Exxon erhält nur 255 Millionen Dollar für verstaatlichte Ölfelder

2. Jänner 2012, 22:21

Zur Begründung führt venezolanisches Unternehmen Außenstände von Exxon an

Caracas - Venezuela will den US-Konzern Exxon Mobil für die Verstaatlichung von Ölfeldern nur mit 255 Millionen US-Dollar (197 Mio. Euro) entschädigen. Das kündigte der staatliche venezolanische Ölkonzern PDVSA am Montag in Caracas an. Mit der Summe bleibt Venezuela weit unter der von einem internationalen Schiedsgericht festgelegten Summe von 908 Millionen Dollar.

Exxon hatte nach der Verstaatlichung von Ölfeldern im Jahr 2007 in seiner Klage anfänglich sogar auf eine Summe von 12 Milliarden US-Dollar geklagt, den Betrag aber später auf 7 Milliarden reduziert. Diese Summen bezeichnete die PDVSA in einer Erklärung von Montag allerdings als "völlig übertrieben und außerhalb jeder Logik".

Auch die von der internationalen Handelskammer ICC in dem Streit genannte Entschädigungssumme von 908 Millionen Dollar ist aus Sicht der PDVSA deutlich auf 255 Millionen zu reduzieren. Zur Begründung führte das venezolanische Unternehmen Außenstände von Exxon an, die abgezogen werden müssten.

In dem Streit sind zwar noch weitere Prozesse anhängig, doch sah sich Venezuela, der größte Erdölexporteur Lateinamerikas, durch den Schiedsspruch bestätigt. Die PDVSA sprach von einer "erfolgreichen Verteidigung Venezuelas" gegen die Exxon-Ansprüche. Die 255 Millionen Dollar sollen in den nächsten 60 Tagen überwiesen werden. (APA)

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24 Postings
Robert Fien
00
12.1.2012, 03:48
Robert Fien
02
10.1.2012, 21:26
Auch wer aus anderen Gründen zu recht gegen Hugo Chavez ist sollte anerkennen das dies ein Sieg der Gerechtigkeit ist. Viel zu lange wurde Venezuela und sein Volk von diesem Konzern ausgebeutet. Eigentlich sollte überhaupt nichts entschädigt werden!

Horst Holger
40
huch, sind wir hier etwa im US-basher Forum gelandet?!

wie kann es nur angehen, dass sich hier nicht ganz wenige und anscheinend nur bedingt US-Freunde so daran erfreuen, dass der Hugo weniger Abfindung an Exxon zahlen muss, als urspruenglich erwartet? Man mag die Oelkonzerne moegen oder auch nicht (ich tue es auch nur bedingt), jedoch vergisst man dabei voellig, dass Chavez u.a. in einer seiner vielen willkuerlichen Aktionen Privatbesitz in Venezuela verstaatlicht hat-neben intern. Konzernen hat es tatsaechlich auch schon viele kleinere Firmen und Privatpersonen in Ven. getroffen. Wenn es nun der Privatbesitz derjenigen hier im Forum waere, der verstaatlich werden wuerde und nicht Exxon, das Gejammere wuerde ich gerne hoeren.... Scheinheilichkeit nennt man so was. Einfach peinlich ist es zudem

nAK
02
Gibt es schon ein Spendenkonto,

auf dem besorgte Bürger dem Exxon-Konzern Geld, aus Gründen der Solidarität, überweisen können?

Schmauleier1
17
Der Titel suggeriert, dass Venezuela nur 255Mio zahlen will..

Das ist aber falsch. Venezuela hat den Schiedsspruch von 908 Mio voll akzeptiert.

Davon abgezogen werden 351 Mio Steuerschulden von Exxon. Exxon hat nämlich zu Beginn des Konflikts 2007 aufgehört Steuern und Gebühren zu zahlen.

Ausserdem konnte Exxon im Zuge des Streits einen britischen Richter davon überzeugen Vermögen der PDVSA in Höhe von 300Mio auf den Niederländischen Antillen zu blockeren.
Klar dass Venezuela die 300Mio nicht zahlt bis die Gelder von UK freigegeben werden.

Wer 5 Minuten zeit hat:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/151152

hart_aber_fair
13
man sollte solche konzerne zur kasse bitte und nicht "entschädigen"

http://www.google.de/search?hl... 24&bih=653

Human factor
01

Hätte Exxon mal das Angebot von 750 Millionen Dollar Entschädigung annehmen sollen, die ihnen damals von der Regierung angeboten wurde.

Martin Müller10
 
16
Das einzige was da abgelöst werden kann sind die Investitionen

in die Förderinfrastruktur. Das Öl gehört Venezuela und fertig. Exxon hat sich dort 30 Jahre lang krumm und dämlich verdient.

*space
28

Diese Firmen sollten Reparationen bezahlen, für die Steuern bzw. Joint Venture Beteiligungen, die sie früher unter neoliberalen Diktat, unter bürgerlichen Regierungen, nicht zahlen mussten.

Sie sollten dafür zahlen was sie der v. Bevölkerung damit angetan hatten, die wie Müll leben mussten.

Da gibt es nichts zu diskutieren.

Der Neue Mensch
112

Dann sollte man Hugo Chávez selbst schnellstens zur Kasse bitten, denn der Schaden, den er angerichtet hat in Venezuela, ist um ein Vielfaches höher als das der ausländischen Ölmultis und der neoliberalen Regierungen der Vergangenheit zusammen.

hart_aber_fair
17

wie bitte? er hat die armut bekämpft, er hat die indigenen geschützt, er hat einen sozialstaat aufgebauit und das soll ihrer meinung nach ein schaden sein? sind die das kapital in person? schauen sie sich die schäden an die ihre ach so geliebten öl multis anrichten: http://www.handelsblatt.com/technolog... 484782=all

Horst Holger
00
sie sind aber schon sicher, dass wir von dem gleichen land sprechen

naemlich Venezuela? Welche Armut hat Chavez bekeampft? Die ist doch schon laengst ueber das Ufer gelaufen! Wissen Sie was hier ein Kilo Mehl kostet? Der Mindestlohn liegt inzwischen weit unter der "cesta", d.h. die Leute koennen nicht mal mehr das notwendigste an Essen bezahlen. Was fuer ein Sozialstaat? Momentan bereichern sich nur ein paar Chavisten, der Rest muss hungern! Lesen Sie lieber die Tagesblaetter hier in Venezuela statt das Handelsblatt, dann duerfen Sie auch zum Thema mitposten. Kleines Tipps zum Schlauwerden: eluniversal.com, elimpulso.com, correodelcaroni.com

Human factor
02

Welchen Schaden meinen sie?

hansito
21

Die Geld- und Öl-Geschenke an Kuba, Bolivien, Paraguay, Argentinien. Aber das dürfte Ihnen entgangen sein.

*space
00

Na, SIe würden lieber alles für sich behalten!

Human factor
14

Das ist mir bekannt. Darüber hinaus verkaufen sie auch Heizöl an Bedürftige in den USA 40% unter dem Weltmarktpreis. Das nenne ich mal sportlich. Man stelle sich vor die großen Ölfirmen würden so etwas machen, die Aktionäre würden ihnen den Ars... aufreißen.

Horst Holger
00
klingt sozial ist es aber nicht

sondern nur um die USA Regierung zu aergern. Asozial ist hingegen, Cuba Oel zu schenken, die es wiederum teuer weiter verkaufen, in Paraguay Strassen zu bauen, waehrend die eigenen eine Katastrophe sind, von den ganz anderen Geschenken fuers Ausland ganz zu schweigen, die woh die Milliardengrende inzwischen ueberschritten haben (hansito hat es oben geschrieben), waehrend die eigene Bevoelkerung leidet. Alles nur Propagandamasche von Chavez, die keiner braucht, am wenigsten die Venezolaner

Peon
 
24
So was aber auch!

Bitte dieses Posting nicht sofort als prochavistisch einzustufen, aber leid tut mir Exxon überhaupt nicht! Weiter so, raus mit den Imperialisten, nicht nur in Venezuela!

hart_aber_fair
28
nur?

wieso nur? wieso sollte irgendein ausländischer konzern überhaupt ansprüche auf den reichtum eines anderen landes haben? exxon hat investiert, hat gewinne gemacht und wurde rausgeschmissen. eigentlich hätte man exxon auch den stinkefinger zeigen können, statt hunderte millionen zu überweisen.

Der Neue Mensch
61

Eben, sie haben einen Vertrag mit dem venezolanischen Staat gehabt und sie haben investiert, also ist es nur recht und billig, dass sie wenigstens den Buchwert ihrer Investitionen bei willkürlichen Enteignungen wieder bekommen.

Desweiteren haben Sie Recht. Das Öl gehört dem venezolanischen Volk und nicht Hugo Chávez, der die Öleinnahmen nach seinem Gusto verschenkt oder sich damit willfährige Regierungen im Ausland erkauft. Im Land selbst kommt nämlich vergleichsweise wenig direkt beim Volk an, wo es hingehört.

hart_aber_fair
14

schlagen sie das wort gewinn bzw gewinne mal nach. d.h. exxon hat investiert, hat seine investitionen wieder eingefahren, hat überschüsse verbucht = gewinne. exxon hat nichts verloren, im gegenteil. warum sollten die jetzt noch ansprüche haben?

Plagiator
02

Wer sagt, dass von den Öleinkünften bei den Menschen nichts ankommt? Die Armutsrate ist gesunken. Ist eine Gesundheitsversorgung für die arme Bevölkerung denn nichts? Die reiche Oberschicht hatte daran keinen Mangel und giftet die Regierung an, weil sie ihre Privilegien verloren haben.

hansito
10

Gesundheitsversorgung? Hat sich der Hugo deshalb auf Kuba behandeln lassen? Wir hatten dieses Thema schon reichlich und bzgl. Gesundheitsversorgung sollten Sie mal in Venezuela die Augen aufmachen und nicht das posten, das gerade auf den Propagandaseiten der Regierung zu lesen ist.

rubbberduck
20

er verschenkt das geld der venezolaner weiter und muss sich mittlerweile schon wieder kredite, zb bei den chinesen, besorgen.

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