Sechs Frauen wegen Tragen von Burka verurteilt

3. Jänner 2012, 06:31

Die Polizei habe 237 Verstöße gegen das Burkaverbots-Gesetz verzeichnet

dem Inkrafttreten des Burka-Verbots im April sind in Frankreich nach Angaben von Innenminister Claude Gueant sechs Frauen wegen Verstößen gegen das Verbot zu Strafzahlungen verurteilt worden. Keine der Frauen sei zur Teilnahme an einem Kurs in Staatsbürgerkunde gezwungen worden, sagte Gueant der französischen Zeitung "Le Monde" in einem am Montag veröffentlichten Interview.

Gueant sagte, die Polizei habe 237 Verstöße gegen das Gesetz verzeichnet, aber nur sechs Frauen seien verurteilt worden. Er gab sich überrascht darüber, dass fast ein Viertel der Frauen, die der Polizei aufgefallen waren, Konvertiten gewesen seien. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 120
1 2 3
kroate061
01
>Sechs Frauen wegen Tragen von Burka verurteilt<

Frankreich übertreibt maßlos
wieviel Frauen müßte man dann in Bosnien,Türkei verurteilt werden? So kann man den Staatssäckel (Knöllchen) auch auffüllen.

Lt K.....
00

Haben die Blattelreißer des Standards schon einmal was vom Wesfalle gehöret?

Es heißt "wegen Tragens" !!!!!!!

Einzelstimme
00

Wegen wird in den letzten Jahrzehnten immer häufiger mit dem 3. Fall verwendet. Ihre oft und gern gepflogene Ausdrucksweise mit dem "Wesfalle" samt Dativ-E und anderen Ladenhütern einer Sprachanwendung, die Sie für altehrwürdig halten, lässt durchaus über Ihren Bezug zur Gegenwart schmunzeln. Was gefällt Ihnen an alten Zöpfen?

Tuncay
21
Lustig,

Ein Zwang der vielleicht nicht mal einer ist,wird durch einen anderen Zwang verboten.(Burkatrageverbot).

4green2
00
10.1.2012, 10:29

es geht nicht einfach nur ein verbot, es geht um diskriminierung und verfolgung.

so macht man aus einer einfachen frau einen verbrecher. in der statistik macht sich das dann gut wenn noch mehr ausländer straffällig geworden sind. nährboden für braunes pack.

es geht also um mehr als nur um ein burkaverbot.

Parsec10
26
Müsste man mit dem Argument der Frauengleichberechtigung

nicht auch Frauen per Gesetz das katholische Priesteramt ermöglichen?

Joder
 
00
13.1.2012, 19:45
In Spanien

würde dann aus dem "Papa" la "Mama"

wrkskrfzk
15
Gute Idee

Aber dann auch per Gesetz ermöglichen dass Frauen Rabbiner, Muezzins, islamischer Rechtsgelehrter etc etc werden können.

Tethys
14

Es gibt Rabbinerinnen - bereits 1935 gab es in Deutschland eine. Ebenfalls in Deutschland gibt es weibliche Immame (2008 waren es glaube ich 13).

Isolde Löblich
02
Im Reformjudentum...

...gibt es Rabbinerinnen, die bei den orthodoxen Juden nicht anerkannt werden..., ist zu vergleichen mit den Evangelischen Christen, die weibl. Pfarrerinnen haben aber von den Katholiken und Orthodoxen Christen nicht anerkannt werden.

WolvesInTheThroneRoom
11

Ich finde es ist ein reines Kinderspiel. Zwingt man ihnen die Burka auf, jammern sie rum, dass sie nicht tragen wollen. Dann vergehen Generationen und man gibt ihnen die Wahl (zumindestens in bestimmten Ländern Europas), dann fangen sie es an zu tragen und meinen sie "fühlen" sich "freier" dadurch.

fmi
00
17.1.2012, 09:29
jede muß darf tragen dürfen die es will!

aber bitte im eigenem Land, also mit Burka Einreiseverbot und Aufenthaltsverbot.
Und zwar wegen Verschleierung und nicht -Identifizieren können der Person und aus Sicherheitsgründe. Es hat mit Gleichberechtigung und Religion rein gar nichts zu tun (eigentlich).
Genauso ist es mit der Polygamie, wenn es 5 Mal die Grundsicherung statt 2 mal geben müßte. Warum argumentieren wir nicht mit unserer Logik?

WolvesInTheThroneRoom
00
17.1.2012, 16:32

Mir ist es prinizipiell egal, was jeder trägt, solange er mir nichts aufzwingt, aber ihr Comment tut weh. Seitwann muss man vor Frauen mit Burka Angst haben? Rennen die neulich mit 'ner AK-47 rum oder warum sollte man sonst Einreise und Aufenthaltsverbote geben? Ihre Logik ist mir wirklich fremd. Außerdem wen meinen sie mit "wir" und was ist bitte "unsere" Logik? Reden sie von der "menschlichen" Logik? Falls ja, haben sie anscheinend keinen fruchtbaren Gedanken verschwendet um auf die Idee zu kommen, das es keinen einheitlichen Menschen gibt, weder in punkto Logik, noch auf sonst irgendwas bezogen. Autsch.

Peacefaktor
136
Vorweg: Ich sehe durchaus die Gefahren, die eine Burka

"in sich trägt" und ich bin sicherlich kein Freund dieser Bekleidungsvorschrift.
Auf der anderen Seite ist es doch aber genauso radikal eine Burka zu verbieten, wie aufzuzwingen. Darüber sollte man "im freien Westen" auch einmal nachdenken. Verbot ist nur das andere Extrem zu Zwang, aber am Ende ist es das Selbe: haben radikale Länder, die also bestimmte Bekleidungen verbieten überhaupt das Recht über radikale Länder zu urteilen, die diese Bekleidung erzwingen? Sie tun ja das Selbe, nur im anderen Extrem!
Wirklich helfen kann nur Dialog, ein aufeinander zugehen, ein einander verstehen und tolerieren, sowie zu vermitteln, dass Zwang im Westen nichts verloren hat, was ja, wie man sieht allerdings, eine Lüge wäre...

Potator
37
Illusion

Die Illusion der Gutmenschen: "Dialog löst alles."
Doch mit Radikalen, die Gott auf ihrer Seite wissen, die Welt missionieren wollen Frauen verachten, Demokratie hassen, Andersgläubige oder Konvertiten umbringen, gibt es keinen Dialog.

mein Nick: O´laus!
00
23.1.2012, 21:19
Der Realismus der Schlechtmenschen:

"der Krieg ist der Vater aller Dinge"
"Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln"
"Si vis pacem, para bellum!"

Igel
00
10.1.2012, 09:05

Es geht doch hier nicht einmal um Glaubensfragen, sondern schlicht und ergreifend um die Tatsache, dass man erkennen sollte, wer da auf der Straße etc. herumgeht. Das ist meineserachtens eine Sicherheitsfrage!! Keine Glaubensfrage. 4

D.h.: Ich habe das recht zu wissen, wer mir gegenüber ist/steht/geht und das erkenn ich nun mal durch das Gesicht eines Menschens.

Joseph EU
00
Nun leider haben Sie recht.....

...auch mit der SA konnte es keinen Dialog geben - gab es ja auch nicht.....nicht alles lässt sich friedlich lösen....bin schon froh, das die GI´s uns nicht damals geraten haben, dies mit den "Braunen Boys" (Zitat (Günther "Howdy" Shifter) friedlich zu lösen und sich es in Gods own Country gemütlich gemacht haben....seh auch nicht, wie Frauen oder Mädchen mit Taliban in einen Dialog treten können - sie können höchstens von den Taliban ge t r e t e n werden...es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem Agressor nicht gefällt - weniger Dialog mit H*tler hätt uns z.B. viele Tote erspart....

Peacefaktor
00
Merken Sie nicht, dass Ihre Sicht über diese Menschen auch ziemlich radikal ist?

Sie beschimpfen mich als Erstes gleich als "Gutmenschen" und meinen dann, mit denen kann man nicht reden, und werfen das denen vor, was sie selbst machen.

Es sagt niemand, dass so etwas keine Zeit dauert. Es sagt niemand, dass leere Wort genügen. Man muss etwas auch vorleben. Wenn Frauen hier Rechte und Pflichten haben, (was nichts mit Bekleidung hier zu tun hat), dann dürfen sie nicht daran gehindert werden. Diese Leute wollen ja in Frankreich, etc. leben. Also müssen Sie sich in gewissen Dingen anpassen. Dazu gehört aber auch Aufklärung und ein aufeinander zugehen. In einem Land, in dem sich alle frei bewegen und Kulturen nicht aufeinander gehetzt werden, ist Dialog und eine Entwicklung der Gruppen zu etwas "besserem" wenigstens möglich.

wrkskrfzk
11
wohl wahr

Momentan sind ja im Fundamentalistenranking die Ultraorthodoxen in Israel ziemlich vorne. Es kommt definitiv nicht auf die Religion an, es sind immer Männer, die in Autobussen vorne getrennt von den Frauen sitzen wollen. Und die Frauen sollen 'in Demut' auf den hinteren Plätzen sitzen.
Macht, nicht Religion soll ausgeübt werden. Oder gibt es eine namhafte Religion, wo Frauen was zu sagen haben.

Tethys
01

"Oder gibt es eine namhafte Religion, wo Frauen was zu sagen haben."

Es gibt weibliche Rabbiner und Imame, bei den Protestanten sind Frauen Priester. Bei den Anglikanern auch.

Interessant wird es, wenn diese Frauen aufsteigen, da ist dann plötzlich Schluss. Geht also auch hier um Macht.

Der Waehlerwille
 
00
wobei man anfügen muss dass es Frauen eiigentlich grad bei den Protestanten bis in die höchsten Ämter "Bischöfin" schaffen.

speziell in Norddeutschland keine Seltenheit.

Trismegisto
 
02

es gibt bedeutende weibliche Gurus im Hinduismus und die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland war eine Frau.
Und es gibt auch weibliche Rabbiner im Judentum.

Tethys
25

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Dies halte ich gleich mal zu Beginn fest.
Körperliche Gewalt stellt bei uns eine Straftat dar. Ein Mensch verletzt einen anderen in seinem Recht der Unversehrtheit. Wie lange hat es gedauert, bis Gewalt gegen Frauen an die Öffentlichkeit gezerrt wurde, weil sie trotz Verbots noch immer toleriert wurde. Die Toleranz hebelte also das Recht auf Unversehrtheit auf.

Wenn nun eine Religionsgemeinschaft Gesetze aushebeln möchte, auf denen die Gleichheit beruht, warum genau sollte das ein Rechtsstaat tolerieren? Noch dazu: die Burka hat nichts mit Religion zu tun, mit welchem Recht genau ziehen die Befürworter also vor Gericht, um das Tragen der Burka durchzusetzen? Und warum sollten wir das tolerieren?

Peacefaktor
00
Wie gesagt: nicht falsch verstehen.

Ich wollte nur anmerken, dass ein Verbot das selbe Extrem ist wie ein Zwang. Es ist das Gleiche: dadurch unterscheidet man sich nicht von diesen Radikalen in dieser Bekleidungsvorschrift: die einen erzwingens, die anderen verbietens.

Das bedeutet nicht, dass ich nicht BEIDES fragwürdig oder schlecht finde.
Man braucht aber ein bisserl Einfühlungsvermögen. So komisch das klingt, es gibt wirklich Frauen, die sich so kleiden wollen, weil sie sich nur ihrem Mann zeigen wollen und sich in der Öffentlichkeit bedeckt sicherer fühlen.
Auch wenn ich es nicht verstehe, kann ich darüber nicht einfach hinweggehen, und muss in einem Prozess herausfinden, was für diese Frauen wirklich besser ist, ob sich Zwang also für diese Menschen wirklich eignet?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 120
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.