Hackergruppe bekennt sich zu Angriff – laut Zentralbank nur 15.000 Karten betroffen
Hacker sollen nach eigenen Angaben Kreditkartendaten von rund 400.000 Israelis veröffentlicht haben. Die Daten sollen von mehreren Online-Shops abgezogen worden sein, berichtet Haaretz. Laut der israelischen Zentralbank soll die Zahl der Betroffenen jedoch weit geringer sein.
Liste zum Download
Am Montag seien Besucher der Sport-Seite One.co.il auf eine Seite auf pastebay.com weitergeleitet worden, wo sich ein Hacker namens xOmar 0 zu dem Angriff bekannt habe. Auf der Seite sei ein Dokument mit den Kreditkartendaten Adressen, Namen, Telefonnummern und Ausweisnummern der User zum Download veröffentlicht worden. In dem Dokument sollen unter anderem Personen extra aufgelistet worden sein, die an Rabbis gespendet hatten oder in einem jüdischen Online-Shop eingekauft haben sollen.
Kreditkarten gesperrt
Laut dem Hacker soll es sich um Daten von 400.000 Personen handeln. Damit hätte die Hacker-Gruppe "der Welt ein Neujahrsgeschenk" machen wollen. Laut den drei betroffenen Kreditkartenunternehmen seien die Datensätze jedoch redundant und würden "nur" Informationen von etwa 15.000 Karten beinhalten. Sämtliche Karten auf der Liste seien mittlerweile gesperrt worden. Den Kunden wird eine Rückerstattung versprochen, sollten die Kreditkarten belastet worden sein.
Computerpanne
Erst im November war es in Israel zu einer schweren Computerpanne
gekommen. Die Websites mehrerer Regierungs- und
Sicherheitsorganisationen waren nach einem Totalabsturz stundenlang
lahmgelegt. Die Internet-Aktivisten von "Anonymous" hatten
der israelischen Regierung vorher mit einem Angriff gedroht. Die
israelischen Behörden dementierten jedoch damals Berichte über eine
Hacker-Attacke und erklärten den Vorfall mit einem technischen
Fehler. (red/APA)