Aktivisten: Etwa 162.000 Tote während US-Einsatz

2. Jänner 2012, 18:50

80 Prozent der Opfer waren Zivilisten

Bagdad - Während des nahezu neun Jahre dauernden Einsatzes der US-Armee im Irak sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten in dem Land etwa 162.000 Menschen getötet worden. Bei knapp 80 Prozent der Todesopfer habe es sich um Zivilisten gehandelt, teilte die in Großbritannien ansässige Organisation Iraq Body Count (IBC) am Montag mit. Allein im vergangenen Jahr, zu dessen Ende die letzten US-Soldaten aus dem Irak abgezogen waren, seien rund 4000 Zivilisten getötet worden.

Den Angaben zufolge starben seit dem Einmarsch der US-Armee im März 2003 mehr als 9000 irakische Polizisten und fast 4500 US-Soldaten eines gewaltsamen Todes. Die Zahl der getöteten Kinder lag demnach bei mindestens 3900. In der Hauptstadt Bagdad habe die Zahl der Todesopfer zweieinhalbfach über dem Landesdurchschnitt gelegen.

IBC bezieht sich den Angaben zufolge auf eigene Zählungen, offizielle Zahlen der irakischen Regierung und der US-Armee sowie Berichte der Internetplattform Wikileaks. Die im Jänner 2003 von Menschenrechtsaktivisten aus den USA und Großbritannien gegründete Organisation legt regelmäßig Opferzahlen für den Irak vor, welche die offiziellen Angaben häufig übersteigen. (APA)

Kommentar posten
13 Postings
Lord Chaos
02

Und so 90% davon gehen auf das Konto des Hauses des Friedens.

prusiner
03
sind jetzt

die ganzen Zivilisten von den Besatzungstruppen umgebracht worden?

Georg Schütt
10
Nein.

Die US-Truppen haben etwa 14.000 Zivilisten und ca. 45.000 bewaffnete Insurgenten getötet.

Karl Labruni
00
Zustimmung, schwache Arbeit!

Die wichtigste Information fehlt!

Alperen
00
im spiegel stand glaube ich 30%

der mann, der zuviel wußte...
13
Das will dieser Artikel wohl suggerieren.

Die weitaus meisten Zivilisten sind aber durch deren Landsleute bzw. "Glaubensgenossen" durch diverse Terroranschläge ermordet worden.

Alperen
45
das ist doch sche... egal

wenn die usa nicht einmarschiert waren würden die meisten dieser menschen noch leben, genauso wie die amerikanischen soldaten, echt scheisse das so viele menschen sterben mussten weil ein gw bush mal einen kreuzzug führen wollte

in diesem krieg hat jeder verloren, der irak seine menschen (viele tot, gut ausgebildete ausgewandert) infrastruktur kaputt, die amis haben 4500 soldaten verloren und abermilliarden doller, der westen seine glaubwürdigkeit da diese die usa nicht vom krieg abhalten konnten bzw unterstützt wurden vom neuen europa

noch was die amis waren für ca. 30% der toten zivilisten verantwortlich - sind noch immerhin viele

Harry Meier
 
10
Wenn die USA nicht einmarschiert waeren, wuerde

eben Saddam heute noch hundertausende von Zivilisten auf dem Gewissen haben.

na ja,...wenn´s so is.
20
im antiimperialistischen venezuela

gibt es keine amis aber dafür 19.000 morde im jahr.
hochgerechnet sind das ungefähr gleich viel wie in irak in der gleichen zeitspanne. aber das sind ja unwichtige tote..denn, die kann man ja nicht in die schuhe eines us-einsatzes schieben und daher auch keinen artikel wert.

Lord Chaos
20
das ist doch sche... egal

Ist echt sche...egal, es geht Dir doch nur um US-Bashing.

Der Waehlerwille
 
00
und als Saddam noch an der Macht war führte er einen Krieg gegen den Iran mit über einer Million Toten

er ermordete abertausende Kurden .. zehn bis hunderttausende Schiiten .. oppositionelle usw usw usw.

Hey .. aber der war wenigstens cool .. oder?

eurusd1
01
Es gibt leider Gewinner

Alle habe verloren, bis auf? Richtig, jene Leute die für eine Buchungszeile die Zinsen auf Jahrzehnte für die entstandenen Kosten kassieren. Und fast hätte ich auf die Hilfstäter vergessen, die uns danach vorrechnen, wie furchtbar ineffizient unser Sozialsystem ist und gleich mir der Drohung einer Herabstufung unserer Bonität aufwarten. Davor müssen wir uns zu Tode fürchten, weil ansonsten die Zinszahlungen für die Buchungszeilen (Kredite) unvorstellbar hoch sein wird.

arno über alles
12

so einfach ist es nicht, weil unter saddam ja auch genügend menschen getötet wurden. wenns ganz volksgruppen waren (kurden, schiiten) dann gerne auch mit giftgas.

darum gabs ja eine flugsverbotzone - die auch in lybien angewendet wurde.

damals wurden die usa dafür kritisiert, nach desert storm saddam im amt gelassen zu haben und die schiiten einfach im stich zu lassen.

damned if you do, damned if you don't.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.