Neugebauer gegen Aufnahmestopp bei Beamten

Auch Parlamentspräsidentin Prammer dagegen - Spindelegger will Ausnahme bei Lehrern

Wien - Der von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) angedachte Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst wird so wohl nicht kommen. Sowohl sein Parteifreund Beamtenchef Fritz Neugebauer als auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) erteilten dem Vorhaben des ÖVP-Obmanns am Dienstag eine Absage. Der Vorsitzende der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) meinte im Ö1-"Morgenjournal", die Regierung werde wohl nicht wollen, dass die hohe Qualität des Rechtsstaats in den Graben geführt werde. Prammer wiederum hält in der Tageszeitung "Österreich" einen generellen Aufnahmestopp schlicht für "unmöglich".

Prammer: Vorsichtig sein

Die Parlamentschefin konzediert, dass man mit den Planstellen vorsichtig sein müsse. Gar keine Aufnahmen mehr durchzuführen ist für sie aber nicht denkbar:"Ich kann doch nicht für eine Juristenstellen einen Tischler nehmen."

Abbau in bestimmten Bereichen

Auch für Neugebauer ist der Vorstoß Spindeleggers "nicht nachvollziehbar". Das werde "so nicht haltbar sein", verweist er etwa auf den Pflegebereich, in dem kein Abbau möglich sein werde. Immerhin signalisiert der GÖD-Chef aber Verhandlungsbereitschaft. In Gesprächen mit der Regierung könne geprüft werden, ob noch ein weiterer Personalabbau in bestimmen Bereichen möglich sei.

Spindelegger selbst kommt den Kritikern bereits einen Schritt entgegen. Neben dem Sicherheitsbereich, den er ohnehin von Anfang an ausnehmen wollte, will er nun auch an einer "Sonderregelung" für die Lehrer arbeiten, erklärt das Büro des Vizekanzlers der "Presse" (Dienstag-Ausgabe). (APA)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6

alle bereiche des öffentlichen lebens gehören in irgendeiner form vor einflüssen streng abgesichert

sei es pragmatismus oder ähnliches

ein speibspiel wulff

das beamtentum wurde nicht aus jux und laune etabliert
objektiv urteilen-ohne seinen job einzubüßen(interventionsunabhängig)
damit ist Ö bis jetzt gut gefahren
ein angriff auf das beamtentum ist gleichzusetzen mit ausschaltung einer objektiven rechtsordnung-dh. es darf geschmiert werden unter und ober der gürtellinie-da keiner was zu verlieren hat-ist eh keiner abgesichert und dem staat treu

welche einrichtungen würden die aufgaben des staates ohne beamte übernehmen?
wie würde die gesamte staatsverwaltung ohne ihre beamte zurechtkommen?
wie funktioniert ein staat ohne staatsdiener?
gibts beispiele in der vergangenheit oder in der neuzeit?

die Politiker

wären die ersten vom Staat bezahlten, auf die ohne große Beeinträchtigung der Öffentlichkeit verzichtet werden könnte.

Die Staatsschuldenfalle

Schulden = Forderungen

Ein Problem ist die Kreditnahme zu Zinsen < Verzinsung der Investition.

Ein weiteres Problem ist das crowding-out, d.h. der Staat erhöht durch Kreditnachfrage die Zinsen für den privaten (classe productive) Sektor.

Ein weiteres Problem ist die fehlgeleitete Allokation durch Zwangskonsum öffentlicher Güter, d.h. wir konsumieren über Steuerfinanzierung Güter, die wir
nicht zu diesen Preisen nicht kaufen würden.

Ein weiteres Problem die zunehmende unproduktive (z.T. korrupte) Bevölkerungsgruppe der Staatsdiener (classe stérile).

Ein weiteres Problem ist, dass die realen Klassengegensätze nicht gesehen werden (nicht nur Generäle kämpfen den Krieg von gestern).

Reiche(Zinseszins) kaufen die Politik.

"Beamte" ist ein Reizwort

die wahren Leistungsträger (Krankenschwestern, Lehrer, Polizisten, Kindergärtnerinnen, Pfleger) sind schon lange keine Beamten mehr... sie sind öffentlich Bedienstete mit Verträgen - nicht desto trotz gibt es noch viele pragmatisierte Beamte in der Verwaltung - wo man wirlkich efizienter arbeiten und dadurch sparen könnte...

Beamte

Bundesbedienstete im Beamtenstatus sind jene mit einem so genannten öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis. Es gibt sie in den verschiedensten Bereichen, so wie es eben auch vermehrt Vertragsbedienstete in der Verwaltung gibt. Weshalb man ständig pragmatisierte öffentliche Bedienstete in Misskredit bringen darf, indem man sie als unproduktiv, ineffizient, faul, unfähig etc bezeichnet, würde mich sehr interessieren. Wie in jedem anderen Berufsstand, gibt es unterschiedliche Anforderungen; Menschen, die engagiert sind, und solche, die dies nicht sind

Öffentlicher Dienst = Beamte????

Na ja, Qualitätszeitung halt!

Fritz-"ich-bin-dagegen"-Neugebauer.. *kopfschüttel*

Da wäre ich an Ihrer Stelle eher vorsichtig

Neugebauer ist der effizienteste Gewerkschafter bei uns. Gewerkschaften vertreten zuerst Interessen ihrer Mitglieder und erst danach tragen sie Verantwortung fürs gesamte.

Wenn Sie das nicht so sehen, dann müsste Maggie Thatcher eigentlich Ihre Galionsfigur sein. Der ist es ja gelungen, den Einfluss von Gewerkschaften zu minimieren.

Kassengegensätze

Beamte zahlen keine Pensionsversicherungsbeiträge - zu Recht.

Weil sie Hackler sind, zahlt der Steuerzahler
ihre 80 %-HacklerRuhensgenüsse.

Nonsens

Beamte zahlen einen deutlich höheren Pensionasbeitrag in Vergleich zu ASVG Versicherten.
Im übrigen auch ÜBER der Höchstbeitragsgrundlage gem. ASVG

dafür ist die beamtenpension und überdurchschnittlich hoch und nicht gedeckelt.

Wider besseres Wissen

1.1.2004

Nonsens ? ab 1.1.2004

Durch einen Eingriff in bestehende Pensionen wird ab 1.1.2004 zum bereits
bestehenden Pensionssicherungsbeitrag (Beitrag gemäß § 13a Abs. 2 PG) ein
weiterer Beitrag (Beitrag gemäß § 13a Abs. 2a PG) in der Höhe von einem Prozent
auf alle bestehenden und künftig anfallenden Ruhebezüge eingeführt.
Die Höhe des Beitrages gemäß § 13a PG ist abhängig vom Zeitpunkt des Bezuges

Woher nimmst du dein wissen? Freund? Wirtshaus? Tankstelle?

Stimmt, die Hälfte der Polizisten kündigen, die schwer unterbesetzten knidergärtnerinnen kündigen. Bei den Krankenschwestern sind eigentlich auch schon zu viele! Und den Mist vor unserer Tür können wir auch selber wegräumen. Und wenns brennst? Ab nächsten Monat bekommt jeder einen Feuerlöscher!
Guter plan, noch ein paar Vorschläge?neinfach nur lächerlich? Wissen sie welche Berufsgruppen zu den Beamten überhaupt zählen.
Natürlich kann man auch bei der Gemeinde Personal einsparen. Aber bitte doch ein bisschen weiter denken als bis zu. Tellerrand!!

Warum müssen Kindergärtnerinnen und Krankenschwestern überhaupt Beamtinnen sein?

damit man sich vor deppaten interventionen nicht fürchten braucht

Hier geht's wohl nicht

um Beamte im dienstrechtlichen Sinn, also pragmatisierte öffentlich Bedienstete sondern ganz allgemein um öffentlich B. Im Volksmund eben auch "Beamte" genannt.

Anstatt uns zu erheben gegen dieses unsruinierende Finanzsystem!!!!!

Das Finanzsystem ruiniert uns nicht

Ruinieren tut uns der Schuldensozialismus seit Kreisky. Der hat damals gesagt, dass es besser ist Schulden zu machen als Arbeitslose zu haben. Er hart aber nicht dazugesagt, dass es einen Gläubiger geben muss, also jemanden, der das Geld hergibt. Und das ging dann seinen Weg in den Abgrund.

Jetzt sind die Boten die Bösen. Diejenigen, die die Nachricht überbringen, wie schlecht es steht, werden geprügelt. Die nennt man Ratingagenturen. Und mit größter Naivität wird eingedroschen auf die"Märkte". Die wären völlig belanglos, gäbe es keinen Schuldenberg.
Denen zeigt man den Stinkefinger, wenn man Herr seiner Finanzen ist.

Kein Problem: Beamte gehen nicht in Pension sondern in den Ruhestand, d.h. sie können bei Bedarf wieder aktiviert werden.,.um fehlende Nachbesetzung in Notzeiten auszugleichen.

ja genau.
ärmelschoner wieder drauf und ab an die front*ggg*

ZB. die 68 Jährige Krankenschwester,

oder der 75 Jährigen Mühlmann, und der 70 Jährige Polizist....usw ist sehr sinnvoll "wieder aktivieren"... ;-)

Posting 1 bis 25 von 262
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.