Arbeitsmarkt

Arbeitslose müssen büßen

Kommentar | Günther Oswald, 2. Jänner 2012, 19:30

Monat für Monat landet Österreich bei der Arbeitslosenstatistik unter den ersten drei, das ist nur die halbe Wahrheit

Der internationale Vergleich verleitet zum Selbstlob. Monat für Monat landet Österreich bei der Arbeitslosenstatistik unter den ersten drei. Die durchschnittliche Arbeitslosenrate in der EU-27 ist doppelt so hoch wie hierzulande. Darauf weisen die heimischen Politiker oft und gerne hin.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die andere ist: Die Arbeitslosenzahlen, die nach Ausbruch der globalen Wirtschaftskrise 2008 explodierten, sind nie auch nur annähernd auf das Vorkrisenniveau zurückgegangen. Zwar gibt es aktuell um 20.000 Jobsuchende weniger als im Dezember 2009, gleichzeitig aber auch um 50.000 mehr als Ende 2007. Winter mit weniger als 300.000 Arbeitslosen wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben.

Optimisten werden jetzt einwenden, man dürfe das Glas nicht als halb leer ansehen. Den Betroffenen wird es aber ziemlich egal sein, dass andere Länder noch deutlich schlechter dastehen. Sie müssen dafür büßen, dass die für schlechte Zeiten gedachten Schuldenobergrenzen auch in guten Zeiten fast gänzlich ausgenutzt wurden. Für Wirtschaftsimpulse fehlt nun das Geld.

Beim Schnüren ihres Sparpakets müssen SPÖ und ÖVP darauf bedacht sein, intelligent zu sparen. Nur durch Wachstum werden neue Jobs entstehen. Jede Maßnahme muss auf die Folgen für die Konjunktur abgeklopft werden. Das ist man den 360.000 Arbeitslosen im Land schuldig. (DER STANDARD, Printausgabe, 3.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 56
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Bioberni31
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Schafft den Zeitausgleich ab

damit würden wieder zigtausende Stellen frei werden...Wenn nicht mehr die Arbeit auf ein paar wenige verteilt ist und jeder praktisch unbezahlt !! für zwei arbeiten muß (50 Stunden ist in vielen Jobs ja schon die Regel) dann gibts auch wieder ausreichend Jobs und zwar branchenübergreifend.

Aktuell werden Zeitausgleich und All-inclusive-Jobs nur ausgenutzt um Gratisarbeit zu erhalten. Diese Firmen sollen mal bei ihren Lieferanten nachfragen ob sie damit einverstanden sind das ein Teil ihrer Lieferungen erst im nächsten Jahr abgerechnet werden oder teilweise sogar verfallen...

Challange122
01

man muss noch bedenken, daß viele in den Kriesenjahren Gehaltseinbussen hinnehmen mussten um den Job überhaupt zu halten. Somit aber kauf überleben können. Inoffiziell liegt die Arbeitslosenzahl bei ca. 600.000!

rafaelo 3
01

Sind mehr als 700.000.!

barney
01
Unendlichkeit

Das Weltall ist unendlich, die Zeit ist unendlich, und es gibt unendlich viele Zahlen; wie ist das mit dem Wachstum? Wie sieht das unendliche Wachstum aus?
(Entschuldige mich hiermit bei Volker Pispers)

no_milk_today
00

größer als universum und weltall zusammen in einer kiste?

Freimaurer 34. Grad
12
bei großen betrieben

ab 200 leute aufwärts zb. neues arbeitsmodell einführen. anstatt 8 stunden arbeiten nur mehr 4/tag. verdopplung der angestellten. millionen und mehr gewinne nicht an firmenfremde aktionäre, oder einzelne personen in der chefetage (teils nichtstuer) sondern auf die leute mit den 4 std. arbeit pro tag aufteilen. dass diese den selben lohn haben wie mit 8 std.

DerRoland
01
Qualifizierte Arbeitskräfte gibt es dafür nicht genug.

Reich sein muss sich lohnen!
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Dann qualifizieren wir die Arbeitskräfte eben.

Stuhl im Orbit
02
Ähhh, ...

...warum wird derselbe Artikel hier noch einmal - mit viel weniger Postings - neu aufgelegt?
bzw: wo woar mei Posting?
Wo is der Rest?

oder velwecher ich da was?

vielen Dank
lg
Stuhl

hm tata
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jawoll, wuffi, das ist eine frechheit ;(

liebe red, turbo-wuffi kennt alle seine posts, auch wenn es täglich hunderte sind, und wehe wenn nur eines davon unter den tisch fällt, dann gibt's saures ;)

Mann40
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zusätzlich: Ö hat in der EU einer der niedrigsten prozentuellen Arbeitslosenbeträge gemessen am Letztbezug.

plus die Arbeitslosentagsätze sind seit Jahrzehnten nicht mehr an die Inflation angepasst worden.

des weiteren: es sind Tagsätze (z.B: im Feb 29 Tage), Mieten usw. werden aber nicht nach d. Anzahl der Tage verrechnet...

living reef
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ein beitrag mit "wahnsinnig neuem informationsgehalt"

didi111
102
Es istn sowieso eigenartig und schwere verständlich,

daß man einerseits Arbeitslose hat (welche auch berechtigt ihr Arbgetislosengeld bekommen), aber in vielen Fällen nichts arbeiten brauchen.

Und gleichzeitig MUSS z. B. die Stadt Wien immer wieder Schneeräumer aufnehmen und sie auch bezahlen.

Es wäre doch naheliegend, daß man arbeitswillige und arbeitsfähige Menschen für solche Tätigkeiten OHNE Mehrkosten einsetzen könnte.

Harry Y.
 
00

Man setzt Arbeitslose schon seit 2-3 Jahren in etwa für Vollzeit-Tätigkeiten in SÖBs ein (bzw. "Arbeitskräfteüberlassung) und zahlt ihnen dafür kaum mehr als die BGS ausmacht....informieren Sie sich also bevor Sie Ihre Klappe so unnötig aufreißen

Reich sein muss sich lohnen!
14
Tolle Idee, und die Menschen die bisher den Schnee weggeräumt haben schicken wir zum AMS..

Wenn Sie eine Tätigkeit für Arbeitslose haben, dann ist das ein Job.
Wer einen Job hat, ist nicht Arbeitslos und muss daher auch anständig bezahlt werden.

Was sie hier vorhaben ist Zwangsarbeit und Lohndumping.

A ndreas Bogeschdorfer
111
Sie können wie die meisten unserer Politiker und ihre Spezln nicht rechnen.

Wenn Sie anstatt neue Leute einzustellen Arbeitslose einteilen, dann haben eben die ansonsten beschäftigten keinen Job und beziehen Leistungen vom Staat.

So viele Arbeitslose wie es hat, hat es. Hin und her schieben (auch bei Pensionsantritt) bringt nichts. Sie schließen eine Lücke und reißen eine andere auf.

Einkommen muss endlich von der völligen Bindung an Arbeit gelöst werden, Grundsicherung und Arbeitszeitverkürzung sind die einzigen Wege allen eine sichere Existenz und zugleich Teilnahme an den gesellschaftlichen Aufgaben zu bieten.

Es sei denn wir wollen das Wirtschaftswachstum ins noch Absurdere treiben, bis wir den Planeten zu Tode gewirtschaftet haben.

A ndreas Bogeschdorfer
00
Und die Argumente zum roten Stricherl?

puckmuck
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These:

Arbeitslose werden nie eine repräsentative Vertretung im Parlament durch ihren Stand haben...

* rot = ja
* grün = nein

wurm83
 
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warum...weil sie dme staat etwas kosten..bzw. dem steuerzahler?

das kann ja nicht der grund sein sonst wären pensionisten ja auch eine unbeliebte wählerschicht...

theEdge
 
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Sparpakete, Sparpakete

Sparpakete gibt es in der Politik seit weiß Gott wie lange - und immer wieder. Erst der jüngste Streich, der uns bis zum Jahre Schnee satte 10 Milliarden einsparen lässt, verblasst im Angesicht der Tatsache, dass sich Österreich alleine für 2012 mindestens 27 Milliarden leihen wird, nur um andere Schulden zu bedienen.

Sparpakete sind Beschneidungspakete: Einnahmenbeschneidung, Bürgerrechtsbeschneidung, Freiheitsbeschneidung, Strukturbeschneidung. Der Preis, den wir für einen Tropfen auf den heißen Stein bezahlen, ist absolut horrend. Vielleicht nicht aus wirtschaftlicher Sicht, aber sehr wohl aus menschlicher und gesellschaftlicher. Aber das interessiert heutzutage niemanden mehr.

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Dass die absolute Zahl an Arbeitslosen steigt, ist nicht verwunderlich; es steigt ja auch die Einwohnerzahl - kein Grund zur Sorge also.

Die wesentlichen Zahlen zur Arbeitslosigkeit sind die Arbeitslosenquote und die Beschäftigungsquote.

nomen
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Danke!!!

Wenigstens ein Journalist, der uns Geplagte versteht :-)

A ndreas Bogeschdorfer
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So?

"Nur durch Wachstum werden neue Jobs entstehen".

Solange dieser Satz ohne Alternative für die Zukunft getrommelt wird, kann ich kein Verstehen erkennen.

Wie will der Herr Redakteur 300 000 Arbeitsplätze schaffen? Dieses Kunststück ist seit Jahrzehnten niemandem gelungen.

Erst wenn die Erkenntnis durchdringt, dass 40-Std-Vollbeschäftigung, grenzenloses Wirtschaftswachstum, Lohndumping einerseits und Frieden/Umweltschutz/Sozialausgleich anderseits nicht unter einen Hut zu bringen sind und es einer grundlegenden Alternative bedarf, kann von Verstehen gesprochen werden.

Reich sein muss sich lohnen!
00
Es gibt auch andere Möglichkeiten:

Wir könnten zum Beispiel alle ÖBB Mitarbeiter 1 Jahr später, und alle anderen 1 Jahr früher in Pension schicken (so wär man ungefähr auf dem selben Level).

Denn unser heiliges Wachstum wird es bald nicht mehr spielen.
Es wird Zeit für Plan B. (Gibt es einen Plan B?)

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