Reaktionen

Skepsis in der SPÖ zu Eurofighter-Verkauf

3. Jänner 2012, 14:28

Voves sieht "persönliche Meinung" Kräuters - Unmut unter Kärntner Funktionären

Wien - Der Vorschlag von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter, die Eurofighter zu verkaufen, stößt nicht nur bei Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) auf Ablehnung. Auch in den Landesparteien zeigt man sich skeptisch. Kräuter hatte in der Tageszeitung "Österreich" (Dienstagsausgabe) davon gesprochen, dass er für seinen Vorschlag "durchaus Zustimmung" gefunden habe, ein Rundruf zeigt aber ein anderes Bild.

Der Kärntner SPÖ-Vorsitzende Peter Kaiser wollte am Dienstag zur Auseinandersetzung um die Eurofighter nicht direkt Position beziehen. "Ich war von Anfang an ein Gegner des Ankaufs der Eurofighter mitsamt den dubiosen Gegengeschäften, daran hat sich nichts geändert", erklärte er auf APA-Anfrage. Unter den Funktionären war inoffiziell aber Unmut über den Vorstoß des Bundesgeschäftsführers zu hören. Dass dieser dem Verteidigungsminister in den Rücken falle, sei unsolidarisch und schade der Sozialdemokratie, hieß es hinter vorgehaltener Hand.

Der steirische SPÖ-Vorsitzende und Landeshauptmann Franz Voves hält die Äußerungen seines Landsmanns Kräuter überhaupt für eine "persönliche Meinung", die er nicht weiter kommentieren wolle, ließ Voves durch einen Sprecher mitteilen.

Vorarlberg will rechtliche Prüfung

Mit Zurückhaltung begegnet man auch in der SPÖ Vorarlberg dem Eurofighter-Verkaufsvorschlag von Kräuter. Landesgeschäftsführer Reinhold Einwallner erklärte, er sei "skeptisch, ob 's geht". Immerhin sei die Verpflichtung zur Luftraumverteidigung vorgeschrieben, und Verteidigungsminister Darabos habe sich bereits bemüht, die Stückzahl der Fluggeräte so gering wie möglich zu halten. Man müsse daher achtgeben, keinen Verfassungsbruch zu verursachen. Er sei "gegen politische Schnellschüsse", spreche sich aber für eine rechtliche Prüfung aus.

Der Tiroler SP-Chef Hannes Gschwentner sieht zwar "viele Sympathien" für den Vorstoß von Kräuter, die Eurofighter-Abfangjäger feil zu bieten. Gleichzeitig fehlen Gschwentner in dem Vorschlag aber einige Details. Unter anderem müsse zunächst geklärt werden, wie man sie "ohne große Verluste loswerden und gleichzeitig eine anderweitige Luftraumüberwachung im Sinne der Neutralität bewerkstelligt werden" könne, hieß es aus dem Büro von Gschwentner.

Keine Stellungnahme von Ackerl

Die Eurofighter seien "bekanntlich" ein ungeliebtes Kind der SPÖ. Der Beschaffungsvorgang sei damals ständig von Korruptionsverdächtigungen im blau-schwarzen Regierungssumpf begleitet worden. Zudem hätte Österreich mit günstigerem Gerät das Auslangen gefunden, argumentierte Gschwentner.

Der oberösterreichische SPÖ-Landes-Chef und LH-Stv. Josef Ackerl wollte am Dienstag keine Stellungnahme zum Vorschlag des Verkaufs der Eurofighter abgeben. Auch Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller wollte sich nicht äußern.

Keine Zustimmung von Wehrsprecher Prähauser

Auch SPÖ-Wehrsprecher Stefan Prähauser hält nichts von einem Verkauf der Eurofighter. Er sei inhaltlich ganz der Meinung von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), sagte Prähauser am Dienstag. Darabos hatte Kräuters Vorschlag mit Verweis auf die Neutralität und die dazugehörige Luftraumüberwachung zurückgewiesen.

Prähauser empfahl seinem Parteikollegen Kräuter, sich das nächste Mal mit Experten zu beraten, bevor er solche Vorschläge macht. "Ich würde mir wünschen, wenn so gravierende Vorschläge gemacht werden, dass man sich vorher mit den zuständigen Fachleuten berät", so Prähauser. Er verstehe zwar den Groll Kräuters gegen die Eurofighter, aber "das ist das eine und die Verfassung ist das andere". (APA)

 

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14 Postings
positiv gesehen
02
damit können wir davin ausgehen das kräuter der nächste verteidigungsminister wird

im kabinett laura rudas 1.

Zynami
00
SPÖ-Granden befetzen sich laufend!

Das wär früher unmöglich gewesen -
scheint ein Zeichen des Zerfalls zu sein.

Wollt ihr tatsächlich eure Kernkompetenzen an die FPÖ verschenken, HC kann nur noch applaudieren.

"Wir sind die Besten und wir bleiben die Besten!" ©Faymann

Martin Rosenkranz, airpower.at
05
Der Beschaffungsvorgang sei damals ständig von Korruptionsverdächtigungen im blau-schwarzen Regierungssumpf begleitet worden

Geäußert von SP Funktionären - bewiesen wurde bis heute nichts...

Die einzigen Nachweise dies gibt sind die Einladungen von Saab in den SPÖ-Parlamentsclub und den Sponsor eines Wr.Fussballclubs der kein Pickerl auf den Trikots will....

FatFaceRicky
10

War das jetzt Ironie? Für mich war der U-Ausschuss durchaus ein Erfolg. Es ist ja nicht Zweck eines U-Ausschusses, jemanden strafrechtlich zu verurteilen. Er hat aber sehr wohl der Öffentlichkeit Einblick in die Geschäftsgebarung und Umgangsformen in diesem Milieu gebracht. Reihenweise Leute, die nichts anderes rausbringen, als "Daran kann ich mich nicht erinnern", EUR 100k Pressekonferenzen, die Hochzeit vom Air-Chief, Sponorverträge ohne sichtbare Gegenleistung, usw.usf.

Ohne Ausschuss hätten wir davon nichts mitbekommen. Politisch gibts in Ö ja leider nie Konsequenzen, aber der interessierte Wähler kann sich halt seinen eigenen Reim darauf machen.

Martin Rosenkranz, airpower.at
02
Ich war mehrmals live in dem Ausschuss

Erfolg kann ich keinen ausmachen.
Ja klar - man kann ganz leicht jeden zur Sau machen. Den allerstärksten Eindruck machte für mich die Tatsache dass ein ganzer Haufen Leute sich eines Themas annehmen von dem sie a) keine Ahnung haben (bis heute) b) kein Interesse haben (bis heute) und c) sich nur profilieren wollen.

Die "Begeleitmusik" gibts überall - an jedem Bau in Großspitälern, am Flughafen - bei prakisch jedem Auftrag größer oder kleiner.

Und selbst bei dieser Begleitmusik ist nix relevanten rausgekommen....ein paar Leut die mehrere Jahe sehr viel Arbeit in ein Projekt investiert haben, haben am Schluss Abschied gefeiert...pfau..Skandal...

Die Politik macht sich lächerlich und merkt es nicht mal...

FatFaceRicky
20

Naja, wenn für dich die Begleitmusik part of the game und eh ganz normal ist..

Ich hätte auch nichts gegen Ausschüsse zu anderen Begleitmusikanten. In Ö spilen ja schon ganze Begleitorchester. Am Flughafen, nur zum Beispiel. Wenn das jedem wurscht ist, dann wird sich nie was ändern.

Zynami
00
Rapid erhielt mindestens 4 Mal zum 1. Mai eine ganze Million Euro

ohne irgendeine Verpflichtung. Keine Werbung, keine Leiberln, kein Sponsoring!

Ein gewisser ex-Finanzminister Edlinger und Darabos waren/sind im Vorstand dieses Fußballvereins.

Als dies ruchbar wurde war der U-Ausschuss sofort beendet!

Dr strangelove
 
20
***bewiesen wurde bis heute nichts...***

...zur Erinnerung:

http://derstandard.at/plink/128... id17946654

anders gefragt: Erklären Sie doch einfach fachmännisch... wie in Deutschland... selbst ein Betriebskosten Monster wie der Tornado im Eurofighter Vergleich zum Schnäppchen wird...!
oder liegt das auch wie bei airpower.at & Co. üblich... an den supertollen T-2 Maschinen die die Deutschen von Darabos bekommen haben?

soviel zu: ***Die einzigen Nachweise dies gibt...***

Martin Rosenkranz, airpower.at
14
7 Monate U-Ausschuss

und ihr habts genau Nix !!!!

NIX NIX NIX

...oja...ich vergaß...einen amtierenden Minister der im U-Ausschuss mehr als offensichtlich mehrmals gelogen hat....

Dr strangelove
 
30
***Die einzigen Nachweise dies gibt...***

...zur Erinnerung: airpower.at & Co... haben wortreich erklärt wie klug, fachmännisch umsichtig und zukunftsorientiert... es doch sei, dass sich Schüssels Wenderegierung... für den als europäischen Standard postulierten Eurofighter und gegen die Saab Insellösung entschieden hat.
Inzwischen haben sich mit Ungarn, Tschechien und der Schweiz [sic!] drei an Österreich grenzende Länder für Saab entschieden und Österreich ist mit seinen Eurofightern zum einsam exotischen Exportkunden...[!] Inselchen geworden!

soviel zu: bewiesen wurde bis heute nichts...

Martin Rosenkranz, airpower.at
02
War nicht der Darabos

bei Rapid ein hohes Tier....?

http://img517.imageshack.us/img517/37... 61djw5.jpg

Zynami
00
Wurde er deshalb zum Sportminister gekürt?

Dr strangelove
 
50
***Die einzigen Nachweise dies gibt...***

...zur Erinnerung: airpower.at & Co... haben wortreich erklärt wie klug, fachmännisch schlüssig und zukunftsorientiert... es doch sei, dass sich Schüssels Wenderegierung... für den als europäischen Standard postulierten Eurofighter und gegen die veralterte und zur österreichischen Luftraumüberwachung ungeeignete F-16 entschieden hat.
In der realen Welt haben sich seither in der EU mit Polen, Griechenland (und Italien...) sowie Israel... usw... usf... weltweit weitere Länder für die F-16 entschieden und Österreich ist mit seinen Eurofightern nicht nur in Europa zum einsam exotischen Exportkunden...[!] Inselchen geworden!

soviel zu: bewiesen wurde bis heute nichts...

loewe76
01
man sollte sich zumindest etwas mit der Thematik beschäftigen

Italien (ALENIA) hat den Eurofighter mitentwickelt und 96 Stück bestellt. Israel betreibt schon seit 1980 F-16 und hat die letzten 102 Maschinen 2004 geliefert bekommen zusätzlich wurden im Jahr 2010 F-35 bestellt.

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