Strategiewechsel

Extremadura: Aus für eigene Linux-Distribution LinEx

3. Jänner 2012, 14:24
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    grafik: linex

    Auf der offiziellen Webpage verabschiedet sich LinEx bereits von seinen NutzerInnen - ohne weiter auf die Hintergründe einzugehen.

Unklarheit über Zukunft der Open-Source-Strategie in spanischer Region

Eines der erfolgreichsten Linux-Projekte der vergangenen Jahre soll vor dem Aus stehen: Wie die spanische Zeitschrift "Público" in einem aktuellen Artikel berichtet, ist das Ende der Linux-Distribution "LinEx" beschlossene Sache, unklar bleibt dabei aber die reale Tragweite dieser Entscheidung.

Hintergrund

LinEx wurde für die spanische Region Extremadura entworfen, um in verschiedensten Bereichen der öffentlichen Verwaltung Kosten für den Computereinsatz zu sparen. Die Distribution kommt aktuell auf 70.000 Rechnern in Schulen und Universitäten zum Einsatz, dazu kommt die Verwendung für 15.000 Computer im Gesundheitsbereich. Damit gehört das 2002 initiierte Projekt zu den erfolgreichsten Open-Source-Migrationen weltweit.

Offene Fragen

Hinter dem geplanten Ende soll die aktuelle, konservative Regierung in Extremadura stecken, die "Partido Popular" (PP) ist seit Mai 2011 im Amt und will offenbar das angesehene Projekt der Vorgängerregierung wieder loswerden. Offen bleibt aber, ob diese Richtungsänderung auch wirklich eine ist, die über einen reinen Namenswechsel hinausgeht. Ist doch LinEx schon aktuell kaum mehr als ein umbenanntes Debian, da man über die Jahre viele der eigenen Anpassungen in das Upstream-Projekt "Debian Edu" einfließen hat lassen.

Unklarheiten

Während manche BeobachterInnen aus dieser Nachricht einen schleichenden Abgang von einer Open-Source-Strategie befürchten, verweisen andere wiederum darauf, dass künftig sogar noch weitere Migrationen von Windows weg geplant sind. In welche Richtung sich die Situation tatsächlich entwickelt, wird sich also wohl erst in den kommenden Monaten herausstellen. (red)

Link

LinEx

LeChacal
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So what?

Im Ernst, es findet einfach eine Konzentration statt - es gibt auch nicht mehr 100 Hardware-Varianten wie noch 1980... Fedora, Ubuntu und Opensuse werden das schon auffangen - die "Großen" werden eben so gut, dass die Maßgeschneiderten unnötig werden.

werwolfi
01

Schon interessant dass Win-Apologeten politisch tendentiell rechts stehen, Linux und OSS-Vertreter links - stimmt meistens ;o)

young dracula bites twilight
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Interessant wäre, wie die Konservativen Kosten eines etwaigen Umstiegs rechtfertigen würden.

Die Migration von Zehntausenden Debian-PCs auf Windows-PCs wäre sehr teuer (Aufwand + Lizenzen + Umschulungen + ...).

gustl
 
00
Da gäbe es eine sehr einfache Begründung:

Der Microsoft Sales-Mann war so freundlich, und sponsert alle Betriebssystem-Lizenzen gratis, und gibt uns auch noch 1000 Rechner dazu.

Dieses Angebot konnten wir mit Linux-Firmen nicht bekommen.

Ach ja, und das MS Office Professional bekommen wir auch noch gleich zum Vorzugspreis von 700,- € dazu.

Somit kostet uns der Umstieg nur 50 Millionen Euro.

Das Beibehalten von Linux haben wir zwar nicht durchgerechnet, wäre aber sicher teurer gewesen weil ja die Office-Lizenzen von Microsoft nicht verbilligt und äh... auf jedenfall war der Urlaub schön, hat auch Microsoft bezahlt.

camamberto
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"LinEx war ursprünglich eine von Debian abgeleitete Distribution, seit 2006 allerdings weitgehend mit Debian identisch, so dass der Aufwand für die Wartung der Distribution minimal war. José Luis Redrejo Rodríguez, einer der Hauptentwickler von LinEx, lieferte einige Hintergrundinformationen. Demnach sei LinEx keine eigene Distribution mehr, sondern eher ein Markenname."

Freud’scher Verbrecher
02
Na geh, Spielverderber

Der Artikel ist so vage gehalten (Zsfg: Nichts Genaues weiß man nicht), dass man gar keinen Angelpunkt hat um einen gepflegten Flamewar starten soll. ;-))

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