Nach zwei Jahren Probezeit

Öffi-Sicherheitsdienst in Wien: "Sind keine knochenharte Knüppeltruppe"

3. Jänner 2012, 07:33
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    foto: wiener linien

    Die Lise-Mitarbeiter in gelben Warnwesten sollen Auskünfte erteilen, die Einhaltung der "Hausordnung" anmahnen, Fahrscheine kontrollieren, aber vor allem den Fahrgästen das Gefühl von Sicherheit zu geben.

Wiener Linien verfolgen mit ihrem Sicherheitdienst "Lise" andere Absichten als deutsche Großstädte

Wien - Der Wiener Schaffner des beginnenden 21. Jahrhunderts ist ein Betreuer: Hilfreich, bisweilen bei Bedarf aber auch zürnend. "Lise", das Linienservice der Wiener Linien, hat sich offenbar bewährt. Wie sehr und wo besonders - das wird nach Beendigung von zwei Jahren Probebetrieb derzeit von den Wiener Verkehrsbetrieben evaluiert.

Dabei machen die Verantwortlichen schon jetzt klar, dass man hartes Durchgreifen, wie in einigen deutschen Städten praktiziert, in Wien nicht anwenden will. Das subjektive Gefühl von Sicherheit habe sich seit dem Einsatz der mit gelben Warnwesten gekennzeichneten Bediensteten verbessert, sagt der für deren Einsatz Zuständige bei den Wiener Linien, Karlheinz Klausner.

Doppelstreifen

70 Mitarbeiter der Wiener Verkehrsbetriebe, davon etwas mehr als ein Drittel Frauen, sind seit November 2009 als Doppelstreifen im gesamten Netz unterwegs, um Auskünfte zu erteilen, die Einhaltung der "Hausordnung" anzumahnen, Fahrscheine zu kontrollieren, aber vor allem den 2,5 Millionen täglichen Fahrgästen das Gefühl von Sicherheit zu geben.

Nach dem ersten Jahr hätten sie die neuen Einsatzkräfte der Wiener Linien noch nicht recht wahrgenommen, gibt Klausner zu. Und auch jetzt dürften die "gelben Engel" noch nicht jedem ein vertrauter Anblick sein, doch zeige sich weit mehr als die Hälfte der Benützer der Wiener Linien zufrieden mit der Institution. Der Einsatz verlange Fingerspitzengefühl: Zu wenig Präsenz sei wirkungslos, zuviel könne den Fahrgast erst recht beunruhigen.

"Eskalationsleiter von unten nach oben"

Für die Arbeit der Lise-Mitarbeiter verfolgt deren Leiter die Philosophie der "Eskalationsleiter von unten nach oben", also: "Steigern, wenn es nichts hilft", sagt Klausner: "Die letzte Stufe ist die Mehrgebühr." Allerdings würden sich 95 Prozent der von den Mitarbeitern Angesprochenen "einsichtig" zeigen, wenn sie auf Rauchverbot oder Beißkorbpflicht für Hunde hingewiesen würden. Dabei sei es wichtig "die richtige Dosis" zu finden, sagt Klausner, der für den Einsatz großteils "alte Hasen" ausgewählt hat: "Ich habe beruhigtere Kaliber genommen, weniger die Heißsporne".

Von hartem Auftreten wie in deutschen Großstädten hält man bei den Wiener Linien, wohl auch aufgrund der in der österreichischen Bundeshauptstadt im Vergleich friedlichen Atmosphäre, wenig. Die Hamburger Hochbahn etwa hat nach einem Mord in einer U-Bahnstation eine eigene Hochbahnwache geschaffen, die mit Hunden patrouilliert: "Hunde haben Symbolwirkung, außerdem braucht das eine irre Ausbildung", so Klausner: "Wir wollen auch nicht die knochenharte Knüppeltruppe sein."

Gegen Fahrscheinkontrolle in Uniform

In Berlin stellt die Polizei nach zwei brutalen Überfällen in U-Bahnstationen derzeit 250 zusätzliche Polizisten ein, die Verkehrsbetriebe schicken 200 zusätzliche Mitarbeiter, teilweise gemeinsam mit der Polizei, auf Streife. Gleich vier Personen im gemeinsamen Einsatz wären den Wiener Verantwortlichen aber zu viel. Die Exekutive ist aber auch hier im Einsatz: Mit Einführung der Nacht-U-Bahn in Wien hat die Polizei elf Teams mit 22 Beamten gebildet, die - getrennt von den Wiener-Linien-Mitarbeitern - die U-Bahn überwachen.

Während Berlin wieder zur Fahrschein-Kontrolle in Uniform übergeht, sieht man dazu in Wien keinen Grund: "Wenn nur mehr die Dummen und Verschlafenen ins Netz gehen, wäre das zu wenig", sagt Karlheinz Klausner. Weiterhin werde es in Wien auch Zivilkontrollen geben.

"Offenes System"

Ein Verkehrsverbund in Nordrhein-Westfalen hat ein generelles "Nahrungsmittel-Konsumationsverbot" in seinen Bussen und Bahnen verhängt. In Berlin wiederum sind in den Abend- und Nachtstunden Fahrgäste ohne Flasche in der Hand mitunter die Minderheit, weshalb dort ein Alkoholverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln überlegt wird.

Wien, das Probleme in solchem Ausmaß nicht kennt, verfolge ein "offenes System": Die "Lise"-Mitarbeiter sprächen schwarze Schafe in den Bussen und Zügen, aber auch in den Stationen, zuerst "sanft" an, klärten auf, könnten aber auch Mehrgebühren einheben, wenn es zu Verschmutzungen, etwa durch Kaffee oder Speisen, komme: "Wir sind nicht ganz zahnlos", sagt Klausner. (APA)

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Harry Y.
 
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Confessiones:

Ich habe vor 2 Wochen und 3 Tagen genau um 15.45h eine kleine Pomme Frittes fallen lassen.....
Sie werden froh sein, zu erfahren, dass ich sehr ängstlich und rücksichtsvoll (eine Dame hätte daraufsteigen und ihr schwere Quetschungen zugefügen können) die Pomme mit dem Schuhrand in die komparative Sicherheit der Steine (?) in Gleisnähe befördert habe.

scipio
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Dankeschön!

Herzlichen Dank an die Wiener Linien, ihre zahnlose Sicherheitstruppe und ihre sanfte Behandlung der dönerstinkenden, biersaufenden U-Bahn-Besudler, deren Wohl ihnen offenbar besonders am Herzen liegt. Damit die anderen Fahrgäste auch weiterhin abends und besonders am Wochenende diesen Gestank genießen dürfen. Das ist die famose Wiener Lösung

Harry Y.
 
00

Die Österreicher riechen ganz ohne Einnahme von Speisen oder Getränken häufig sehr streng. WASCHEN Sie sich bitte öfter (andere wären froh, Waschgelegenheit bzw. fließendes Warmwasser zu haben zu haben und riechen besser als Sie) und verwenden Sie nachher DEOS und eventuell Eau de Toilettes.

chilli p.
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ich weiss ja nicht, wo sie fahren, aber auf meinen strecken zwischen favoriten und donaustadt sind die öffi-benutzer zurückhaltend und meist recht freundlich.

Ich bin ein*_e Wiener*_In
01
Gehört zur Ausbildung...

...eigentlich auch ein Vertiefungskurs in anteilnahmslosem Wegschauen?

WRN
00

Der Kurs nennt sich "Reaktion mittels Situationsanalyse".

Gibt sicher ein nettes, buntes Anwesenheits-Bestätigungsschreiben btw.

Hier lernen Sie wo Sie einschreiten können:
-Minderjähriger (kleiner und schwächer als sie) entsorgt Müll
-Rentner randaliert mit seinem Stock
-14 Jähriger raucht
-Frau führt Pudel ohne Leine oder Beißkorb durch die U Bahn

Und wo Sie besser... 5 Minuten lang die WC-Anlage auf ihre Ordentlichkeit kontrollieren gehen sollten:
-Skinheads tauchen auf
-Frau führt Pitbull ohne Leine oder Beißkorb spazieren
-Besoffener bedroht Fahrgäste mit Messer
-Allgemein alle Situationen die Messer oder Waffen involvieren

usw...

der schwitzbär der schwitzt sehr
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Hausordnung Popo picken

20 Jahre ist die U-Bahn ohne irgendwelche Blockwarte ausgekommen

und ohne Erziehungsmaßnahmen, man solle Bettlern nichts geben usw

UNPROVOZIERE Ermahnungen, wenn eh alle brav dastehen, aber trotzdem mit Belehrungen berieselt werden

der nasse Fetzen gehört euch für's Dauerbelästigen eurer Fahrgäste

WRN
00
kA... irgendwas mach ich vielleicht richtig?

Aber mich haben Sie noch nie dauerberieselt oder gar unprovoziert zu belehren versucht.

Mag an meinem Aussehen oder so liegen... aber irgendwie empfand ich die immer nur als... sagen wir mal: Sinnlos.

Wenn sie andauernd belehrt werden sollten Sie vielleicht mal darüber nachdenken warum.

Gerhard Schwarz6
 
01

Die belehrende Dauerberieselung bei U-Bahn-Durchsagen nervt mich zwar auch, aber oft wenn ich anfange, mich drüber zu ärgern werd ich von irgendeiner bescheuerten Kinderwagenfahrerin (sorry, Mann hab ich bei sowas wirklich noch nie gesehen), die den Kinderwagen zwischen sich schließende U-Bahntüren schiebt eines Schlechteren über die offensichtliche Notwendigkeit deppensicherer Verhaltensregeln belehrt.

Renegade Hardware Ltd.
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"knochenharte Knüppeltruppe"?

Von der Hausfrauen,- und Langszeitarbeitslosenoptik mit Warnwesten-Fraktion fühle ich mich eher wenig beschützt.

Das diese Personen im Innendienst der Wr. Verkehrsbestriebe besser aufgehoben wären, steht auf einem anderen Blatt.

Fahrgäste mit Zivilcourage wär wohl die sinnvollere Alternative.

erwew7r3er9e
146

Die Leute mit ihren stinkenden Leberkäs-Semmeln sollten auf jeden Fall aus der U-Bahn entfernt werden.

Affe&Affe
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Aus diesem und anderen Gründen, zB weil Öffi-Fahren sowieso öd ist, fahre ich mit dem Auto.

Der Unkurze
01

da sind ungeduschte oder stark einparfümierte personen deutlich schlimmer

Dalien
 
02
Immer mehr Fantasyuniformen

die von Unbedarften UND Unbefugten getragen werden.

ama2deus
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law and order

der mensch möchte kontrolliert werden.

einem beliebten irrglauben zufolge kann derjenige, der etwas gegen kontrolle hat, nur etwas zu verbergen haben.

Dalien
 
00
JA

Deswegen gibts bei Politikern auch keinerlei Kontrollen.

ama2deus
00

personen, die als wandelnde unschuldsvermutung gelten, haben natürlich eine so weiße weste, dass das schon an supernacktheit grenzt!

masterpiece
05
klasse kommentare-vorsicht ironie- zum teil hier. wer einmal in anderen metropolen-speziell in den U.S. - mit der subway unterwegs war wird die wiener u-bahn mit ihrem service, pünktlichkeit und vor allem ihrer infrastruktur lieben.

hin und wieder kommt es eben auch mal am wochenende zu auseinandersetzungen, wäre ja nun insgesamt auch nicht neu..sowas passiert schon einmal in den öffis. ich fahre seit vielen jahren zu verschiedenen tages-und nachtzeiten mit der wiener u-bahn-speziell der u6 - und bis auf ein wenig rungesinge in der nacht und dem einen oder anderen betrunkenen päärchen ist mir noch nie wirklich etwas negatives aufgefallen oder gar passiert.wenn man in wien über die sicherheit der u-bahn eine debatte führt dann hat man hier wohl ehr ein luxusproblem im focus.

Erwin292
12
"päärchen"???

masterpiece
01
und?

Erwin292
12
rechtschreibung?

SmithWinston
20

Pudel di ned auf, Hustinetenbär.

Erwin292
01
10.1.2012, 00:39
du kannst ja nicht einmal

"hustinettenbär" richtig schreiben. hol erst einmal deinen volksschulabschluß nach. bevor du hier deine kommentare absonderst!

SmithWinston
00
10.1.2012, 17:34

Pfau, jetzt hast es mir aber gezeigen getut :-) Du hattest sicher eine leichte Schulzeit *g*

Erwin292
00
10.1.2012, 19:15
versteht sich von selbst!

bin ja auch mamas klügster!

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