13. und 14. Gehalt

ÖVP überlegt höhere Besteuerung bei Spitzenverdienern

2. Jänner 2012, 19:52

Medienbericht: Volkspartei will höhere Steuersätze ab 200.000 Euro

Nicht nur bei der Erbschaftssteuer tauchen Pläne von Koalitionsparteien auf. Wie der "Kurier" in Erfahrung gebracht haben will, sollen bei Spitzenverdienern das 13. und 14. Monatsgehalt stärker besteuert werden. Im Gespräch sei dabei eine Einkommensgrenze von 200.000 Euro brutto im Jahr. Der Kurier nennt ab dieser Höhe eine Besteuerung des 13. wie des 14. Gehalts von 50 Prozent anstatt der heute üblichen sechs Prozent. Der erhöhte Steuersatz solle aber nur für den Bereich des Einkommens gelten, der über der Einkommensgrenze liegt. 

Laut "Kurier" dementiert die ÖVP-Zentrale bislang diese Pläne, die ÖVP soll aber das teilweise Abschaffen dieses Steuerzuckerls einer Anhebung des Spitzensteuersatzes vorziehen. In Österreich verdienten im Jahr 2010 laut Statistik Austria jedoch lediglich 7359 Personen über 200.000 Euro brutto. (red, derStandard.at, 3.1.2012)

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pluralis modestatis
10
Staatsdiener und Gerechtigkeit

60 % Steuer - und Abgabenquote
Inklusive Indirekter Steuern zahlt der Privatangestellte in Österreich ca. 60 % an Abgaben für Staatsdiener.

Beamte und Staatsnahe sind die Profiteure des Systems.

Die Staatsdiener zahlen weniger Abgaben, da keine SV-Beiträge anfallen (dafür wesentlich bessere Ruhensbestimmungen - aus Steuern).

WARUM neue Steuern ?
WARUM keine Rationalisierung des öffentl. Dienstes ?

WARUM keine Sondersteuer nur für Beamte ?

P.S.
Bald wird man über die Abfertigung sprechen - weil keine Beamten davon betroffen sind.

visio551
01
Abfertigung - gute Idee

Diese sollte man ins Visier nehmen, da kann sich die Wirtschaft das wider holen, was die Arbeitnehmer durch Krankenstände und Dauerarbeitslosigkeit der Volkswirtschaft kostet. Übrigens im Beamtendienstrecht sind Sie anscheinden nicht sattelfest, denn was sie da schreiben war vor 30 Jahren aktuell:-)
Sollten sich mal up-daten!

sainty1
00
wow, lehnen die sich aber weit aus dem Fenster!!

star observer
00

7359 sind sicher zuwenig, vermute mal (ohne jetzt auf statistik.at nachgraben zu gehen) das sind nur die unselbständigen einkommen und das noch ohne bonus

Borat Sagdiyev : jak sie masz?
00
Vermögenssteuer 30% ab 1 Mio. (einmalig) und 5% jährlich und wird haben kein Budgetdefizit mehr.

Hingegen Lohnsteuer auf 10% flat tax senken (Verwaltungsvereinfachung)

Rumpel Heinzchen
00
Schaft doch die Monatliche Höchstbeitragsgrundlage ab !

Das würd bei diesen 7359 Personen mindestens 180 M€ bringen (bei 18,07% und 17,07% für 13+14 Gehalt)

trace route
01
Ich würde das für absolut ok empfinden. Wer über 200.000 im Jahr casht, soll auch für den 13. oder 14. normal Steuern zahlen. Eventuell könnte man den 13. oder 14. bis 100.000 genauso besteuern wie bisher, und alles was darüber ist "normal" besteuern

mit dem jeweiligen Satz.

Eine Alternative wäre, die Steuerprogredienz nicht bei 50 Prozent enden zu lassen. Kürzlich habe ich einen Artikel gelesen über den "New Deal" von Roosevelt. Der Höchststeuersatz wurde damals auf 80 Prozent angehoben, und davon hat das Sozialsystem der USA bis in die 70er Jahre profitiert.

Momentan gilt in Ö ein Höchststeuersatz von 50 Prozent. Ab 200.000 jährlich würde ich 60 Prozent, ab 400.000 70 Prozent, ab 1 Million 80 Prozent für absolut vertretbar empfinden. Bei solch absurden Einkommen kann man nicht mehr von "Leistung" sprechen. Diese Gehälter werden an Banker, Fußballer, Sänger bezahlt, die einfach Glück haben. Dafür können sie der Gesellschaft von der sie profitieren einen Beitrag zurückgeben!

Kulkulcán
21
Wie bitte?

Gegen eine Erbschaftssteuer
(mit einer großzügigen Freigrenze) Sturm laufen, und gleichzeitig als Alternative HÖHERE BESTEUERUNG VON ARBEITSEINKOMMEN vorschlagen?

Also zusammengefasst:
* LEISTUNGSFREIES Einkommen ab 500000 Euro NICHT besteuern
* LEISTUNGSEINKOMMEN (13.14. Gehalt, etc.) der breiten Masse HÖHER besteuern

Wer das unterstützt ist entwender ein VollI*iot oder gehört zu den oberen 3%.

mfg

Kulkulcán
01
Sorry

hatte überlesen, dass nur ab 200.000 höher besteuert werden soll.
Trotzdem ist das im Prinzip eine höhere Besteuerung von Arbeitseinkommen.
Und was soll das bringen? Vielleicht einen einstelligen Millionenbetrag? Na toll...

chelene chirsch
00

man fragt sich zu recht, wie viel das bringen soll (von anderen faktoren ganz abgesehen) - denn meiner sichtweise nach sind gehälter dieser klassen eigentlich immer in fixum und provision unterteilt...

... somit gibt es kein wirkliches 13es und 14es... und der rest, beispielsweise in optionen oder ähnlichem verpackt, wird da auch in konstruktionen steuerschonend verschwinden.

4simo
01
stimmt!

die kombination macht hier das gift.

Borat Sagdiyev : jak sie masz?
02
Wie immer schützt ÖVP Besitzenden auf Kosten von tüchtigen.

Welche Leistung eines Fürsten muss geschützt werden - indem er Millionen Förderung erhält.

Wo gleichzeitig breite Massen der Bevölkerung in Armut schlitten.

Ist das christdemokratisch?

Borat Sagdiyev : jak sie masz?
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Parteinförderungen, Presseförderungen und ... alles gestriechen.

Wir haben Nase Voll von dieser Verars*** ung.

Ich habe noch nie Blau gewählt aber dieses Mal ja.

wildwolve
00

Und was glauben Sie was die dann machen? Die werden dann immer ganz brav sein, genau.

4simo
01

um hoffen dann weniger verarscht zu werden?

Borat Sagdiyev : jak sie masz?
13
Förderungen an Großgrundbesitzer, Bauern, Industrie gehört gestriechen.

Als Ausgleich dazu sollten die Steuer gesnkt und Steuerstuffen auftomatisch an die Inflation angepasst werden.

Vormund von Peter W1
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13+14 gehalt gehört prinzipiell gestrichen

huhhhh
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Weil das Einkommen eh so niedrig besteuert wird. Wissen wir eh alle.

RS69
 
01

Die niedrigen EInkommen werden in Österreich vergleichsweise gering besteuert.

Die höheren Einkommen sind es, die im internationalen Vergleich stark höher besteuert werden.

Also geb ich Ihnen Recht.

Nexialist
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und statt dessen die Löhne entsprechend rauf gesetzt

haben sie vergessen zu schreiben.

Das würde den Geschäftstreibenden die Kalkulation erleichtern.

aber wie gesagt - das monatliche Gehalt muß natürlich entsprechend angepaßt werden...

obwohl unsere deutschen Gastarbeiter mir gegenüber das 13. und 14. Gehalt sehr lobend erwähnt haben - soll auch gesagt sein...

Vormund von Peter W1
00

ja, das ist eh klar. alle diese sonderbaren dinge ohne sinn gehören weg und dazu auch alle regeln. monatsgehalt soll das sein was man wert ist, und fertig.

Kontrahent1
00
In Deutschland versteuert man das Jahreseinkommen.

Dazu gehört das 13. Gehalt ebenso, wie Prämien, Gratifikationen oder Incentiveleistungen. Dazu dient die Einkommensteuererklärung.

huhhhh
00

Und alles was man in Deutschland macht ist gut und edel. Warum dann nicht auch das Ehegattensplitting ?

Kontrahent1
00
Warum nicht?

Es geht nur darum, daß sich das Jahreseinkommen auch in Österreich aus diversen Einkünften zusammensetzen kann. Um Steuergerechtigkeit zu erreichen, gehört das eben auch dazu.

Ottakringer Wettsaufmeister
 
00

Richtig! Des Weiteren sollte der Gewinnfreibetrag, als Äquivalent für den 13+14, ersatzlos gestrichen werden.

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