle daß diese Diät für jeden geeignet ist. Es soll Menschen geben die körperlich arbeiten müssen.

Ich kenne übrigens ein Pärchen die dieses Konzept umsetzen und die zerfleischen sich jeden 2. Tag fast gegenseitig.

Nora Auer
01
Wie bitte?

Die Magersüchtig sterben schnell, Dicke leben lang.

Rafflesia
 
00

Magersucht ist eine schwere und lebensgefährliche Krankheit, das hat nichts mit einer gesunden schlanken Figur zu tun. Und Dicke leben eben NICHT lang.

Ein Quantum Most
00
13.1.2012, 18:57

Es gibt aber Studien die belegen daß leicht Übergewichtige eine höhere Lebensdauer haben als untergewichtige Menschen.

jodaflo
 
02
65% der an kinder gerichteten werbung, bewirbt nahrungsmittel die zu 100% ungesund sind.

studien ergaben, dass diese werbungen zur bevorzugung dieser produkte führen.

eine ähnliche studie ergab, dass kinder bei volkschulantritt bereits 200 marken kennen, die erkennungsrate von obst und gemüse aber im unteren zweistelligen bereich liegt.

schweden, südkorea bzw grossbrittanien testen bereits verbotsmodelle, von an kinder gerichteten werbung.

es geht voran.

länge ist die neue breite
00
12.1.2012, 10:03

Alte Regel: Iss nichts, wofür Werbung gemacht wird!!

Salz Burger
00
16.1.2012, 15:26

Da könnte was dran sein. Gute Dinge verbreiten sich auch ohne Werbung.

peak oil
00
viel besser wirken würde eine steuersenkung auf gemüse und obst,

und eventuell eine mwst-erhöhung bei stark zucker- und hfcs-hältigen lebensmitteln. (btw hfcc: http://en.wikipedia.org/wiki/High... rn_syrup).

somussesnichtsein
00
na da werden sich bei den erhöhungen aber die schwarzen hascherln aufregen!

somussesnichtsein
00
ja die experten sind sich einig,

diäten fördern nur das zunehmen.

nur leider, leider haben die experten auch keine lösung.

naked truth
01

Die "Lösung" ist seit jeher bekannt; die Energiebilanz in Ordnung bringen. Wer Abnehmen will muss weniger (aber immer ausreichend) Essen und sich mehr bewegen. Alles andere ist Wunschdenken und Scharlatanerie.

Rafflesia
 
01

Stimmt. Nur Hungern führt dazu, dass Muskelmasse abgebaut wird, dadurch sinkt der Grundumsatz. Wird Muskelmasse durch Bewegung aufgebaut, so steigt der Grundumsatz, und man kann mehr essen ohne dick zu werden. Hochleistungssportler können ja fressen wie die Firmlinge und nehmen nicht zu.
Sehr zu empfehlen: Mrs. Sporty (nur für Frauen).
(Nein, der Laden gehört mir nicht, hab ihn nur sehr hilfreich gefunden).

länge ist die neue breite
00
12.1.2012, 10:07

Die Lösung ist einfach: Wer Abnehmen will, kann Cardiotraining vergessen. Körpergewichtstraining, also mittlere und hohe intensität über 20 - 30 min 4 mal die Woche. Wie das genau geht lernt man zb. bei Mark Lauren - Fit ohne Geräte und zwar RICHTIG FIT.

Alexander67
22

Doch Hausverstand und Experten kennen die Lösung. Dauerhafte (moderate) Reduktion der Kalorienzufuhr und dauerhafte (moderate) Erhöhung des Kalorienverbrauchs durch Bewegung führt in den meisten Fällen zur dauerhaften Gewichtsreduktion.
Da mir diese Lösung nicht so zusagt, halte ich meine 15 kg über Idealgewicht indem ich weder die Kalorienzufuhr erhöhe, noch den Kalorienverbrauch senke. Die zwei kg über Weihnachten verschwinden bis Februar. Würde ich eine Diät machen könnte ich auf 10 kg über reduzieren, hätte aber nach Ende der Diät bald 17 kg über Idealgewicht.

Rafflesia
 
00

die meisten Dicken wollen von moderater Reduktion der Kalorienzufuhr noch von moderater Bewegung etwas wissen.
sie warten auf eine Methode, wie man nach Belieben essend auf der Couch sitzen kann und dabei schlank wird.

A. Raunzer
22
Dazu brauchts keine Experten

sondern nur Vernunft und ein bisschen Disziplin.

Einfach weniger und ausgewogen essen und viel mehr bewegen.

Und das nicht nur für ein paar Wochen, sondern immer.

Aussteiger1
22
Diesen Schwachsinn kann ich nicht mehr hören!

Immer wieder die Gescheiterln, die predigen, einfach ein bisschen weniger essen, ein bisschen mehr Gemüse und Obst, etwas Bewegung und die Kilos purzeln nur so!

B L Ö D S I N N!

Das ist eben nicht so!
Das ist eben nicht so einfach!

Warum glauben sie, verkaufen sich die Gesundheits- Abnehm- Diät etc. Bücher und Seminare so gut???

Weil es so einfach ist abzunehmen???

Den Rest zu ihrem Posting - was ich mir darüber denke - erspare ich ihnen und den Rest der werten Poster!

Rafflesia
 
01

Dann verraten Sie uns doch bitte Ihre persönliche Lösung des Problems?
Sicher braucht es Selbsatdisziplin, auf gewisse Dinge zu verzichten und regelmäßig Sport zu treiben; ich hab auch lieber Malakofftorte als Karottengemüse und bin oft zu faul zum Turnen. Aber gerade diese Selbstdisziplin haben Dicke nicht, und daher empören sie sich über die "Gscheiterln".

länge ist die neue breite
00
12.1.2012, 12:34

Ich stimme ihnen voll zu - Sie scheinen auch zu turnen, also einen sport zu treiben, der effizient fett verbrennt, bzw funktionelle muskelmasse bildet.

Das ist vielleicht 5-6 mal so effizient, wie ein langzeit Cardiotraining im "Fettstoffwechsel" (Nordic Stalking oder langsamer Dauerlauf) und ein himmelhoher unteschied.

Jehane
00
10.1.2012, 16:42

Oft muss man sich selber in den Hintern treten, stimmt :) Mir fällt's z.B. leichter, mich an mein Ernährungsprogramm zu halten als sporteln zu gehen; für Letzteres bin ich oft einfach zu faul und muss mich überwinden. Ohne Bewegung geht's aber nicht.

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