Teams der Eishockey-Liga im Formcheck

Analyse | Hannes Biedermann, 2. Jänner 2012, 19:57
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    foto: derstandard.at/hannes biedermann

    Platzierungen der EBEL-Klubs in den Grunddurchgängen seit dem Jahr 2000: Grün hinterlegte Felder stellen eine geglückte, rot hinterlegte eine verpasste Play-Off-Qualifikation dar. Die Ziffer bezeichnet die Platzierung des jeweiligen Vereins vor Play-Off-Start.

Der Kampf um die Play-Off-Plätze in der EBEL wird intensiver. Unser Eishockey-Blog analysiert die aktuelle Situation

Die 36. Runde in der Erste Bank Eishockey Liga läutete am Neujahrstag die vorentscheidende Phase des Grunddurchgangs der diesjährigen Saison ein. An den acht verbleibenden Spieltagen (Anm: Bis auf Salzburg, Zagreb und Klagenfurt wartet noch auf jeden Klub auch eine spielfreie Runde) wird sich entscheiden, welche Vereine die ersten sechs Plätze belegen und sich somit vorzeitig für die Play-Offs qualifizieren. Die fünf Teams auf den Rängen sieben bis elf spielen in der Qualifikationsrunde ab 22. Jänner um die verbleibenden zwei Spots in der Post Season.

Während der überlegene Tabellenführer aus Linz rechnerisch bereits nicht mehr aus den ersten Sechs zu verdrängen ist und die Verfolger aus Salzburg und Zagreb wohl auch bereits für das Viertelfinale planen können, geht in acht Städten der Liga die unterschiedlich stark ausgeprägte Angst um, die Qualifikation für die meisterschaftsentscheidende Phase zu verpassen. Denn für drei Vereine wird die Spielzeit der Erste Bank Eishockey Liga bereits am 14. Feber enden. derStandard.at hat den bisherigen Saisonverlauf der einzelnen Klubs und ihre Perspektiven für das restliche Spieljahr unter die Lupe genommen.

EHC Linz

Souveränität und Konstanz zeichnen die bisherige Saison des aktuellen Klassenprimus aus. In 33 Spielen setzte es erst ein einziges Mal zwei Niederlagen am Stück, niemand zweifelt daran, dass die offensivstärkste Mannschaft der Liga (3,82 Tore pro Spiel) den Grunddurchgang auf Rang eins beenden wird. Für die Play-Offs ist das von Trainer Rob Daum hervorragend komponierte Team bereits qualifiziert, dort werden dann vor allem die nicht immer gänzlich überzeugenden Defensivleistungen darüber entscheiden, wie lange die Saison in Oberösterreich dauert.

EC Salzburg

Beim Meister aus Salzburg war die gesamte Planung der zweiten Jahreshälfte 2011 auf das Finalwochenende der European Trophy hin ausgerichtet, der Ligaspielbetrieb lief überspitzt formuliert nebenher. Dass die Bullen dennoch auf Platz zwei stehen, spricht für die hohe Qualität ihres Kaders. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren fehlen Salzburg - von Top-Import Robbie Earl und Kapitän Matthias Trattnig abgesehen - die ganz großen Individualkönner, vor Transferschluss kann aufgrund der Punkteregel auch nur noch ein solcher verpflichtet werden. Der Weg zu den Meisterpokalen führt auch heuer über den Titelverteidiger, wenngleich die Favoritenrolle nicht ganz so klar bei Pierre Pagés Mannschaft liegt, wie dies in der Vergangenheit der Fall war.

Medveščak Zagreb

Die Kroaten sind der einzige Klub der Liga, der sein Kontingent für Spieleranmeldungen bereits zur Gänze ausgeschöpft hat und demnach am Transfermarkt nicht mehr aktiv werden kann. Der durchwachsene Saisonstart ist seit der Rückkehr von Torhüter Robert Kristan (14 Siege bei 16 Einsätzen) Geschichte, seit Mitte Oktober hat man in 21 Runden noch nie zwei Niederlagen in Serie einstecken müssen. Prunkstück ist die Defensive: Vor dem besten Goalie-Duo der Liga steht auch die souveränste Abwehr, in der jeder Spieler eine positive Plus/Minus-Bilanz vorzuweisen hat: 2,52 Gegentreffer pro Spiel sind der niedrigste Wert in der EBEL. Größtes Fragezeichen bleibt der Angriff, dem es nicht unbedingt an Qualität, wohl jedoch an spielgestaltenden Akteuren fehlt.

Klagenfurter AC

Der Vizemeister liegt trotz einer Schwächeperiode mit nur zwei Siegen aus elf Spielen im November und zu Beginn des Dezembers klar auf Play-Off-Kurs. Spielerisch vermochten die nominell so stark besetzten Rotjacken jedoch nur selten zu überzeugen, in jedem Mannschaftsteil gibt es unübersehbare Problemzonen. Für die Defensive soll nun ein weiterer Legionär - interner Favorit ist dabei überraschenderweise kein kanadischer Spieler - verpflichtet werden, der KAC muss aber auch seine offensive Produktivität steigern und vor allem in Über- und Unterzahlsituationen (jeweils nur Platz acht in der Liga) ein höheres Level erreichen.

Székesfehérvár

Neben der Konstanz des Tabellenführers aus Linz sind die Ungarn die zweite große positive Überraschung der bisherigen Saison. Trainer Kevin Primeau setzt sein Hauptaugenmerk vielmehr auf die Entwicklung des Mannschaftsgefüges denn auf ein Forcieren des spielerischen Spektakels und hat damit bisher großen Erfolg. Mit dem 4:0-Erfolg in Villach am Neujahrstag hat Székesfehérvár in heuer 16 Spielen bereits mehr Auswärtssiege eingefahren als in 27 Partien im Vorjahr. Von Saisonbeginn weg hat man sich im gehobenen Mittelfeld festgesetzt, obwohl mit Eric Johansson der wichtigste Spielmacher bereits seit Ende November verletzungsbedingt fehlt. Derek Ryan (21 Treffer) und István Sofron (20) stechen als die beiden aktuell besten Torschützen der Liga aus dem sonst sehr kollektivistisch geprägten Team heraus.

Olimpija Ljubljana

Nach tollem Saisonstart rutschten die Drachen aus Ljubljana ab Ende Oktober in ein hartnäckiges Formtief, von dem sich auch Top-Goalie Jean-Philippe Lamoureux anstecken ließ. Bis zum Heimsieg über Linz am vorletzten Tag des Kalenderjahres gewannen die Slowenen von 18 aufeinander folgenden Spielen nur sechs, das Vierpunkt-Wochenende gegen den Tabellenführer und die Vienna Capitals (erster Erfolg in Wien seit mehr als vier Jahren) hat den Trend jedoch eindrucksvoll umgekehrt. Das so gesammelte Selbstvertrauen sollte des Sprung unter die Top sechs und somit in die Play-Offs garantieren. Vorzüge sind das starke Torhüter-Duo und zuverlässige Legionäre in der Abwehr, das Angriffsspiel hängt jedoch in so großem Ausmaß wie nirgendwo sonst in der Liga von einem einzelnen Spieler ab: EBEL-Topscorer John Hughes.

Vienna Capitals

Sieben Jahre in Serie beendete der Hauptstadt-Klub den Grunddurchgang auf einem der ersten vier Plätze - Tabellenregionen, die derzeit außer Reichweite scheinen. Das nur teilweise vom neuen Trainer Tommy Samuelsson zusammengestellte Team hat seit Saisonbeginn keinen effektiven Weg gefunden, die Vorstellungen des Coaches umzusetzen. Die in Wien obligatorischen Verletzungssorgen und eine Aneinanderreihung transferpolitischer Fehlentscheidungen machen das Spieljahr bisher zum wohl enttäuschendsten der Klubgeschichte. Die Special Teams, ehemals Wiener Paradedisziplin, funktionieren ebenso wenig wie der geordnete Spielaufbau aus der Defensive heraus. Zu viele Baustellen, um vorbehaltslos an ein Happy End zu Saisonende zu glauben. Nun gilt es, das Jahr so gut wie möglich zu Ende zu bringen und dann die Kompetenzverteilung im Klub zu überdenken.

Graz 99ers

Seit Anfang Oktober waren den Steirern kein einziges Mal zwei Siege in Folge gelungen, nach einer starken Woche zum Jahreswechsel mit Erfolgen in Zagreb sowie zu Hause gegen VSV und KAC blinzelte zuletzt aber wieder die Sonne durch die düsteren Wolken über Liebenau. Während man in Unter- und Überzahl zu den besseren Teams in der Liga zählt, ließ das Defensivspiel über weite Strecken der Saison zu wünschen übrig. Vor Transferschluss soll daher nun noch ein weiterer Legionär für die Abwehr verpflichtet werden. Im Angriff sind die 99ers recht einfach auszurechnen und zu stark von ihrer ersten Linie abhängig. Der Play-Off-Einzug wird nur gelingen, wenn auch die Blöcke zwei und drei ihr offensives Output steigern können.

Villacher SV

Nach 36 gespielten Runden liegen die Villacher Adler auf Rang neun der Tabelle. Tritt bis zum Ende des Grunddurchgangs keine Verbesserung mehr ein, wäre dies die schlechteste VSV-Platzierung seit dem Aufstieg in die höchsten Spielklasse 1977/78. Begründet liegt der Misserfolg neben einer allgemeinen Stagnation in der Entwicklung des Klubs in Sachen Professionalität vor allem in einer desaströsen Transferpolitik: Drei der vier vor der Saison verpflichteten Legionäre waren in Villach schon Anfang November wieder Geschichte, als Ersatz wurden der im Sommer noch verschmähte Markus Peintner (mittlerweile bester Torschütze des Teams) und zwei Imports jenseits der 35 Jahre verpflichtet. Brandlöschmaßnahmen ohne jeglichen Anspruch auf Nachhaltigkeit. Wie sehr die Adler in der Krise stecken, dokumentierten auch die jüngsten Patzer von Marathon-Goalie Bernhard Starkbaum, sonst eigentlich der konstanteste österreichische Schussmann der Liga. Die kurzfristige Zukunft für den VSV heißt wohl Qualifikationsrunde, sein einziger Trumpf ist der vielzitierte Villacher Kampfgeist - so es ihn noch gibt.

Orli Znojmo

Der im Sommer neu in die Erste Bank Eishockey Liga gekommene tschechische Vertreter lieferte bisher recht passable Leistungen ab. War das erste Jahr im neuen Umfeld ohnehin dem Zwecke des Kennenlernens und Orientierens gewidmet, scheint es aktuell sehr unwahrscheinlich, dass der Klub mit dem geringsten Budget der Liga die Qualifikation für die Post Season über die untere Gruppe der Zwischenrunde schafft. Der Weg in den neuen Wettbewerb hat sich für Znojmo gelohnt, der Zuschauerschnitt liegt aktuell um 41,7 Prozent über jenem des Vorjahrs, als man noch in der zweiten tschechischen Liga aktiv war. Will man in den kommenden Spielzeiten in höhere Gefilde der Tabelle vordringen, wird man jedoch nicht darum herumkommen, den jungen Stamm an Kaderspielern mit drei bis vier qualitativ hochwertigen Führungskräften zu verstärken.

HK Jesenice

Der Chaos-Klub der Liga strampelt am Tabellenende um sein Überleben, nicht weniger als 14 Legionäre haben den Klub in diesem Jahr bereits verlassen. Der verbliebene Rest, nominell in keinster Weise konkurrenzfähig, sorgt jedoch immer wieder für sportliche Ausrufezeichen. Zuletzt überzeugte das junge Rumpfteam mit heroisch erkämpften Heimsiegen über Klagenfurt, Ljubljana und Salzburg, obwohl man teilweise nur noch marginal mehr als 20 der 60 durch die Punkteregel erlaubten Zähler auf den Spielbericht brachte. Seit Anfang Dezember propagiert der Klub bereits die Konzentration auf die Qualifikationsrunde, bis zu deren Beginn soll es noch Verstärkungen geben. Obwohl Tabellenletzter, ist Coach Heikki Mälkiä wohl als erster Herausforderer Rob Daums für eine Wahl zum Trainer des Jahres zu sehen. In Jesenice steht die finanzielle Konsolidierung des Klubs im Vordergrund, das Potential, in der unteren Gruppe der Zwischenrunde das Zünglein an der Waage zu spielen, ist dank dem Trainer aber vorhanden. (Hannes Biedermann; derStandard.at; 2.Jänner 2012)

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25 Postings
herrgospod
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völlig klar ist, wer von der situation in jesenice profitiert. natürlich die jungen spieler, also auch das nationalteam. zb. spielt grahut mit seinen 21 jahren im powerplay. bitte zeigt mir einen jungen österreichischen spieler der die gleichen möglichkeiten in seinem verein hat.

Legionärs-Beschränkung auf 5 in 10 jahren erntet man früchte!

I'll shit on your nick
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Vielleicht könnte man ja einen Maximal-Altersschnitt pro Team einführen. Oder 10 Kaderspieler müssen 24 Jahre oder jünger sein.

Nur so ein Gedankerl.

An den Autor des Artikels: Danke!

esso2
10
???

Waren in der Saison 10/11 nicht die Dosen Meister?

Yhoshi
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hier in der grafik sieht man in welcher position sie in die playoffs gestartet sind. letztes jahr war RBS 2. im grunddurchgang

I'm a locksmith
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Mälkiä hab ich mir letztes Jahr schon als Collins-Nachfolger gewünscht, cooler Typ!

Ziegen Käse
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Kleine Nachmittagskritik, und schon ist der Bericht da...;)

Was in Villach heuer abgeht, ist grandios. Auch wenn man mit Absicht soviel falsch machen will, dann wird man es in der Regel nicht schaffen.....mittlerweile haben wir seit 5 Jahren keine reelle Chance auf den Titel...heuer könnten sogar die Play-Offs ohne uns stattfinden....ist aber Änderung in Sicht? Nö....

Ansonsten taugt mir Fehervar...Jesenice sowieso, aber die Ungarn mausern sich von Saison zu Saison...und das mit einem ungarischen Kader...soviel zur Frage, ob die Legio-Beschränkung aufgelöst gehört....nicht wahr, Herr Schmid?

Jetzt mit mehr Geschmack als Glutamat!
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leider, leider..

stimmt das.

letztes jahr noch linz nachhause geschickt ist heuer gar nicht aber auch wirklich nichts richtig gelaufen. ich sehne schon den spielerischen ansporn, den das versäumen der playoffs bewirken wird herbei..

Graschelitzen
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Der wird leider ausbleiben.......

Kaspitz hat für nächstes Jahr schon bei Wien unterschrieben und das Engagement von Wren ist heuer gescheitert, weil der VSV nicht einmal mehr EUR 12.000 ,- aufbringen kann, um ihn bis Saisonende zu engagieren...nächstes Jahr fangen die Leiden für uns VSVler erst richtig an.....

Ziegen Käse
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der Kaspitz soll in Wien unterschrieben haben? Wo hast denn diese Info her....und die 12.000 Euro Wren würde ich nicht überbewerten. Denn 1. wäre dies monatlich gewesen, und weiters, GOTT SEI DANK! Der hätte 3 Punkte pro Spiel machen müssen damit ich mich über sein Engagement "freue"....

Graschelitzen
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Nix monatlich...

He - 2. Deutsche Liga- wo lebst denn? Der hackelt im Moment für an Schichtarbeiterlohn - zurecht für an 37 jährigen im Vorruhestand!

Ziegen Käse
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12.000 für 4 Monate? Da verdienst als Kellner mehr....aber wurscht, ich hab sowieso unterschiedlichste Zahlen in unterschiedlichsten Medien und Foren gelesen, alle wirken unglaubwürdig.

Jedoch bist gekonnt meiner Frage ausgewichen, wo hast das her mit dem Kaspitz?

Graschelitzen
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Ich tät mir wünschen, dass der VSV heuer noch 4 Monate im Gschäft bleibt...

..da wären wir dann im Finale :))
zum Kaspitz: engere Umgebung, schon von mehreren Seiten gehört...ich hoff ja auch, dass das nur ein Gerücht ist, aber bei unserem Management kannst es eh haben, dass sie ihn wegen ein paar Tausendern Differenz ziehen lassen...

sicsche
01

Nur san die Vorraussetzungen a kla wenig anders, die Ungarn können das Nati um sich scharen. Als Ö Club treibst dich mit 5 anderen an die absoluten finanziellen Grenzen um die besten Ös zu bekommen.

Ziegen Käse
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Hat ja niemand die Caps gezwungen keinen Nachwuchs zu produzieren? Während die Slowenen ihre Not zur Tugend machten und uns mittlerweile bereits überholt haben, sind die Ungarn auf dem gleichen Dampfer unterwegs....nicht mehr lange, dann werden die Kroaten auch an uns vorbeiziehen...aber eh, ist ja viel besser dass von 6 öster. Mannschaften 2 Teams überhaupt kein Interesse an einer Jugendförderung haben....da kreieren wir doch lieber mal einen Cup mit einem Hauptsponsor, wo man fix im Finale stehen darf und meckern über die unfairen Strukturen der Liga....

sicsche
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Part2 :)
Was hergehört ist eine besser ausgearbeitete Ausbildungsentschädigung (derzeit is das doch ein feuchter Händedruck und nichts was tatsächlich entschädigt und somit Anreize bildet)

Zum anderen gehören die Strukturen seitens OEHV in den U-BL sehr stark verändert und verbessert. (Von weiter oben was der Verband verbockt ganz zu schweigen)

Also ausreden kann sich sowieso keiner aber für mich ist es unterm Strich sehr wohl so das derzeit einmal der Verband in der Bringschuld ist, den die EBEL Vereine buttern sehr wohl mehr rein als es noch vor ein paar Jahren der Fall war - als es noch eine Importbeschränkung gab.

Ziegen Käse
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Eine Legio-Beschränkung hat es eigentlich nie wirklich gegeben, außer 2000 wo 4 Teams in der höchsten gespielt haben - ansonsten sukzessive jedes Jahr immer mehr.

Bei der Ausbildungsentschädigung bin ich bei dir. Für sowas plädiere ich ja schon seit langem.

Und die Punkteregel bringt nur den Jungen was bis diese 24 sind. Ab dann ist es aus mit denen, sofern sie keine Überstars sind. Ein 20+ Spieler bekommt keinen Vertrag mehr, weil der Nutzen/Kosten Faktor uninteressant ist.

Ich möchte den Verband/die Liga nicht verteidigen, aber die Vereine sollten schon von sich aus auch einen Willen zur Verbesserung des öst. Hockeys zeigen. Die "Empörungen" vonseiten der Vereine wenn das Team wieder absteigt, hängen mir halt schon beim Halse raus...

sicsche
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Seh ich bein den Ü24ern nicht ganz soo wie du. Um in Wien zu bleiben: Nageler, Dole, Pinter, Oz, Lakos (, Oferl) sind sicher keine Überstars zB aber sie kriegen ihren Job in der EBEL.

Wenn ich mir die Topscorer (Ü24 Ös exkl) der Nali Anschau um zu schauen wer da durch den Rost fällt, seh ich keinen der sich wirklich aufdrängen würde für die EBEL. Höller, Wilfan, Winzig, Mössmer, Pewal, Ban sind ersetzbare Roleplayer wie es zB ein Dole ist (und würden auch sicher Jobs als eben jene finden wenn sicher IBK oder gar IBK und Dbirn wieder rauftrauen) aber auch keine wo das Ö Hockey zambricht weil se nur Nali spielen.

Aber besser als zB ein Holst oder Fischer? Und das sollten sie sein wennse den Anspruch haben EBEL zu spielen.

Ziegen Käse
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Ich kenne mich in der NaLi nicht aus, daher kann ich dazu nichts sagen. Auf was ich aber hinaus wollte. Nehmen wir das Beispiel Petrik vom VSV her.

Beide Brüder sind 3. und 4. Linie Spieler, und dies bereits seit Jahren. Die kommen in keinem PP zum Einsatz, in den entscheidenden Spielminuten schmoren sie auf der Bank. Die können nicht besser werden, weil sie einfach keine Eiszeit bekommen.

Der Erfolg ist nur auf kurzfristig aufgebaut. Die ersten beiden Linien bestehen bei allen Teams aus Legios inkl. 1-2 Top-Ösis....aber plötzlich sind solche Spieler die Zukunft des öst. Eishockeys? Fehervar hat einen Sofron rausgebracht, Jesenice letzte Saison 3 Junge (2 davon in Schweden, der 3. weiß ich nicht)...und wir debattieren über mehr Legios.

sicsche
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Man kann aber auch sagen im Umkehrschluss das die beiden einfach nicht besser sind als 3./4. Linie (dürfen sich gern die Hand geben mim Dole - der is einfach net besser)

Und eben jener Dole der keun Deut besser ist, kriegt regelmässig in Wien Eiszeit in den Toplines ohne das es wer logisch erklären kann.

Geschützte Werkstätte ist kein Heilmittel das die Jungs besser werden, bringen se Leistung werden se auch in den Toplines eingesetzt.

Der Hebel gehört viel weiter unten angesetzt. Den das einer von 2 Petriks/Dolezals das Zeug dazu hat iwann Topline zu spielen ist wesentlich geringer als wenn ich 10 solche Spieler habe wo sich dann viel. 1-2 durchsetzen können zu einen Top6 Spieler.

Ziegen Käse
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Kein Mensch behauptet, dass jemand gut wird sofern dieser mehr spielt. Auf was ich hinaus will ist einfach die Tatsache, dass den Jungen keine Eiszeit gegeben wird. In Villach sind heuer ein Hartl, Göhringer und Köfeler neu im Team...davor gibt es eben einen Toff, Martinz....die ersten 3 spielen selten bis nie...die anderen 2 spielen genauso viel...doch muss dazu gesagt werden, dass die letztgenannten schon seit 2 od. 3 Saisonen im Kader stehen. Jedoch wird die 3. Linie vom 27jährigen Petrik bespielt...Petrik hätte schon längst in die 1. oder 2. gehen müssen, verstellt nun aber den Weg für Nachkömmlinge....und in der 1. + 2. spielen ausschließlich Legios und Top-Ösis...es wird nix nach oben herangeführt...

sicsche
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Das is wieder was anderes, worauf ich aber hinaus wollte: Petrik ist halt nicht gut genug für die 1. oder 2..

Also muss der Verein eben die Konsequenzen ziehen und ihm die Tür zeigen wenn von unten etwas mit mehr Potenzial nachrückt. Klingt natrl hart, aber ist nun mal so (ärger mich in Wien auch immer wenn Dole einen Seidl den Platz verstellt zB)

Ziegen Käse
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Natürlich ist Petrik nicht gut genug. Bei diesem konkreten Beispiel kommt halt die Hürde des Namens Petrik hinzu...sein Vater eine Blau-Weiße Ikone und Nachwuchstrainer beim VSV...den Junior kannst nicht stanzen....aber letztendlich hängt das eine schon mit dem anderen zusammen. Wenn keine Plätze frei sind, kann von unten niemand nachrücken....

sicsche
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Ja schon und mir is das Problem bei euren nicht Entwicklern (und viel. wars ja gerade die Stammplatz Garantie warum die 2 nie besser wurden, anstrengen musste man sich ja nich)

Aber es kann keine Punkteregel oder sonst was dafür das die beiden nicht gut genug sind für Top6 (auch in einer Liga mit nur 5 Imports und ohne Austros wären se einfach zu schwach für die Top6) und somit in den Bottom6 kein Platz ist für junge nachrückende.

Wobei man hier querfeld ein durch die Liga eins bei jeden Trainer vermissen kann. Es hat keiner den Mut (bleiben wir ma wieder in Wien) zB einen Seidl als 1st Line Wing für Gratton/Fortier zu bringen.

Oder auf Villach umgewälzt, warum Hartl nich zu einen Damon/Craig spannen? (Pewal ist sowieso ein starker Def-f

sicsche
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Das die Caps es geschafft eine ganze Generation Wiener Cracks zu verhunzen (respektive ware einige wie Heinrich oder Komarek klug genug rechtzeitig zu flüchten) bestreitet auch keiner, aber das Besserung in Sicht ist darf auch nich bestritten werden. Und das sieht man schon sehr wohl auch an den Ergebnissen die die jüngeren Jahrgänge in der U-BL einfahren als auch die Ergebnisse in der Nali (im Vergleich zu dem was dort zB der KAC fabriziert)

Bzw darfst mir auch gern noch sagen wer der 2. Verweigerer in deinen Augen ist.

Ausserdem ist die Punkteregel doch gerade für den Einbau von jungen Spielern ein Segen. Wenn ich mir eine Importbeschränkung anschau würde ich doch einen arrivierten jetzt Nali Spieler einen U24er vorziehen.

jeff5
11
guter artikel.

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