Kritik an Apotheken

Laut Wifo sind Preise substanziell zu hoch

Verena Kainrath, 2. Jänner 2012, 19:31
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    foto: apa

    Um die Liberalisierung des Vertriebs rezeptfreier Arzneien entbrennen neue Debatten.

Rezeptfreie Medikamente könnten laut dm um 20 Prozent günstiger sein - Apotheker wehren sich gegen Aufbrechen ihres geschützten Marktes

Wien - Medikamente sind in Österreich aus Sicht der Wirtschaftsforscher zu teuer: Schuld sei zum einen die staatliche Regulierung der Spannen, die keinen Wettbewerb zwischen den Apotheken zulasse. Zum anderen halte der restriktive Vertrieb von rezeptfreien Arzneimitteln die Preise künstlich hoch.

Die Apotheker lieferten ihm bisher keinen nachvollziehbaren Beweis, warum bei mehr Liberalisierung die Versorgung mit Medikamenten zusammenbrechen sollte, sagt Michael Böheim, Experte des Wirtschaftsforschungsinstituts. Die Branche habe eine starke Lobby, dürfe sich deswegen aber einer Deregulierung nicht entziehen. Geschützte Märkte gehörten gerade in Zeiten wie diesen im Interesse der Konsumenten kritisch hinterfragt. "Apotheker brauchen keine Lizenz zum Gelddrucken."

Der Markt für rezeptfreie Medikamente wiegt in Österreich rund 350 Millionen Euro. Böheim sieht keinen Grund dafür, warum es sie nicht etwa auch in Supermärkten geben könnte. Wer mündig genug sei, sich selbst Präparate wie Aspirin zu verschreiben, der sei auch mündig genug, selbst zu entscheiden, wo er diese kaufe. Mehr Konkurrenz senke hier die Preise ohne Qualitätsverlust substanziell.

Für dm ist das Wasser auf ihren Mühlen. Die Drogeriekette kämpft langem für mehr Liberalisierung. Seit 2011 kooperiert sie in Österreich mit einer Schweizer Internetapotheke. Dort gebe es rezeptfreie Marken um bis zu 40 Prozent günstiger, das bisherige Geschäft habe die Erwartungen übertroffen - unterm Strich seien bei der Freigabe nicht rezeptpflichtiger Präparate 20 Prozent niedrigere Preise drinnen, sagt Konzernsprecher Stefan Ornig. Industrie, Großhandel und Apotheker hätten jedoch aufgrund fixer Aufschläge ein gemeinsames Interesse an möglichst teuren Medikamenten, ist Harald Bauer, Chef von dm, überzeugt.

Die Pharmabranche reagiert gereizt. Arzneimittel machten in Österreich laut OECD 13 Prozent der Gesundheitskosten aus. Damit liege man in der EU im unteren Drittel, rechnet Jan Oliver Huber vor. Der Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie sieht keinen Bedarf, das System zu ändern, allein um Fälschungen in Zaum zu halten. Leopold Schmudermaier, Vizepräsident der Apothekerkammer, bezeichnet Österreich bei Medikamenten als Niedrigpreisland. Dass Deregulierung Vergünstigungen bringe und dabei keinerlei Qualitätsverlust, sei falsch. 416 Euro wenden die Österreicher jährlich im Schnitt für Arzneien auf. Rund 70 Prozent davon bezahlen die Krankenkassen.

Kein Paar Socken

Auch Rezeptfreies habe Neben- und Wechselwirkungen, sei kein Konsumgut wie ein Paar Socken, sagt der Sprecher der Salzburger Kammer, Hans Jakesz. Etwas billiger zu geben sei leicht. "Dann soll man Aspirin in Schütten schmeißen und den Leuten so viele Mittel reindrücken wie möglich. Die Frage ist, ob wir das wollen." Die Margen für Rezeptfreies beziffert Jakesz mit "nur 34 Prozent". Apotheken verdienten damit weniger als andere Handelsbranchen.

Böheim widerspricht: Die Spannen seien hoch, Kosten fürs Lager und Geschäftsrisiko gering. "Kombiniert mit dem Gebietsschutz haben es Apotheker komfortabel. Ich habe noch keinen zum Konkursrichter gehen sehen." Böheim fordert weiters dazu auf, ihre Konzessionen "nicht mehr zu verschenken, sondern auszuschreiben". (Verena Kainrath, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 3.1.2011)

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Brech(t)
00
23.1.2012, 11:21
Die Zukunft gehört der Apothekenkette

wie beispielsweise der Vitalsana. http://www2.vitalsana.eu/htdocs/Ho... TRUE&land=
Ups, die sind ja Schlecker! Ok, also wie Doc Morris. http://www.docmorris.de/startseite/ Oh Schreck, die schließen ja wegen hoher Verluste Filialen und ziehen sich zurück... Na wird schon, irgendwo werden wir schon noch eine Kette finden... RATIOPHARM?!

Tube Amplifier
00
11.1.2012, 00:04
A c h t u n g! An ALLE Poster quer durch alle Branchen!!

Wer von ihnen könnte die
Dienstleistungen oder
Produkte die er herstellt oder verkauft

NICHT

billiger anbieten?
Bitte Produkte und Dienstleistungen nennen was absolut nicht günstiger angeboten werden kann als sie jetzt sind!

(Ich wette niemand meldet sich, trinke gerade ein Teesackerl um 5 cent mit heißem Wasser um 2,50 €)

Tube Amplifier
00
10.1.2012, 23:14
ad Nr 3645

damit ihr posting glaubhaft ist müssen sie konkret werden damit man ihren Argumenten nachgehen kann.

Also welche Artikel gibt es 100 +100 oder gar 100 +200?

Wissen sie, viele schimpfen über Politiker weil sie nur reden, aber ihr Posting fällt in die selbe Kategorie.

Also nichts für ungut: Fakten auf den Tisch oder Posting löschen.

Brech(t)
00
26.1.2012, 12:37
Schlechter Einkauf

normalerweise gibt es 100 + 500.

Tube Amplifier
00
10.1.2012, 23:09
Waffen und Arzneimittel

sollen frei am Markt erhältlich sein.

Beides kann zwar töten, aber dafür könnte es billiger werden.

Danach könnten wir Drogen, Nikotin, Alkohol, Pornographie liberalisieren, denn die XY Lobby verbietet alles nur damit sie ihre Geschäfte machten können.

Warum gibt es so viele "Standard" Leser die nicht über einen gewissen geistigen "Standard" verfügen.

Die Menschen werden erst begreifen das "billig" zu teuer ist. Zuerst billig, dann billiger dann China oder Konkurs.
Wer soll bis 65 arbeiten wenn es vor lauter billig keine Arbeitsplätze mehr gibt.
Oder anders gesagt wer geht für 500 € pro Monat arbeiten nur damit ein paar Leute billige wäre bekommen??
Meiner Meinung nach ist Europa am stark absteigenden Ast, und Diskussionen wie diese das

Nr.3645
00
11.1.2012, 00:00

"Warum gibt es so viele "Standard" Leser die nicht über einen gewissen geistigen "Standard" verfügen. "

warum gibt es nicht genügend poster in diesem forum die darüber verfügen? dann würde uns so mancher beitrag erspart bleiben der sich über die dummheit anderer beschwert.

Nr.3645
10
100+100 (=50% rabatt)

ist üblich...100+200 mitunter auch noch.

mein vorheriger beitrag wurde von einigen wenigen "zerlegt". seltsamerweise hat sich zumindest einer davon als Apotheker herausgestellt. seltsam oder?

noch seltsamer, dass ich das nicht erfunden habe (was unterstellt wird) sondern aus erster (!) hand weiß.da wollen wohl viele nicht, dass die praktiken bekannt werden.

glaubwürdigkeit in frage stellen ist dann das letzte und erste mittel der wahl.
drum poste ich das ganze noch einmal werde aber auf keine der "tollen" antworten eingehen.

isengart
01
20.1.2012, 12:17
Unwahrheiten bleiben auch nach mehrmaliger Wiederholung unwahr

Grippeimpfstoffe um die Kondition 100+100 oder 100+200 kauft in Österreich keine öffentliche Apotheke ein.
Ob sie mir jetzt antworten oder nicht, ändert nichts daran, dass Sie hier unwahre Behauptungen aufstellen.

Brech(t)
00
26.1.2012, 12:51
Hauptsache Neid

Grippeimpstoffe sind ja wahrlich ein gutes Beispiel!

king of smile
12

Ja hauptsache Billig oder?
Medikamente beim DM, BiPa etc, da kommt mir das Grauen.
1.Aus eigener Erfahrung merke ich gerade das Personal dort sogar Probleme hat bei Babynahrung kompetent zu beraten. Und rezeptfreie Medis (auch wenns "nur" Aspirin ist) sind keine Zuckerln.
2. Werden dann die Sortimente garantiert ausgemistet. Die weniger gängigen Dinge sollen dann wohl wieder über die Apos laufen --> führt garantiert dazu das diese teurer werden (müssen)
3. Rezeptpflichtige Medikamente sind (für Apos) bestenfalls ein Nullsummenspiel, solche Spannen würde ein Einzelhandelskonzern nie akzeptieren. Da aber ohne Zusatzverkauf die Apotheken von dem leben müssten, wäre eine Preissteigerung unweigerlich.

onlooker
01
würden sie wissen wie soetwas funktinioniert, würden sie anders reagieren,

der hartlauer ist ein gutes beispiel, der hat eigene optiker, die brillenträger bedienen, und genauso wird es in den verschiedensten ländern gehandhabt, diese dm,usw. die müssen apotheker anstellen, und es wird als apotheke geführt, beim kreativen denken dürften sie schwierigkeiten haben

Selbstbedienungsladen Österreich
00
und woher wollen sie das wissen ?

klaro
34
Drogeriemärkte haben zu hohe Spannen

Habt ihr schon einmal die Preise der Drogerieartikel mit Indien, Spanien oder der Tschechei verglichen? Komisch, die Drogerieartikel sind dort auch viel billiger.... Die Spanne der Apotheken liegen in Österreich im Durchschnitt bei 30% und die der Drogeriemärkte bei über 40%, da kann man sich ausrechnen, welche Preise dann über kurz oder lang dort verlangt werden. Wenn die Mitarbeiter der Apotheken und Drogeriemärkte auch nach dem tschechischen Kollektivvertrag bezahlt werden können, dann wäre alles billiger, super. Gemäß Kaufkraftniveau haben wir bereits spanische Medikamentenpreise, man darf nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen.

utarefson
22
dort ist es nur für uns billiger!!!

Du müssen einmal hackeln wie ein phillipino und dann kaufen Medikament, du schauen dann wie lange dafür arbeiten!

onlooker
11
gut gebrüllte löwe, aber die österreicher waren 600 jahre unter der knute der habsburger,

darum ist es auch unmutig(feig), sie haben recht

utarefson
10
und Adam und Eva waren im Paradies!

Wir haben heute in Österreich Arzneiversorgung wie im Ostblock seinerzeit! Quer durch das Sortiment der echten zugelassenen registrierten Arzneimittel ist immer wieder etwas für Tage, Wochen oder Monate - aus heiterem Himmel! - nicht lieferbar. Woghlgemerkt nicht Bachblüten, Schüsslersalze oder Homöopatika mit dem Molekül im Kubiklichtjahr sondern lebensnotwendige und überlebensnotwendige Präparate wie Insuline, Kortikoide, Antidepressiva aber auch 2 Monate lang kein Parkemed oder keine hustenreizstillenden Tropfen. Aber unsere Neunmalklugsposter wissen ja, dass die Preise in Österereich derart exorbitant hoch und die Verdienstmöglichkeiten derart gewaltig sind, dass jede Pharmafirma sich bemüht, in Österreich nichts zu verdienen!

Brech(t)
00
26.1.2012, 13:08
Sie merken die überragende Bedeutung

der 8 Mio Österreicher, auf die die Apothekenketten samt Pharmindustire sche.ßen. Wenn Preis zu gering (festgesetzt durch Gesundheitsministerium), dann können sich die Österreicher brausen gehen.

utarefson
00
26.1.2012, 19:19
Insulin Apidra nicht lieferbar kontingentiert!

Im Sinne der Genossen ist es, sich in das äußerst billige Spital zu begeben und sich dort auf ein anderes noch billigeres Insulin einstellen zu lassen.
Geschätzte Aufenthaltsdauer 3 Tage macht 500 € Kosten.
Ersparnis geschätzt pro Jahr 50 €
Alle 2 Jahre ein ach so günstiger Umstellungsaufenthalt macht in 10 Jahren 2500,-€ minus 500 € an Insulin erspart.
Wer sparen will, muss schon etwas investieren!

ossyris
 
36
DM - fette Preisaufschläge in Österreich

Wenn es DM ein solches Herzensbedürfnis wäre den Konsumenten faire Preise anzubieten, warum verlagen sie teilweise exorbitante Preisaufschläge für österreichische Kunden?
Wenn sie das nächste mal an einer DM Filiale in Deutschland vorbeikommen, vergleichen sie doch mal die Preise für ihre "üblichen" Produkte. Sie werden feststellen, dass fast alles um zig-Prozent billiger ist.
Von den Preisaufschlägen die sich DM in Österreich gönnt, kann ein Apotheker vermutlich nur träumen.
Ich fürchte, dass die Arnzeimittelpreise durch einen Markteintritt von DM alles andere als günstiger werden. Dann werde ich wohl auch für Aspirin doppelt soviel zahlen müssen wie in Deutschland.

Feber1
12
Ambulanzen dürfen keine Medikamente ausgeben

und das ist noch nicht lange her: mit einem schreienden und fiebernden Kleinkind in der Nacht die Kinderambulanz - Diagnose: Mittelohrentzündung. Rezept erhalten. Suche nach einer Nachtapotheke. Die ersten zwei haben das Standard-Antibiothika für Kinder leider nicht (nur eines auf Lager und das heute schon ausgegeben). Zum Gück gutes Wetter und ein Auto.

young dracula bites twilight
10

Was meinens, wie ich überrascht war, dass man mich im AKH zu einer Nachtapotheke geschickt hat.

Da dürfen Sie sich bei ihren faulen Artgenossen bedanken.

Würden Ambulanzen nun auch noch Medikamente ausgeben, wieviele würden dann auf den Hausarztbesuch unter der Woche verzichten? Wozu bei der Arbeit freinehmen, wenn man am Wochenende sich sowohl behandeln lassen kann als auch den Weg zur Apotheke spart?

Wie überall anderswo versauen einem diese faulen Leute die Notsituationen.

PS: Auch ich hätte damals schon früher zum Hausarzt gehen sollen. :)
Mit einem entzündeten und schmerzenden Knie zur Nachtapotheke zu hatschen war kein Zuckerschlecken.

onlooker
00
sie leben tatsächlich im twilight,

die hausapotheke wurde schon vor jahren aufgelassen, sie sollten aber schon wissen, wenn sie nicht krank genug sind nimmt sie auch die rettung nicht mit, bleiben sie weiter in ihrer twilight zone, dort sind sie gut aufgehoben

young dracula bites twilight
00

ich fahre nicht rettung, ich fahre öffi.

mit demselben knie in der ubahn sitzen war genausowenig ein zuckerschlecken.

und im akh gehe ich nicht so regelmäßig ein und aus, dass ich das wissen müsste. ;)

rjd
11
bitte was soll denn ...

... herauskommen, wenn man von der mündigkeit der bürger ausgeht?

mithilfe einer generellen mündigkeit der bürger kann man ja dann auch argumentieren, rezeptpflichtige medikamente rezeptfrei im supermarkt anzubieten. denn ein mündiger bürger wird sich zuvor über die pharmakodynamik und -kinetik schlau machen, studien über dosis, wirksamkeit und nebenwirkungen einholen und dann das medikament nach bestem wissen und gewissen einnehmen. genau!

es hat schon gründe warum auch rezeptfreie medikamente in der apotheke zu kaufen sind.

alleine schon die umstände, dass man in die apotheke geht, weist den achso mündigen bürger daraufhin, dass er eben kein redbull beim billa kauft, sondern ein arzneimittel, dass auch wenn es noch so ohne weiteres zu

onlooker
00
sie erwarten sich, dass sie bei dm rezeptpflichtige medikamente bekommen?

komplett falsch, die müssen ein apotheke einrichten, und dann können sie auch rezeptpflichtige medikamente bekommen, es ist ja auch bei hartlauer so, der hartlauer muss optiker beschäftigen, nur wenn sie zu einigen augengläser spezialisten gehen, werden sie auch von jemanden bedient der kein optiker ist, aber in diesen geschäften, muss allerdings mindestens ein optiker sein

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