Südkoreanisches Reiseverbot aufgehoben - Drei Nordkoreaner bei Fluchtversuch erschossen
Pjöngjang - Zehntausende Nordkoreaner haben bei
einer Massenkundgebung dem Sohn des verstorbenen Machthabers Kim
Jong-il, Kim Jong-un, die Treue geschworen. Sie versammelten sich am
Dienstag auf dem verschneiten Kim-Il-sung-Platz in der Hauptstadt
Pjöngjang.
Sie riefen auf Transparenten zur Loyalität für Kim auf. Ob der
designierte Nachfolger des am 17. Dezember verstorbenen Kim Jong-il
an der Kundgebung teilnahm, war nicht klar.
Ein ranghohes Mitglied der regierenden Partei der Arbeit Koreas
(PdAK), Mun Gyong-dok, sagte laut Fernsehnachrichtenagentur APTN den
Teilnehmern der Kundgebung: "Der Sieg, eine mächtige und wohlhabende
Nation aufzubauen, ist sicher, solange es die weise Führung des
angesehenen Genossen Kim Jong-un gibt." Die Veranstaltung wurde von
Ministerpräsident Choe Yong-rim angeführt.
Das Staatsfernsehen strahlte am Dienstag auch Bilder von einem
Besuch Kims auf einem Militärstützpunkt aus. Er wurde dort am Sonntag
von jubelnden Soldaten empfangen, die seinen Namen riefen.
Kim Jong-un gilt als designierter Nachfolger seines Vaters. Er
wurde bereits zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte des Landes
ernannt. Dies wird als klares Signal gewertet, dass er seine Macht
festigen kann.
Reisen zugelassen
Nach dem Ende der Staatstrauer in Nordkorea lässt Südkorea wieder
Anträge für Reisen ins kommunistische Nachbarland zu. Das
vorübergehende Reiseverbot sei aufgehoben worden, berichtete die
nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das
Vereinigungsministerium in Seoul. Reiseanträge würden wieder
bearbeitet.
Die Regierung in Seoul hatte kurz nach der Nachricht über den Tod
Kim Jong-ils ein Reiseverbot für Nordkorea verhängt. Eine
Ausnahmeregelung hatte für den innerkoreanischen Industriepark in der
Grenzstadt Kaesong in Nordkorea gegolten. In Südkorea müssen alle
Reisen in das Nachbarland genehmigt werden.
Unterdessen sind bei einer versuchten Flucht von Nordkorea nach
China nach Angaben eines Aktivisten drei Nordkoreaner erschossen
worden. Die drei Männer im Alter von rund 40 Jahren hätten versucht,
das Land über den Grenzfluss Yalu zu verlassen, sagte Do Hee-youn der
Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Menschen, die auf chinesischer
Seite gewartet hätten, um den Flüchtlingen zu helfen, hätten die
Szene beobachtet. Die nordkoreanischen Grenzsoldaten hätten die
Leichen anschließend weggebracht.
Do nannte es sehr "selten", dass nordkoreanische Grenzbeamte
sofort das Feuer auf Bürger eröffnen, die zu fliehen versuchen.
Aktivisten befürchten daher, dass Nordkoreas Behörden ihr Vorgehen
verschärften, um nach dem Tod von Machthaber Kim Jong-il
Flüchtlingswellen zu unterbinden. (APA)
wie geschlossen das Volk hinter der sozialistischen Avantgarde steht. Das sollte bei uns einmal sein. Aber bei unseren Politikern? hüstel. Ich meine jetzt nur, wenn der Sozialismus irgendwo wirklich geworden ist, dann in Nordkorea. So soll es sein. Der Ami soll sich nur giften. Hilft ihm alles nichts.
Millionen arme, hirngewaschene Leute, die für jemanden, der sie ausbeutet ihr Leben lassen würden?
Schauder laufen mir da über den Rücken.
Ich kann auch ehrlich schwer beurteilen, wie ehrlich diese Kundgebungen sind, denn es gibt ja auch genug Leute, die von dort flüchten wollen, aber daran gehindert werden.
Dort ist wohl eines der paar Freiluftgefängnisse dieser Welt. Das zu unterstützen erscheint mir durch und durch suspekt.
Generell sind diktatorische Systeme doch abzulehnen, und mit der Freiheit scheint es mir dort nicht so weit her. Ist schon die Manipulation hier ein Wahnsinn, aber gegenüber dort wohl ein Kindergeburtstag...
Auf der einen Seite versteh ich Ihren Standpunkt der der eines überzeugten Kommunisten ist(ja Freunde das gibts steht nicht im Museum sondern existiert real!!!).
Auf der anderen Seite verweise ich auf gezielte Manipulationen der Massen, Folter(im Metall baden gehen!), und absolute Dekadenz der Obrigkeit. Meiner Meinung gleichen diese Dinge die Vorteile die so ein System hat mehr als nur aus, aber im Negativen!
Warum in die Ferne schweifen? In Kärnten gab es 2009 eine Ausstellung zur "Widerlegung der Lügenpropaganda über Nordkorea" im Landhaus (!), die vom damaligen BZÖ-Landtagspräsidenten (!) eröffnet wurde. Der Fotograf, der die Ausstellung mit Nordkorea- Fotografien gestaltete, hatte sie mit Begleittexten versehen, in denen von der „imperialistischen, amerikanisch-jüdischen Lügenpropaganda“ schwadroniert und Nordkorea als ein Land gepriesen wurde, in dem es „keine Ausländer, keine Asylanten, kein Gesindel in den Straßen, keine Arbeitslosen, keine Bettler oder Betrunkenen“ gebe. Das Monument des Dynastiegründers Kim Il-Sung wurde mit dem Begleittext „die rechte Hand wie zum deutschen Gruß erhoben“ versehen.
Wärs Ihnen lieber die Politiker entscheiden sich dazu Soldaten vor jedes Haus zu stellen und dann zu sagen "Strache ist ab jetzt der Chef, wer was dagegen hat wird weggesperrt oder erschossen"?
Ich hoffe, Sie meinen Ihr Kommentar ironisch; es würde mich wirklich wundern, wenn Sie tatsächlich glauben würden, dass das gesamte Volk geschlossen hinter Kim-Jong-Il resp. jetzt Kim-Jong-un steht? Haben Sie wirklich nicht mitbekommen, dass Nordkorea eine Diktatur ist und die Hand des Totalitarismus die Leute so "geschlossen" hält?
Ja wer sich Sozialismus als totale Kontrolle über Staat, Politik und Gesellschaft vorstellt - für den oder die mag in Nordkorea "Sozialismus" herrschen. Da sind dann Familienerbfolge des Führers und Militärdespotismus auch schon egal. Auweia. ;-)
Was immer auffällt an Nordkorea: Die Demonstranten sind viel ordentlicher unterwegs als bei uns. Die Kleidung ist einheitlicher, der Schritt nicht so schlurfend, die Plakate hübscher, die Fahnen schauen nicht so schnell-und-billig-gemacht aus. Wenn bei uns die Demonstranten auch immer so ordentlich wären, gäbe es weniger Konflikte mit der Exekutive!
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