Einserkastl RAU

Outsourcing

Einserkastl | Hans Rauscher, 2. Jänner 2012, 19:26

An wen werden wir unsere Luftüberwachung outsourcen? Günther Kräuter möchte die Eurofighter verkaufen

An wen werden wir unsere Luftüberwachung outsourcen? Der SPÖ-Parteisekretär Günther Kräuter, nie verlegen um originelle Vorschläge ("keine Sozialleistungen für Reiche"), möchte im Zuge des Sparprogramms die Eurofighter an andere EU-Staaten verkaufen und die Mini-Luftüberwachung von Nachbarn übernehmen lassen.

Okay, gehen wir es durch: Slowenien? Tschechien? Slowakei? Italien? Ungarn? Deutschland? Das sind alles Mitglieder der Nato, auf die die SPÖ bisher immer allergisch reagierte. Slowenien hat überdies keine Kampfflugzeuge. Außerdem ist ein Aufstand der Kärntner zu erwarten, ebenso wie ein Tiroler Aufstand im Fall Italiens. Deutschland, na ja: Dann toben die britischen Boulevardblätter mit Titeln wie "Heil Kräuter! New Anschluss!" Ungarn ist unter Viktor Orbán gerade mit Volldampf in Richtung Bonaparte / Hugo Chávez unterwegs.

Bleibt die Schweiz. Gegen ein angemessenes Entgelt wären die Eidgenossen sicher bereit, nicht nur die Luftsicherung, sondern gleich das ganze Bundesheer zu übernehmen. Darabos, der kreative Rechenkünstler, sollte das überprüfen lassen.

Die Eurofighter waren mit einiger Sicherheit ein korruptionsumwitterter Fehlkauf. Aber wie die SPÖ-Zentrale mit staatsrelevanten Themen - Bundesheer, Budgeteinsparungen, ORF - umgeht, ist nur mit einer Mischung aus Übermut und Unbedarftheit zu erklären. (DER STANDARD, Printausgabe, 3.1.2012)

Kommentar posten
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joey .at
00
EINFACH ZUM NACHDENKEN HR. RAU!

nachdem ja der hinweis auf die neuen jagdflieger in italien wieder mal der zensur zum opfer gefallen ist, vielleicht schafft es ja ein link auf eure eigene seite durch zu kommen:

http://derstandard.at/132548584... i-Ruestung

chg4711
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Wir sollten das ganze Heer outsourcen.

Vieleicht an USA. Das sind sehr gute Beschützer.- (siehe Vietnam, Irak, Afghanistan ...) Und immer auf der Suche nach neuen Stützpunkten.
Aber auch Russland wäre eine Option; oder China (die haben jetzt viel Kohle.)

Arbeiter
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Ich bitte um eine Grundsatzdiskussion, ob wir die Organisationsform "Republik Österreich" überhaupt noch wollen.

Das Militär am Boden und in der Luft ist ein Element der Souveränität. Wir können es aufgeben, wie die Tafeln, die die Staatsgrenze gegenüber Deutschland kennzeichnen, wie den Schilling, wie die Selbstbestimmung über die Mehrheit aller Gesetzgebungskompetenzen, wie die Herrschaft über die Regelung der Einwanderung, welche Sprache gesprochen werden soll, welche Verhaltensweisen akzeptiert. Können wir alles machen. Gerade die gebildetsten und fortschrittlichsten Menschen werden diesen skizzierten Aufgaben applaudieren. Aber bitte, liebe moralisch und intellektuell Überlegene! Fahren sie nicht so brutal über das einfache Volk drüber. Wir sind doch eine Demokratie, auch für die nicht so urbanen und weltläufigen.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
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..ein korruptionsumwitterter Fehlkauf

nun, wenn den Kauf von 12 (Zwölf!) Flugzeugen als Fehlkauf abtut, tut man sich im übrigen wohl leicht mit Rechenarten. Auch in diesem Urteil liegt ein Schuß Austropositivismus (subjektives Gefühl des Rechthabens) verborgen

Oder nicht?

hm tata
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wir kärntner sollen einen aufstand machen?

warum? glaubt herr rauscher, dass wir uns vor den
slowenen so sehr fürchten?
seitdem die ortstafelfrage gelöst ist, gibt es zw. unseren ländern keine streitthemen mehr, im gegenteil wir sehen die slowenen nunmehr als unsere lang verschmähten slawischen brüder an.
außerdem schreiben sie selbst, dass die slowenen keine eigene luftraumüberwachung mehr haben, dh. sie fürchten sich offensichtlich nicht vor uns(!); es wäre daher geradezu unhöflich ihnen gegenüber, wenn gerade wir kärntner auf eine solche bestünden.
die nutzlosen flieger gehören schleunigst verscherbelt, herr darabos sollte ebenfalls outgesourct werden, der ist genauso nutzlos.

Kilianus
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Die Slowenen fürchten sich offenbar nicht vor uns?
Die Slowenen fürchten sich offenbar nicht vor den Italienern, denn die übernehmen für Slowenien die Luftraumüberwachung.

Werden die "nutzlosen flieger" "verscherbelt", müssen wir uns von irgendwo eine Luftraumüberwachung zukaufen. Warum sollte das billiger sein? Bei den Slowenen ist es das nicht ...

kiter
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Wie wärs mit http://tiny.cc/58qg2 ? Kostengünstig, handlich und jeder Bürger kann seinen Beitrag leisten ;-)
Dazu noch ein paar Sportflieger, Paragleiter, kiter und tiroler Steinadler Flugstaffel und die Luftraumüberwachung ist erfüllt! %-)))

Porqué no te callas?
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17.1.2012, 14:59

und die kiter sollen mit ihren schirmen die triebwerke von tieffliegern verstopfen oder was? :)

Just N. Opinion
 
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Hochinteressant!

"Slowenien hat überdies keine Kampfflugzeuge."

Macht uns das nicht nachdenklich?

Österreich glaubt nicht nur Abfangjäger zu brauchen, sondern sogar die teuersten, die es auf dem Markt gab. Nicht, weil nur sie Österreichs Luftraumsicherheit garantieren können. Sondern weil nur sie bestimmten Herrschaften und Parteien Schmiergelder in Millionenhöhe einbringen konnten.

P.S.: Costa Rica hat überhaupt keine Armee. Seit 1949.

Zinnmo
 
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Slowenien hat keine Abfangjäger, weil es Italien dafür bezahlt, die Luftraumüberwachung zu machen. In der Nato geht das ja.

Der Ruhestifter
 
01
Ja! Und?

Dieser vorschlag, wen anderen zu bezahlen, ist ja genau der, der hier als völlig abwegig beurteilt wird. Was zum teil aus der blinden anbetung des neutralitäts-popanz begründet ist, zum teil aus dem konsens österreichischer patrioten, dass alles bleiben müsse, wie es immer ear, weil es sich sonst ja ändern könnte und dann wäre es nicht mehr so wie zuvor.

Übrigens gibt es keine völkerrechtliche verpflichtung, den piloten irgendwelcher zivilflugzeuge aus überschalljets zuzuwinken, wenn sie sich per funk nicht melden. Die einsätze ließen sich ganz erheblich reduzieren (ungefähr auf null), wenn man die flugzeuge des partnerstaats nur beim verdacht anforderte, es handle sich beim eindringen des anderen flugzeuges um militärische aggression.

Kilianus
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Sie haben einen Grund vergessen, warum das hier als völlig abwegig beurteilt wird: Es kostet nicht weniger als eigene Flieger. Die Slowenen kämpfen gerade mit genau diesem Problem und diskutieren, ob sie nicht selbst Flieger kaufen sollen.

Wenn ein bewaffnetes Flugzeug unerlaubt in den Luftraum eines Landes einfliegt ist das bereits eine militärische Aggression.
Vom Boden aus kann man nicht feststellen, ob es sich um ein ziviles oder ein bewaffnetes Flugzeug handelt => man fliegt hinauf und schaut nach.

Der Ruhestifter
 
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Sie können vom boden aus eine ganze menge feststellen

Und mehr sieht man von einem anderen flugzeug aus auch nur unter besonderen bedingungen. Da müsste man international vereinbaren, luftraumverletzungen nur tagsüber bei schönwetter durchzuführen.

Im übrigen landen flugzeuge auch wieder irgendwo. Und wenn es zivilflugzeuge sind, wird man das in zusammenarbeit mit den angrenzenden staaten leicht herausfinden. Wenn die nicht kooperieren, weiß man mit oder ohne nachzuschauen, im prinzip dasselbe: nämlich, dass ein flugzeug illegal aus staat xy eingeflogen ist, dass staat xy sich weigert, die identät zu klären, und dass damit ein unfreundlicher akt gesetzt wurde, der innerhalb der eu nicht akzeptabel ist.

Kilianus
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Und da es eben nicht möglich ist "international (zu) vereinbaren, luftraumverletzungen nur tagsüber bei schönwetter durchzuführen", wird man rauf fliegen müssen. Denn gerade bei Schlechtwetter sieht man vom Boden gar nichts außer einem Punkt am Radar.

@"flugzeuge landen auch wieder irgendwo" und internationale Zusammenarbeit:
Klingt prinzipiell toll, aber erstens kann ich mir nicht vorstellen dass das klappt (zu viel los am Himmel), und wenn es so einfach wäre hätte es wohl schon jemand gemacht.
Aber da wäre jetzt praktisch, wenn das jemand erörtern kann der da mehr Einblick hat als ich, das übersteigt meine Kenntnisse.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
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das ist natürlich katastrophaler Unsinn. Rs gibt Übereinkünfte und das ist durchaus sinnvoll

Prof. Alois
 
02
Bitte informieren Sie sich zuerst und lassen uns dann mit diesen alten Märchen in Ruhe

1) Costa Rica hat etwas wie eine Armee. Nicht mehr lange und die sind dort personell und materiell besser ausgestattet als Österreich. Dort gehen an die 20.000 (Noch nicht so lange her an die 30.000) Bewaffnete herum. Geführt vom Innenministerium. Weshalb man es nicht Militär nennt. Das ist eine Vorstellung, die in jedem halbwegs demokratischen Land striktest abgelehnt wird, weil man dann eine supermächtige Polizei hat. Alle bewaffneten Kräfte in einer Hand.
2) Slowenien besitzt keine Kampfflugzeuge, bezahlt aber an Italien Unsummen, dass die denen die Überwachnung übernehmen. Da handelt es sich um Beträge, die es überlegenswert machen, sich selber Flieger anzuschaffen.

Auch Briefträger brauchen Liebe..
00

P.S. Es fällt wahrswcheinlich auch kaum ein Rad als das der herbeigelaufenen Befreierpanzer um, wenn Costa Rica sich Vasallen beugen muß

Auch Briefträger brauchen Liebe..
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glauben oder wissen

Der Europarat sah ein gemeinsames Überwachungskonzept vor. Tut man sich schwer mit verschiedenen Fliegern

noldman
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Dafür sind dort so manche Polizeieinheiten

ausgestattet und ausgebildet wie sonst nur Militäreinheiten.

Gerade an Costa Rica sieht man immer mal wieder, das es komplett ohne Heer nicht geht, vor allem bei dem Umfeld in dem dieses Land liegt.

Allerdings in Öst. wäre vieles auch ohne Heer möglich. Der Katastrophenschutz der vielfach für die Legitimation herhalten müsste, wäre über die zivilen Organisationen die wir haben (zb. die ganzen Feuerwehren) günstiger zu bewerkstelligen.
Das es aber komplett ohne einen spezialisierten kleinen Teil geht, bezweifle ich. Es gibt einfach Aufgaben die nur das Heer übernehmen sollte und kann.

Prof. Alois
 
01
Nicht einmal das mit der Feuerwehr k lappt

Bei allen Vorfällen, die länger als eine Woche Benapsruchung erfordern, brechen Ihnen die freiwilligen Feuerwehren alle weg. Ganz abngesehen davon, dass die Personenzahlen, die in Österreich durch Einsatz des Heeres erreicht werden konnten, es bei allen Feuerwehren zusammengenommen nicht ansatzweise gibt.

Aber Sie haben insofern recht, dass Heer grundsätzlich ganz andere Aufgaben hat. Militärische. Man kann nicht sicher prophezeien, dass unser Umfeld friedlich bleibt.

noldman
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Im zivilen Bereich gibt es ja nicht nur die

Feuerwehren. Es gibt da auch noch die Rettungsorganisationen, unzählige andere Vereine, ... aber auch viele Staatliche Stellen wie die Polizei, Straßenarbeiter, Bauhofmitarbeiter, ...

Dazu gibt es Berechnungen und Staaten die das auch ohne Militär durchziehen.

Klar ist, selbst die Freiwilligen müssen für diese Zeit entlohnt werden. Sandsackschaufeln etc. kann die Mehrheit der Arbeitslosen, nur die Minderheit davon ist für Einsätze zu krank.

Es gibt genügend Möglichkeiten damit aus dem zivilen Bereich genügend Personal herbekommen wird und das noch dazu günstiger als ein stehendes Militär.

Ein kleines aber spezialisiertes Heer werden wir weiterhin brauchen. Ja da stimme ich sofort zu, auch dazu dass man nicht weiß was noch kommt.

Prof. Alois
 
01
Ich bin derzeit nominell arbeitslos

Meine Exfirma hat mir eine Arbeiststiftung bezahlt und ich studiere jetzt.
Aber ich würde auch gerne Sandsäcke füllen, wenn es wem hilft. Wissen Sie, was das für eine anstrengende Arbeit ist? Mein Rücken hielte das nicht lange aus. Ganz abgesehen davon, dass solche Arbeitsdienst-Pläne seit Hitler als menschenverachtend berwertet werden.

PS: Ich war in den 1980ern Milizoffizier beim LWSR 32 in Korneuburg. Es drohte ein Hochwasser, wie es in dieser Gegend häufiger vorkommt. Da ich nie eine Pionierausbildung genossen habe, teilte man mich zum Kommandanten der Sandsackschaufler ein. Das Hochwasser k am dann nicht.

consul
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na ja, grundsätzlich eine guter ansatz. den könnte man ja weiterspinnen:
outsourcing the politiker, fremdvergabe der staatlichen verwaltung an die schweiz. die haben wesentlich weniger beamte und sind trotzdem ein gut organisiertes land. also nur zu. am ende könnte man ganz österreich abschaffen....

Der Reaktionär
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Ab wann hat das eigentlich begonnen mit der Negativauslese in der Politik?

Habe nur ich den Eindruck oder wird dieser geteilt, dass eigentlich nur mehr minder und anders Begabte, Bildungsferne und sonst eher nicht zu Gebrauchende in der Politik tätig sind?

Ich erwische mich immer wieder, vergangene Generationen von Politikern zu idealisieren. Sinowatz, ein gebildeter Historiker. Klima, ein Manager von Rang und Namen. Lacina, ein Ökonom, der etwas von Wirtschaft versteht. Gusenbauer, ein Intellektueller.

Wann genau war das, als diese fürcherliche Negativauslese in der Politik einzutreten begonnen hat? Kann das jemand fest machen?

Arbeiter
01
Ich glaube, Reaktionär, der Niedergang begann mit Kreisky.

Seit dieser Zeit wurden die altmodischen Vorstellungen von einem Volk und einem Staat, die irgendwas wollen, diskreditiert und abgeschafft. Frühpension und Neutralität zu allerhöchsten Gütern erhoben. Die Mehrheit rastet heute aus, wenn man ihnen z.B. klar machen wollte, dass sie ohne Nachwuchs keine Pensionen bekommen werden oder gar, dass uns die noch nicht geborenen MigrantInnen die Aufrechterhaltung des Pensionssystems nicht schulden.

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