Gesundheitsrisiko durch ultrafeine Kleinstpartikel

3. Jänner 2012, 11:35

Dieselruß-Emissionen beinhalten besonders viele Kleinstpartikel, die bis in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf eindringen können

Wien - In der Auto-Nation Deutschland sind Umweltzonen selbstverständlich. Bereits 56 Städte haben solche eingeführt, um die Emissionen der besonders gesundheitsschädlichen Dieselruß-Partikel zu verringern. In Berlin hat die Umweltzone die Dieselruß-Partikel um mehr als die Hälfte reduziert.

Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Für die Gesundheit der Menschen sind die ultrafeinen Kleinstpartikel besonders gefährlich, wie zahlreiche medizinische Studien belegen. Dieselruß-Emissionen beinhalten besonders viele Kleinstpartikel, die bis in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf eindringen können. Zudem werden diese Partikel in Bodennähe emittiert und sind daher in hoher Konzentration in der Atemluft.

Sehr viel alte Dieselfahrzeuge ohne Filter

"Während die neuen Dieselfahrzeuge einen Partikelfilter haben, gibt es in Österreich noch sehr viel alte Dieselfahrzeuge ohne Filter. Und genau hier setzen Umweltzonen an. Fahrzeuge mit geringem Schadstoffausstoß dürfen in die Umweltzone einfahren, Fahrzeuge mit hohem Ausstoß bleiben draußen. In Berlin konnten damit die gefährlichen Dieselruß-Emissionen um mehr als die Hälfte reduziert werden", erklärt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Von den rund 2,5 Millionen Diesel-Pkw in Österreich haben mehr als 1,5 Millionen keinen serienmäßig eingebauten Filter. Dazu kommen viele alte Lkw und Klein-Lkw. Der VCÖ appelliert, der Gesundheit den Vorrang zu geben. Umweltzonen tragen dazu bei, dass die Luft sauberer und gesünder wird. "Deutschland zeigt, dass die Ängste und Befürchtungen, die es im Zusammenhang mit Umweltzonen gibt, unbegründet sind", so Rasmussen. (red, derStandard.at)

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13 Postings
Feinstaubschwindel

in Wohnungen ist die Belastung weit höher als auf der Straße - und das stundenlang!

FEINSTAUBBELASTUNG neumodernes Wort

Rad-statt Autofahren!

Alle verdammen den Feinstaub, aber verwenden mehr und mehr Produkte mit NANO-Partikel.

Diese sind noch kleiner und man hat keine Ahnung was sie anstellen können.
Wir schmieren sie uns aber mit Kosmetika auf die Haut, schütten sie sogar ins Wisch/Wasch-Wasser der Autos. Wir sind hier also völlig unbekümmert.
Mal sehen wann die ersten echten Probleme auftauchen. Es lebe der Fortschritt.

Aber die kann man doch nicht mit all diesen extra angeschafften Messgeräten messen.

Genau das ist das Problem.

Und man weiss praktisch nichts darüber was sie anstellen. Super - die Windschutzscheibe bleibt länger rein.
Früher hat man Quecksilber verwendet um Syphilis zu behandeln, Arsen für schöne, glänzende Haare (Rosstäuscher). Das liesse sich unendlich fortsetzen.
Heute weiss man mehr.
In 50 Jahren wird man mehr über Nano-Partikel wissen. Frage wird sein - über ALLE?
So lange man nichts weiss - sollte man einfach vorsichtiger sein. Das war der Grund meines Schreibens.

Die Menge machts

Momentan überwiegt der herkömmliche Feinstaub aus Industrie, Kraftwerken, Hausbrand, Motoren, Reifenabrieb. Und natürlich auch Zigarettenrauch den viele freiwillig inhalieren. Ein guter Teil dieser Partikel sind schon jetzt Nanopartikel.
Kosmetika? Sonnencreme! Die enthält Titanoxid welches über die Haut aufgenommen wird. Was das Zeugs genau im Körper macht ist noch recht ungewiss.

Ist ja nicht gerade das Gelbe vom Ei, was Sie schreiben.

Vor 3-4 Jahren waren die Pfeile der Bogenschützen die "Menge". Die Bleikugeln, die später kamen waren aber tödlicher in Menge.
Und keine Ahnung von Kosmetika. Hier ist nicht die Sprache von Sonnencreme, sondern von "moderner" Anti-Aging Kosmetik. Titaniumoxid (+ ähnliche) = Mineralien werden NICHT von der Haut aufgenommen, sondern schützen dadurch, dass sie obenauf einen mechanischen Schutz geben. Aber davon sollte man etwas verstehen und nicht schreiben, wenn dem nicht so ist.
Bitte auch lernen was ein Nano ist. Feinstaub wird definiert mit Micron = 1 tausendstel - Nano = 1 Milliardstel. Also ungefähr 1.000.000 Nano = 1 Micron. Ich hoffe, ich habe die Nullen richtig.

Dann kann man also davon ausgehen, daß ein EU-4-Dieselmotor mit Filter nicht schädlicher ist als ein Benzinmotor mit Kat?

Es wird ständig geklagt und parallel irgendwas empfohlen und manchmal auch gefördert.
Wie sieht's nun wirklich aus?

Der Diesel ist uU sogar sauberer

http://www.heise.de/tp/artike... 548/1.html

Man muss noch anmerken das die vom Partikelfilter eingefangenen Teilchen die unproblematischen grösseren sind. Der wirklich gefährliche Dreck sind die ganz kleinen Partikel die der Filter gar nicht erwischt. Die können nämlich weil so klein sogar die Blut-Hirn Schranke passieren, kommen also in jedes Gewebe.
Die ganz alten Diesel rußen zwar stärker, von den kleinen Partikeln wird aber weniger produziert.

Wer ganz sicher gehen will verwendet CNG. Ist nebenbei auch billiger.

Danke.

Habe aber eigentlich nicht die Sauberkeit sondern die Schädlichkeit hinterfragt. Sind Sie da, bitte, vielleicht auch so gut informiert?
Und was ist CNG? (Sorry...)

CNG=compressed natural gas=erdgas

Hat mittlerweile fast jeder Hersteller paar Modelle im Programm. Fast keine Emissionen ausser Co2 und auch kein Feinstaub. Diese Autos können im Notbetrieb auch mit normalen Benzin fahren, also ist das noch nicht ganz so dichte Tankstellennetz kein so grosses Problem. Neupreis ist meist mit der Dieselvariante vergleichbar und man fährt durch den billigeren Treibstoff den Aufpreis (gegenüber den billigen Benzinmodell) rasch wieder herein.

Mit nicht sauber hab ich schädlich gemeint. Die grösseren Partikel bleiben "nur" in der Lunge und sind mit Auslöser von Asthma, die ganz kleinen gelangen übers Blut überall hin und lösen Entzündungen im Gewebe aus. Welche Erkrankungen damit zusammenhängen muss ein Mediziner erklären.

Danke!

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