Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Bei dreispurigen Autobahnen herrscht noch Unklarheit, wo die Autofahrer die Rettungsgasse bilden müssen.
vergrößern 500x566Anhand der rechten Abbildung wird gezeigt, dass vom äußerst linken Fahrstreifen nach links ausgewichen werden muss - von den beiden rechten nach rechts.
Wien- Seit drei Tagen muss auf Österreichs Autobahnen, Schnell- und Autostraßen eine Rettungsgasse gebildet werden, damit Einsatzfahrzeuge rasch zum Unfallort durchkommen. Die Asfinag hat am Dienstag eine erste Bilanz gezogen und kam zum Schluss, dass die Rettungsgasse vielerorts bereits gut, auf dreispurigen Autobahnen jedoch noch gar nicht geklappt hat. Verkehrsexperten erwarten eine längere Eingewöhnungsphase und raten derzeit von Strafen ab.
Gröbere Probleme bei dreispurigen Autobahnen
In etlichen Fällen habe die Rettungsgasse bereits gut funktioniert - so etwa auf der Mühlkreisautobahn (A7), der Tauernautobahn (A10) oder der Inntalautobahn (A12). Gröbere Probleme gibt es laut Asfinag allerdings auf dreispurigen Autobahnen, wie etwa am Montag auf der Westautobahn (A1). Während ein Teil der Lenker wie vorgeschrieben eine Rettungsgasse bildeten, preschten die "Unwissenden" einfach in der Mitte durch.
"Neue Regelungen brauchen immer Zeit", erklärte Andreas Achrainer vom ÖAMTC. "Ich habe kürzlich mit einem Kollegen vom ADAC gesprochen, der meinte, in Deutschland habe es bei der Einführung ganz ähnliche Startschwierigkeiten gegeben." Achrainer appellierte diesbezüglich aber auch an die Lenker: "Es ist wie überall anders im Straßenverkehr - mitdenken ist das Um und Auf."
Experten raten von Strafen derzeit ab
Aufs selbe Bremspedal trat auch Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV): "Es wird noch ein bisserl dauern, Menschen sind keine Maschinen. Aber ich denke, bis zum Sommer wird sich alles eingespielt haben. Man muss den Autofahrern die Chance geben sich an die Rettungsgasse zu gewöhnen." Dies gelte im besonderen für Verkehrsteilnehmer, die aus jenen Nachbarländern kommen, in der es diese Regelung nicht gibt bzw. die von der Neueinführung in Österreich noch nichts mitbekommen haben. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Rettungsgasse lediglich in Deutschland und Tschechien, in Slowenien und der Schweiz wird sie empfohlen.
Von Strafen halten weder Achrainer noch Thann etwas - zumindest derzeit: "Jetzt geht es vorerst einmal ums Üben. Fehler müssen im Moment noch begangen werden dürfen", so Thann. "Es gibt einen klaren Erlass des Innenministeriums, an den sich die Autobahnpolizisten halten müssen", ergänzte Achrainer, der sich aber ein Vorgehen "mit Augenmaß" wünschen würde. Kein Auge zugedrückt dürfe allerdings bei Missbrauch werden. Thann: "Doch das ist derzeit noch sehr schwer zu beurteilen."
Aufklärung
Zu Früh für eine Bilanz ist es aus der Sicht der Verkehrspolizei. "Es mag da und dort Behinderungen gegeben haben, aber für eine klare Beurteilung der Situation ist der Zeitraum seit dem Inkrafttreten einfach noch zu kurz", berichtete Ferdinand Zuser von der NÖ Landesverkehrsabteilung. Zum Thema Strafen sagte Zuser: "Die Bestimmung ist - emotionslos betrachtet - in Kraft. Eine Anordnung, nicht zu strafen, gibt es nicht." Dennoch werde im Moment "mit Aufklärung" vorgegangen, man müsse die Fälle aber einzeln bewerten. Der "Ernstfall", also Rettungsgasse plus Einsatzfahrzeuge, sei jedoch noch nicht eingetreten, so Zuser. (APA)
Verfassungsjurist bestätigt Zulässigkeit der Novelle - Eigene Hinweisschilder für überwachte Strecken geplant
Verkehrsministerin Bures will Rettungsgassensünder strafen, Innenministerin Mikl-Leitner hat datenschutzrechtliche Bedenken
Rund 100 Anzeigen im ersten Jahr der Maßnahme auf Autobahnen und Schnellstraßen
Dennoch sehen sich 77 Prozent der Österreicher als Unterstützer und Befürworter - Autofahrer fühlen sich vor Strafen sicher
Die seit Jahresbeginn vorgeschriebene Rettungsgasse bei stockendem Verkehr führt noch zu Problemen mit der Orientierung - Doch sogar im Morgenstau auf der Wiener Südosttangente klappt es schon manchmal
Bis zu 2.180 Euro Strafe
Bis zu 2180 Euro Strafe, wenn man nicht ausweicht
Viele verlassen sich darauf, das zu tun, was die anderen machen
Der Verkehr stockt: Wohin jetzt, um Platz für Einsatzfahrzeuge zu machen? Die Regeln sind einfach - aber international nicht einheitlich
...und jetzt dürfen die Rettungsgasseninfocampagnler raten, wohin ihre Rettungsgasse entfleucht, wenn die Staukolonne von der 3spurigen Autobahn in den 2spurigen Baustellenbereich übergeht.
So gesehen am 12.8. auf der A1 bei Laakirchen.
Anstatt den bestehenden Pannenstreifen miteinzubeziehen und bekannt zu machen, dass der rechteste Fahrbahnstreifen IMMER für Einsatzfahrzeuge freizuhalten ist
werden neue Regelungen getroffen, die den alten zuwiderlaufen. Einfach unverständlich...
Kein Wunder, durch den aberwitzigen und illegalen Vorschlag der ASFINAG auch den Pannenstreifen zu verwenden wird aus einer 3spurigen Autobahn eine 6spurige:
1) linke Spur (ganz links)
2) Rettungsgasse
3) mittlere Spur (rechts)
4) rechte Spur (ganz links) und teile der mittleren Spur
5) rechte Spur (ganz rechts)
6) Pannenstreifen
Denn sobald die mittlere Spur scheinbar frei ist wird sie verwendet - so entsteht dann das Chaos. Wie das auf einer 4spurigen Autobahn dann ausschaut kann sich auch jeder ausmalen.
Ohne Pannenstreifen würde es funktionieren:
1) linke spur (ganz links)
2) Rettungsgasse
3) mittlere Spur rechts und etwas der rechten Spur
4) rechte Spur (ganz rechts)
ich meine bei jeder staubildung soll so eine gasse gebildet werden, das alleine ist ein ernormer zeitaufwand. auserdem was sollen lkws machen und wie lange dauert es bis so eine gasse gebildet wird können rettung und der gleichen nicht einfach auf den pannenstreifen fahren ?
Nicht permanent aber mehrmals am Tag.
Aber wo liegt jetzt für Sie das Problem dabei, wenn Sie dann sicher sein können, dass im Fall der Fälle dann auch Sie schneller "versorgt" werden könn(t)en?
Beim "sehr" langsam Fahren kann man ja gefahrlos zusammenrücken - Gut ok, die Motarradfahrer haben sicher keinen Freude damit - die stehen dann gezwungenermaßen auch häufiger als ohne diese Gasse.
Stellt Euch vor:
Ich bin auf der linken Spur unterwegs, es bildet sich ein Stau. Die Rettungsgasse wird gebildet und bleibt mit Stop&Go bestehen. Irgendwann kommt meine Ausfahrt, um rechtzeitig auf die rechte Spur zu kommen müsste ich die Rettungsgasse kreuzen und hoffen, dass mich auf der rechten Spur jemand einreihen lässt.
Wie verhalte ich mich in dieser Situation? Oder muss ich auf der Autobahn weiterfahren bis der Verkehr wieder zügig vorangeht und sich die Rettungsgasse auflöst?
(Konkretes Beispiel: A22 Richtung Süden nach dem zwischen Kaisermühlentunnel und Auffahrt auf die A23.)
Frühzeitig rechts blinken. Wenn du aufmerksame Verkehrsteilnehmer neben dir hast, wird sich neben dir eine Lücke auftun. Falls nicht, hilft wahrscheinlich nichts anderes, als zu warten, dass sich die rechte Kolonne bewegt, nach rechts in die Rettungsgasse zu fahren und sich rechts "reinzudrängen". Wenn du da nicht reingelassen wirst, ist es nicht deine Schuld, dass die Rettungsgasse blockiert ist, sondern die deiner Nachbarn. Alle hinter dir sind deine Zeugen. :-)
Natürlich ist so ein Spurwechsel nicht möglich, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert. Ansonsten denke ich, dass es trotz Rettungsgasse auch Spurwechsel geben wird. Erfordert von allen Beteiligten etwas mehr mitdenken und Vorsicht, wird aber meist klappen (ich weiß, nicht immer).
z. B mit einer doppelten strichlierten Linie im Abstand von ca. 70cm. -_-_-_-_
Noch wirkungsvoller wäre dieses hier / / / / /
Darauf reagieren Autofahrer.
Und für den Autofahrer in unbekannter Umgebung wäre klar was der Verkehrserhalter von ihm erwartet.
Bei kilometerlangen Rechtsabbiegespuren ist das leider oft nicht wirklich ersichtlich.
Die Stauauflösung:
Irgendwann wars aber dann doch so weit, dass es wieder weiterging und der Stau sich aufzulösen begann. Hier schon aber die Rettungsgasse eine Art sich selbst erhaltendes System zu sein. Da man eben doch nicht so recht wußte "wars das jetzt oder nicht" zuckelte alles schön brav mehrere Kilometer mit 20-30-40km so dahin.
Der Stau selbst.
Wenn alles stand oder sich noch ruckweise bewegte war alles ok: perfekte Rettungsgasse.
Aber sobald es für einige 100m etwas schneller ging, und dann schon einige die Vermutung hatten der Stau sei vorbei und die Rettungsgasse auflösten (und was der Vordermann macht, machen dann viele nach) - es aber dann doch nicht so war und wieder alles stand, war das Chaos wieder perfekt.
Wenn von hinten ein Einsatzfahrzeug kommt, dann werden wir weiterhin zur Seite fahren.
Aber schon im Vornhinein einen auf Streber tun, sicher net.
Die Aufregung hat sich in 2 Monaten gelegt und wir werden weiter wie bisher fahren.
Töchtersöhne und Rettungsgasse dienen scheinbar der Ablenkung von den geplanten Steuererhöhungen für die Mittelschicht.
Also: Wenn man auf der ersten Spur fährt - voll auf den Pannenstreifen fahren. Damit hat auch derjenige der daneben fährt die Chance eindeutig zu erkennen (gestern wars ja auch schon finster) das man die Spur gewechselt hat, und kann sich dann auch entsprechend einordnen.
Wie gesagt: gestern hat das alles am Stauanfang eh noch nicht so richtig funktioniert.
Eine weitere Erfahrung für mich war, dass man tatsächlich voll den Pannenstreifen nutzen muß, sonst funktioniert das nicht.
Viele Bilder zur Rettungsgasse (wie etwa hier am Artikelanfang) suggieren bloß dass sich jeder so weit wie möglich rechts anordnen soll, aber eine Nutzung des Pannenstreifens nicht unbedingt nötig sei.
Das geht in der Praxis überhaupt nicht. Da man ersten doch einen gewissen seitlichen Sicherheitsabstand benötigt (da eben der Zeitpunkt des Spur wechselns nicht bei allen gleich ist) und zweitens das Tempo auch relativ hoch ist (sagen war mal: wenn man bemerkt "da vorn ist Stau" seien es noch 500m und man ist mit 130 (konservativ) unterwegs). So schön wie in den Animationen dargestellt funktioniert das nicht.
Für manche war das aber wohl etwas zu knapp, und diese sind ein paar Meter weitergefahren, konnten aber dann nicht rein, weil alles stand und niemand mehr als 2-3 Meter Platz zum Vordermann/zur Vorderfrau lies.
Denen war aber anscheinend auch klar, dass sie nicht einfach in die Rettungsgasse einfahren konnten und blieben dann schräg stehend und blinkend stehen.
Die Folge war dass am Stauanfang relativ viele Autos ziemlich kreuz und quer standen, und ein gerade daherkommenes Polizeifahrzeug erst recht nicht vorbei konnte.
Erst als sich der Stau etwas in bewegung setzte konnten sich diese Autos einordnen.
Daraufhin hat sich dann auch eine relativ schöne Rettungsgasse ausgebildet.
Es reicht locker aus, wenn die beiden äußerst linken Kolonnen innerhalb ihrer Spur ganz auseinanderfahren, der Pannenstreifen kann unberührt bleiben.
Das Auseinanderfahren geschieht in dem Maße wie sich die Geschwindigkeit reduziert, so muß sich niemand mit 40km/h Resttempo an der Leitschiene schabeln.
im Prinzip hats gar nicht so schlecht funktioniert, ich konnte allerdings folgende Effekte beobachten:
.) Stauanfang
Die A22 (von Wien Ri. Stockerau) war gestern total zu. Man sah schon einiger Entfernung dass es Stau gibt (zig rote Bremslichter, gelbes Warnblinken) und geht mit dem Tempo runter bzw. bremst. Ok, das eine Rettungsgasse zu bilden war, war klar - doch ab wann. Wenn man noch mit 50,60 oder schneller unterwegs ist, schon auf den Pannenstreifen auszuscheren schien noch nicht angebracht, vor allem wenns auch noch sonst keiner tut. Andererseits war der Stau aber auch schon relativ nahe.
Somit habe ich mich (und auch die meisten anderen) erst relativ knapp vor dem Stau rechts eingereiht.
... tbc ./.
Ich glaube, dass die Rettungsgasse auf dreispurigen Autobahnen bisher deshalb nicht funktioniert, weil die "braven" Autofahrer von der ersten Spur zur Gänze auf den Pannenstreifen fahren und die Autofahrer von der zweiten Spur zur Gänze auf die erste Spur. In Kombination mit Unwissenheit und Wurschtigkeit hat das dazu geführt, dass nachkommende Autofahrer die freie Spur verwendet haben. Wären die Autofahrer nur halb von ihrer Spur abgewichen (ausgenommen LKWs die aufgrund ihrer Breite ganz auf den Pannenstreifen gehören), dann wäre die Rettungsgasse immer noch sehr breit (etwa 2/3 der 2. Spur und 1/2 der 3. Spur), aber die Verlockung für nachkommende Fahrzeuge wäre geringer. Sie müssten nämlich eine "Gasse" befahren, die aufgrund der Boden-
markierungen offensichtlich als keine eigene Spur gekennzeichnet ist. Und das hilft auch den ganzen Unwissenden und bildet eine weitere (kleine) Schranke für die Unbelehrbaren/"Dummen". Zusätzlich zum "halb auf die Seite fahren" gehört natürlich ein größerer Sicherheitsabstand, damit bei Folgetonhorn die Gasse noch breiter machen kann (aber die Gasse muss vorher schon breiter als ein normaler Pannenstreifen sein!).
Mir ist bewusst, dass meine Interpretation der Rettungsgasse ("nur" halb auf die Seite fahren) nirgendwo empfohlen wird und das deshalb derzeit vielleicht nicht regelgerecht ist. Oder doch? Hier wäre eine Präzisierung von der ASFINAG sehr sinnvoll, ebenso wie bei der Definition, was ein stockender Verkehr ist.
Meiner Erfahrung nach (siehe oben) war gerade dieses halb-rechts einordnen Auslöser dafür dass am Stauanfang die Rettungsgasse nicht wirklich funktioniert hat.
Meine Empfehlung wäre daher: "eindeutig" fahren, so dass auch die anderen sehen was man vorhat. In dem Fall eben: voll auf den Pannenstreifen fahren.
Ich weiß auch nicht wirklich warum auf den Animationen es so dargestellt dass die Autos, fast möchte man sagen "verschämt", den Pannenstreifen nutzen indem sie ganz links auf diesem picken bleiben.
Wozu soll das gut sein?
Der Pannenstreifen ist dann eh schon zu.
Also: Eindeutig fahren und nicht verschämt - das vermeidet viele Missverständnisse.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.