80 Prozent der Opfer waren Zivilisten
Bagdad - Während des nahezu neun Jahre dauernden
Einsatzes der US-Armee im Irak sind nach Angaben von
Menschenrechtsaktivisten in dem Land etwa 162.000 Menschen getötet
worden. Bei knapp 80 Prozent der Todesopfer habe es sich um
Zivilisten gehandelt, teilte die in Großbritannien ansässige
Organisation Iraq Body Count (IBC) am Montag mit. Allein im
vergangenen Jahr, zu dessen Ende die letzten US-Soldaten aus dem Irak
abgezogen waren, seien rund 4000 Zivilisten getötet worden.
Den Angaben zufolge starben seit dem Einmarsch der US-Armee im
März 2003 mehr als 9000 irakische Polizisten und fast 4500
US-Soldaten eines gewaltsamen Todes. Die Zahl der getöteten Kinder
lag demnach bei mindestens 3900. In der Hauptstadt Bagdad habe die
Zahl der Todesopfer zweieinhalbfach über dem Landesdurchschnitt
gelegen.
IBC bezieht sich den Angaben zufolge auf eigene Zählungen,
offizielle Zahlen der irakischen Regierung und der US-Armee sowie
Berichte der Internetplattform Wikileaks. Die im Jänner 2003 von
Menschenrechtsaktivisten aus den USA und Großbritannien gegründete
Organisation legt regelmäßig Opferzahlen für den Irak vor, welche die
offiziellen Angaben häufig übersteigen. (APA)