Auch Geschäft und Wohnungen im Stadtteil Queens angegriffen
New York - In New York sind Brandanschläge auf ein
islamisches Zentrum sowie ein Geschäft und zwei Wohnungen verübt
worden. Die Eingangstür der schiitischen Imam-Al-Khoie-Stiftung im
Stadtteil Queens sei am Sonntagabend durch einen Molotowcocktail
beschädigt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Stiftung,
die eigenen Angaben zufolge die größte schiitische Organisation der
Welt ist, erklärte auf ihrer Internetseite, bei dem Angriff mit
mehreren Brandsätzen sei niemand verletzt worden.
Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurde ein benachbartes Geschäft,
das von Muslimen betrieben wird, bei einem ähnlichen Angriff
beschädigt. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein weiterer Brandsatz
auf eine Wohnung geworfen, die von Hindus für religiöse Zeremonien
verwendet wird. Zudem habe es einen Angriff auf eine Wohnung von
Christen gegeben, durch den erheblicher Schaden entstanden sei. In
diesem Fall geht die Polizei bisher von mutmaßlicher Brandstiftung
aus. Es gab keinen Beweis für eine Verbindung zu den anderen Taten.
Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg verurteilte die
Angriffe. Sie stünden "in scharfem Kontrast zu der Stadt, die wir
gemeinsam aufgebaut haben", erklärte Bloomberg. Eine auf religiös,
ethnisch oder rassistisch motivierte Verbrechen spezialisierte
Polizeieinheit untersuche die Fälle. (APA)