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Satte Teuerung bei Marken-Lebensmittel

3. Jänner 2012, 15:13
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    foto: lidl austria

    Nicht alles wurde teurer: Marken-Tee zum Beispiel brachte es auf ein Minus von 25 Prozent.

Seit der Euro-Einführung wurden Marken-Lebensmittel deutlich teurer, Marken-Kaffee brachte es auf eine Steigerung von 85 Prozent

Wien - Seit der Euro-Einführung wurden Marken-Lebensmittel deutlich teurer, einige Nahrungsmittel beim Diskonter verbilligten sich hingegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) von über 100 Preisen für Diskonter- und Marken-Nahrungsmittel. "Dass Markenprodukte teurer sind als No-Names, ist klar, aber die stark unterschiedliche Preisentwicklung ist auffallend", so AKNÖ-Vizepräsident Michael Fiala am Montag in einer Aussendung. Die stärkste Teuerung seit 2001 wurde bei Marken-Kaffee mit einem Plus von 85 Prozent verzeichnet.

Ein Kilo No-Name-Spaghetti koste 0,88 Euro, für 500 Gramm Marken-Spaghetti mussten Konsumenten im vergangenen Oktober hingegen 1,45 Euro locker machen. "In Österreich gibt es im Handel zu wenig Konkurrenz und daher keinen echten Wettbewerb", kritisierte Fiala. Die daraus entstehende Marktmacht einiger weniger Händler schlage sich offensichtlich in Preiserhöhungen vor allem bei Markenprodukten nieder.

Die Preiserhebung wurde von der AKNÖ im Oktober 2001 durchgeführt und mit Preisen von Oktober 2011 verglichen. Im von der AK berechneten "soll"-Preis 2011 wurde die durchschnittliche Inflation der Jahre 2001 bis 2011 berücksichtigt. Das Kilo No-Name Spaghetti hätte demnach eigentlich bereits 0,96 Euro kosten können. 500 Gramm Marken-Spaghetti sollten unter Berücksichtigung der Inflation jedoch nur 1,05 Euro kosten.

Die höchste Teuerung, berechnet als Differenz zwischen dem aktuellen Preis im Oktober 2011 und dem "soll"-Preis, wurde bei 500 Gramm eines Marken-Kaffees mit einem Plus von 85 Prozent verzeichnet. Im Oktober 2001 kostete dieser Kaffee 2,9 Euro und im Oktober 2011 bereits 6,49 Euro. Wenn der Marken-Kaffee jährlich nur in der Höhe der Inflation teurer geworden wäre, dann dürfte dieser laut AKNÖ nur 3,52 Euro kosten. Den stärksten Anstieg bei Diskont-Artikeln gab es in den vergangenen zehn Jahren bei 250 Gramm Sauerrahm mit plus 13 Prozent. Der stärkste Rückgang wurde bei Marken-Tee verzeichnet mit einem Minus von 25 Prozent und bei einem 125 Gramm Diskont-Mozarella mit einem Minus von 34 Prozent.

Der Preisanstieg bei Grundnahrungsmittel fiel hingegen deutlich geringer aus: Beim Diskonter verteuerte sich seit 2001 Mehl um 5 Prozent, Vollmilch um 6 Prozent. Zucker verbilligte sich um 3 Prozent.(APA)

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Posting 1 bis 25 von 33
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Pekir
00
25.1.2012, 10:59
Gerade bei Spaghetti sind die Unterschiede riesengroß:

a) Spaghetti mit Eiern kosten naturgemäß in der Produktion bedeutend mehr als solche ohne Eier.
b) Bevor man den Preis vergleicht, sollte man die Kochfestigkeit und die Farbe prüfen. Billig-Spaghetti werden oft aus minderwertigen Hartweizengrieß (niedrigere Proteinwerte, erhöhte Amylaseaktivität) mit einem höheren Ausmahlungsgrad hergestellt, was zwar die Kosten senkt, die Qualität massiv negativ beeinflusst.

isengart
01
15.1.2012, 12:53
Euro = Teuro

Das liegt auf er Hand. Egal ob sie zu Fleisch, Wurst, Käse, Milch, Milchprodukten schauen: Überall das gleiche Bild. Der "Ederer Tausender" war ein Marketing Instrument und hat außer ihr selbst wohl nur sehr wenigen Leuten einen ATS-Tausender mehr im Börserl gebracht.

hans wurst
 
00
13.1.2012, 17:00
Beim Kaffee ist es noch schlimmer,

wenn man bedenkt, dass im selben Zeitraum der afghanische Kaffeebauer aus der Region Kaffa nur noch ein Drittel des Weltmarktpreises von dem vorher bekommt. (Quelle: das Buch "Imperium der Schande" von Jean Ziegler)

Der Weltmarkt ist aufgeteilt auf wenige große Händler (zB Nestle, der Krake von Vevey) die den Preis ggüber dem Erzeuger drücken und ggüber dem Verbraucher fast verdoppeln.
Wo woar deren Leistung??

Phoenixx
 
00

Dabei verdienen die Produzenten (Bauern) immer weniger. Das geht bis gegen 0.
Wer verdient das ganze viele Geld?

Irgendwo ist es.
Aber wo?

mundll
00

Jakobs Monarch vor ca. 3 Jahren 1,78 im Angebot, jetzt nicht unter 4,99! Das sind keine 85% sondern 180%!

nullachtfünfzehn_
01
scheint Klar: Wenn jemand bereit ist "Marke" zu kaufen, ...

... so wird diese Käuferschicht geschröpft.
Solange die Leute bereit sind dies auch zu zahlen, wird der Handel die (seine) Gewinnspanne auch erhöhen.

gutes Beispiel: Nespresso ...

felix dank2
01
der vergleich ist aberwitzig

wer den euro als grund fuer die verteuerung angibt, ist disqualifiziert auch wenn sie aknoe heisst. das ist dummheit. wie haben sich seitdem euro die loehne und die rohstoffe in dieser welt veraendert?in vielen laendern koennen sich die leute selbst grund- nahrungsmittel nicht mehr leisten. mexiko z.b. istkein scherz sondern realitaet.
also bitte vorher nachdenken bevor man solches von sich gibt.

egon meier
10
Der Vergleich hinkt natürlich

zur Vereinfachung wird davon ausgegangen, dass die Qualitäten unveraendert geblieben sind.

Kann sein, muss aber nicht sein. So kann im Muesli beispielsweise der Anteil hochwertiger und teurer Zutaten gesenkt werden.

Van_Tom
24

Wenn man bedenkt wie viele Österreicher ein "Nespresso" Kaffeesystem verwenden, dann spielt der Preis eher eine Nebenrolle. Den Handel für 500 g Kaffee an den Pranger zu stellen finde ich mehr als unangebracht.

Poldi Fesch
00
:)

ja

also...
02
Nicht jeder hat Luxusprobleme

Wer bitte bedenkt wie viele Österreicher schon arbeitslos sind und keine inflationsangepassten Sozialleistungen erhalten?
Ich halte Brot nicht mehr für erschwinglich! Man kann direkt zusehen, wie es täglich teurer wird.
Geschweige denn die steigenden Mieten, Energiepreise, Einzelfahrscheine, u.s.w.
Man hat ein Leben lang hart gearbeitet, um sich im fortgeschrittenen Alter mit gesundheitlichen Beschwerden überlegen zu müssen, welchen Mistkübel hinter welchem Supermakt man plündern wird müssen, wenn man noch das Geld für die Miete und Stromrechnung zusammenkratzen will.
Günstige Wohnungen sind auch keine mehr zu finden.
Düstere Aussichten bei unserer Politik!

buena1vista1
00
Naja ...

ich würde schon sagen, es ist ein Unterschied ob 08/15 Produkte um 85% steigen oder aber ob ein Produkt generell eine ganz andere "Ausgangsbasis" und Preissegment bedient.

Wenn mir Nespresso zu teuer ist oder ich die nötige Maschine dazu nicht habe, relativ egal. Aber wenn ein 08/15 Kaffee für die Masse um 85 % teurer wird ist das sehr wohl zu verurteilen.

Van_Tom
00

Aus diesem Blickwinkel gebe ich Ihnen natürlich recht. Zur Veranschaulichung betrachten Sie bitte mal den Preis vom Rohstoff Kaffee:

http://www.finanzen.net/rohstoffe... affeepreis

Mein Kommentar zielt darauf ab, die allgemeine Verurteilung vom Handel als unangebracht darzustellen. Der Hype um Kapsel- und Padmaschinen scheint ungebrochen. Die Verkaufspolitik ist extrem restriktiv. Die Leute machen lächelnd mit.

Diesen Umstand wollte ich aufzeigen.

alla riscossa
12
500g barilla spaghetti 1,45€

über die grenze in bella italia max. 85cent (und die schenken sicher nichts her) bei uns wird abgezockt, dass es einem graust! polpa di pomodoro wurde mit jahreswechsel von 75c auf 89c erhöht, also um fast 20%. beide (vergleichbaren) markenprodukte aus italien kosten (jetzt erstmals) exakt das gleiche! beispiele beliebeig fortführbar! eine einzige verbrecherbande, der lebensmittelhandel!

Poldi Fesch
00
meist um

die € 1.-, aber irgendein Angebot fuer Markenpasta um 80Cent findest immer

alla riscossa
00
bitte nennen,

bin überfordert,finde nichts!

p.s. mit deinem einwand hast eigentlich das thema a bissl verfehlt, glaubst ned?

Poldi Fesch
01
thema verfehlt

weil ?
Ich kauf nicht rasend viel Pasta, hab aber in den letzten Tagen ein bisserl geschaut. Der Durchschnittspreis hier in Ligurien liegt bei € 1,0irgendwas. Aber sei es Agnesi, sei es Barilla o. De Cecco, irgendein Produkt findest um die 80 cent. Hilft dir nicht immer da, bspw. Agnesi viel glatter ist als De Cecco bist nicht immer frei in der Auswahl.

konrath
02

wer braucht schon marke? die qualitaet ist wichtig und natuerlich die "serioese" herstellung der produkte.

jeff5
01
marken-lebensmittel bedeuten nicht immer bessere qualität.

man brauch nur vergleichen, abgesehen davon, dass hinter vielen diskont-produkten auch die markenhersteller stehen....

Naseweiss1
00
Solche Preissteigerung bei Lebensmittel, obwohl die ldw. Rohstoffpreise deutlich gesunkensind und nur einen geringen Anteil im Gesamtprodukt ausmacht - Da wird kräftig in die Tasche der Anderen gegriffen!!!

samba cat
00
"obwohl die ldw. Rohstoffpreise deutlich gesunkensind"

die sache zb mit den revolten in mexiko, wo sich die leute das mehl fuer die tortillas nicht mehr leisten konnten, haben sich die medien ausgedacht?

Pogled
10
Kartellpreise ?

Barilla No.3 kosten gleich nebenan in SLO beim Tante-Emma-Laden 0,99 Euro. No.5 im Großmarkt ab 0,70.

Ähnliches findet man auch bei einem großen österr. Gewürzhändler.

werwolfi
01

AKNÖ klingt wie eine Hautbildveränderung im der Pubertöt ;o)

Aber im Ernst - diese fehlende Konkurrenz gibt es ja in einigen Bereichen, und dann wird ja gerne etwas von den hohen Bergen in Ö gefaselt die den Transport so teuer machen...

Mann40
00

grün für "Pubertöt" ;-)

ramos
14
Spar, Billa und Konsorten

sei Dank. Die ruinieren die Markenartikel indem sie die Preise erhöhen und ihre Eigenmarken mit minderer Qualität verbilligen und den Konsumenten einerseits und die Produzenten andererseits schröpfen. Die Produzenten und Händler mit Zahlungsfristen jenseits von Gut und Böse und mit Sonderzahlungen für Werbungen, Markteröffnungen etc. Früher stellte man diese Gauner an den Pranger!

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