Gesundheitsrisiko durch ultrafeine Kleinstpartikel

Dieselruß-Emissionen beinhalten besonders viele Kleinstpartikel, die bis in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf eindringen können

Wien - In der Auto-Nation Deutschland sind Umweltzonen selbstverständlich. Bereits 56 Städte haben solche eingeführt, um die Emissionen der besonders gesundheitsschädlichen Dieselruß-Partikel zu verringern. In Berlin hat die Umweltzone die Dieselruß-Partikel um mehr als die Hälfte reduziert.

Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Für die Gesundheit der Menschen sind die ultrafeinen Kleinstpartikel besonders gefährlich, wie zahlreiche medizinische Studien belegen. Dieselruß-Emissionen beinhalten besonders viele Kleinstpartikel, die bis in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf eindringen können. Zudem werden diese Partikel in Bodennähe emittiert und sind daher in hoher Konzentration in der Atemluft.

Sehr viel alte Dieselfahrzeuge ohne Filter

"Während die neuen Dieselfahrzeuge einen Partikelfilter haben, gibt es in Österreich noch sehr viel alte Dieselfahrzeuge ohne Filter. Und genau hier setzen Umweltzonen an. Fahrzeuge mit geringem Schadstoffausstoß dürfen in die Umweltzone einfahren, Fahrzeuge mit hohem Ausstoß bleiben draußen. In Berlin konnten damit die gefährlichen Dieselruß-Emissionen um mehr als die Hälfte reduziert werden", erklärt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Von den rund 2,5 Millionen Diesel-Pkw in Österreich haben mehr als 1,5 Millionen keinen serienmäßig eingebauten Filter. Dazu kommen viele alte Lkw und Klein-Lkw. Der VCÖ appelliert, der Gesundheit den Vorrang zu geben. Umweltzonen tragen dazu bei, dass die Luft sauberer und gesünder wird. "Deutschland zeigt, dass die Ängste und Befürchtungen, die es im Zusammenhang mit Umweltzonen gibt, unbegründet sind", so Rasmussen. (red, derStandard.at)

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