Kirche will Aufklärung ihrer Geheimdienst-Vergangenheit verhindern

3. Jänner 2012, 17:50

Zwei Bischöfe als Spitzel des kommunistischen Geheimdienstes verdächtigt

Sofia - Die bulgarisch-orthodoxe Kirche bekämpft weiterhin die Untersuchung ihrer Vergangenheit in Geheimdienstakten. Mit einem Boykott der Kommission zur Sichtung der Stasiakten (KLS) will sie deren Arbeit untergraben. Indem die Kirche sich weigerte, Namen und Daten von hohen geistlichen Würdenträgern an die Behörde weiterzugeben, verzögert sie seit November 2011 die vom Gesetz vorgeschriebene "Durchleuchtung" von Patriarchen, Bischöfen, Äbten.

Zunächst hatte sich die Bischofskonferenz bereiterklärt, die Daten anzugeben. Dann versuchte sie aber, die Überprüfung mit Hilfe von Juristen zu umgehen. Ein Unterstützungs-Appell an den scheidenden sozialistischen Staatspräsidenten Georgi Parwanow, dem eine Zusammenarbeit mit den früheren kommunistischen Geheimdiensten nachgewiesen wurde, verhallte ungehört. Nachdem die KLS mitteilte, die geforderten Daten über die staatlichen Behörden in Erfahrung zu bringen, lenkten die Bischöfe jedoch Ende 2011 ein.

"Unheilbare Wunden"

Der Metropolit von Newrokop, Nataniel, warnte allerdings, dadurch sei die Einheit der Kirche gefährdet. Er sagte "unheilbare Wunden" in der Glaubwürdigkeit der Kirche in der Bevölkerung voraus. Auch der Bischof von Warna, Kyrill, zeigte sich zurückhaltend. Beiden Bischöfen wird nachgesagt, dass sie in den 80er Jahren als Theologiestudenten und junge Mönche wegen Spionagevorwürfen aus Griechenland ausgewiesen wurden.

Den bisher letzten Versuch, die Überprüfung der KLS zu stoppen, unternahm zu Neujahr eine Gruppe von 25 bekannten Intellektuellen. Sie beteuerten in einer Erklärung ihre Unterstützung für die bulgarisch-orthodoxe Kirche, der Schaden zugefügt werden solle. Medien verwiesen darauf, dass die Intellektuellen überwiegend aus dem linken Lager kommen und im Umfeld Präsident Parwanows zu finden sind.

Bisher ist bekannt, dass zwei von insgesamt zwölf bulgarischen Bischöfen Stasiagenten waren: Der Metropolit von Stara Sagora Galaktion war vor Jahren bei einer Überprüfung der Parlamentsabgeordneten "durchleuchtet" worden. Er war in der 90er Jahre - noch als Weihbischof - Abgeordneter der Sozialisten. Der bulgarische Bischof für Amerika und Australien, Josif, bekannte sich vor zwei Jahren selbst zu seiner Mitarbeit in den kommunistischen Geheimdiensten und bat um Vergebung. (APA)

Gobi Todic
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die kirche

und die konservativen möchten immer den deckel draufhalten.

popokatepetl
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Beugehaft für alle Kirchenoberhäupter...

die sich widersetzen!

Strafzahlungen von einigen 100.000€/Tag hinhaltetaktik mit sofortiker Exekution an Kirchenimmobilien!

Die Pfaffen denken wohl wirklich sie seien ein Staat im Staat!?

sc1
 
11
Also doch keine Trennung zw. Staat und Kirche vorhanden!!

Wie schön das solche Schurken-Staaten in der Eu Fuß gefasst haben!

DreadCat
00

Dann paßt's doch eh... ^^

Gleich & gleich gesellt sich gern.

V995
05
wurscht wo

die kirche will nie aufklärung

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